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Metropolis – die Club Church in Zürich startet

21 Okt

Dieses Wochenende kickt Tim in Zürich seine Club-Church Metropolis los. Das Grand Opening im Club Chicago 1928 findet diesen Sonntag statt. Ich kenne Tim seit gefühlten Jahrhunderten und freue mich über seinen Weg die letzten Jahre mit Mike Breen und Greig Suarrat. Sie haben sich wirklich ins Zeug gelegt, der Instagram-Stream boomt und die Vorbereitungen sind klasse.

Ich habe keine Ahnung, ob jemand eine Club Church will oder ob es fliegt. Vor 10 Jahren wären da meine Träume in Erfüllung gegangen, ich wäre in der ersten Reihe gestanden und hätte getanzt. OK, gelogen; auch vor 10 Jahren war ich kein Tänzer. Jetzt ist mir das selbst wahrscheinlich zu hibbelig und die Leute zu geschminkt. Dennoch geht für mich ein Traum in Erfüllung – Tim lebt sein Ding; Kirche findet Raum in neuen sozialen Räumen; Leute in Europa werden für Jesus motiviert; und echte Liebe für Jesus schlägt sich in Kirchengründung nieder. Geile Sache!

Also, Glückwunsch an Tim und die Crew. Das ist ein großer Schritt und ich werde am Sonntag für ihn und die Chicago1928-Clique beten. Rock’n’roll!

Kirche einfach und mitten im Leben. Ein erfrischender Impuls aus – suprise – den USA!

23 Jan

Wenn wir von dieser Seite des großen Teiches auf die Kirche in den USA schauen, was sehen wir dann? Den meisten von uns kommt vermutlich als eines der ersten Bilder das der Megachurches in den Sinn. Von Willow Creek über Saddleback bis hin zur „Hour of Power“ aus der Crystal Cathedral. Diese Kirchen beeindrucken vordergründig aufgrund Ihrer Größe und ihres exzellenten Programms. Schaut man hinter die Kulissen stecken da auch noch viele gute Impulse drin, wir können einiges lernen. Als besonders leicht reproduzierbar haben sich diese Modelle mit ihrer Komm-Struktur aber bisher nicht herausgestellt. Es braucht eine Horde von Spezialisten und enorme Ressourcen, um auch nur annähernd ein solch attraktives Programm und ein solch komplexes System von Kirche auf die Beine zu stellen, und sei es nur mit einigen hundert Menschen. Ich weiß wovon ich rede.

Was beim Blick auf die Kirchenlandschaft in Amerika oft unter geht sind die vielen erfrischenden, einfachen, organischen Gemeinschafen, die es dort eben auch gibt. Wie sie so sind, unsere pragmatischen amerikanischen Freunde: sie machen einfach. Da zieht Kirche schnell mal in die Nachbarschaft (Geh-Struktur) und entfaltet ihre Wirkung mitten im Leben. Dieses Video hier hat mich inspiriert und neu daran erinnert, wie eine Gemeinschaft aussehen kann, die jeder von uns gründen und leiten kann: leicht multiplizierbar, natürlich und authentisch, einfach und organisch wachsend.

Es geht was – Gründung im Aufwind

13 Dez

Das Internet ist schon geil: mit ein paar Klicks lassen sich die breitesten Informationen abfassen. Kürzlich war ich auf der Suche nach Gruppen, die mit Gemeindegründungen am Start sind. Es ist mir schon aufgefallen, dass das in fast allen Verbänden ein wichtiges Thema ist. Die FEGs machens, die ICFs auch, die Vineyards probierens, auch die Baptisten und Methodisten, und die Evangelischen.

beziehungen

Vor 5 Jahren war ich Teil des European Church Planting Networks. Damals hatte Mike Breen verschiedene Verbände eingeladen, um voneinander zu lernen und Gründung strategisch voranzubringen. Ich war in der Osteuropa-Gruppe und da waren schon viel Cowboys am Start. Ob Bulgarien, Ukraine, Weissrussland oder Albanien – einige harte Gründer haben alles gegeben, um an diesen Orten Gemeinde zu pflanzen. Mike Breen gibt auf seiner Wiki-Seite an, dass damals über 1.100 Gemeinden entstanden sind.

ecpn

Und so bin ich voller Erstaunen, was über die letzten 10 Jahre in Europa gewachsen ist. Acts 29 ist aktiv und hat über 500 Gemeinden (ca.30 davon in Europa) gegründet. City-to-City aus New York hat 2012 alleine 45 Gemeinden gegründet (14 in Europa). Christian Associates ist mit 30 Projekten in Europa. Die FEGs haben ihre Vision von 100 Gemeinden in 10 Jahren über die Hälfte erfüllt – und das nur in Deutschland. Fresh Expressions entstehen in den etablierten Kirchen, ICF hat 33 Gemeinden gestartet. Hoffnung Deutschland ist mit 200+ Gemeinden im Lande unterwegs.

Ganz schön viel! Das sind nur die Bewegungen, die ich kenne und halbwegs abschätzen kann. Es gibt bestimmt noch mehr, vor allem auch Independent Gemeinden. In Heidelberg alleine sind in den letzten 10 Jahren 6 Gemeinden gegründet worden (oder in der Mache), die ich kenne (und das sind nie alle). Kann es sein, dass der Geist Gottes gerade ziemlich am Wirken ist, neue Gemeinden zu schaffen?! Und altes neu zu pflanzen?! Und sind da nicht einige Formen dabei, die auch recht neu sind in dem, welche Gruppen sie erreichen und wie sie Kirche denken?! Und das alles in den letzten 10 Jahren!

Rock’n’roll!

Campus Impact

4 Nov

Wir leben in einer Zeit von großen sozialen Veränderungen. Auch wenn wir weniger Demonstrationen haben als vor 40 Jahren, so ändert sich die ganze Grundlogik unsrer Gesellschaft. iPhone, internationale Mobility, coworking – wir sind flexibel, immer on und alles wird durchmischt. Die gute Nachricht: die Gemeinde Jesu marschiert. In den letzten 10 Jahren wurde Gemeindegründung zum globalen Thema. Jeder Verband fährt Aktionen. Manche Netzwerke kümmern sich nur um Gründung. In Europa sind in den letzten 10 Jahren über 1.000 neue Gemeinde entstanden. Ist ja auch kein Wunder: Flexibilität bedeutet häufig keine Verwurzelung. Immer on bedeutet häufig Überforderung. Alles durchmischt bedeutet Sehnsucht nach etwas Stabilem. Die Zeichen stehen gut für Gottes Wahlwerkzeug: die Gemeinde.

Das Ziel

Bisher waren wir in den Gründungen eher zufällig. Wo jemand Lust hatte, legte er los. Wir haben nicht überlegt, wo es am meisten Sinn macht, sondern sind mit der Ausgangslage gegangen. Das wollen wir ändern. Wir wollen an Uni-Städten Gemeinden gründen. Nicht den Weltmetropolen wie Berlin oder München, sondern an den Städten mit 100.000 – 500.000 Einwohnern, die Unis haben. Dort wird die Denkfabrik der Zukunft geformt und junge Menschen sind an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Dort lebendige Gemeinden zu etablieren könnte unser ganzes Land prägen und die Welle der Gründer weiter anschwillen lassen. Von dort gehen Menschen in alle Himmelsrichtung und können das Gründer-Gen weiter verbreiten.

Der Weg

Daher wollen wir in 3 Jahren für diese Städte Gründer finden und Gemeinden gründen. Wir suchen Starter, schicken sie durch ein Assessment, trainieren sie an den notwendigen Stellen und begleiten sie zur Realisierung der Gemeinde. Wir stellen dafür Geld zur Verfügung und wollen sehen, dass das Ganze fliegt. Seit wir vor 4 Wochen diesen Wunsch formuliert haben, gibt es bereits 2 Projekte, die in der Vorarbeit sind.

Die Initiative Campus Impact ist ein Pilotprojekt in strategischer Gemeindegründung in Deutschland und der Schweiz. Sie wird konzipiert und verantwortet von:

roger

Roger Keller ist Bischof im Vineyard-Netzwerk und hat 2 Gemeinden in der Schweiz gegründet. Der ausgebildete Theologe begleitet über 50 Gemeindeleiter und Gründer seit mehreren Jahren und war Teil des European Church Planting Networks. Er ist Pastor der Vineyard Kreuzlingen.

Marlin Watling ist Personalleiter in einem Pharmaunternehmen und war an 2 Gründungen in Deutschland und den USA beteiligt. Er ist Autor des Buchs START- von der Vision zur Umsetzung – und begleitet über 10 Gründungen in Deutschland. Er ist Pastor der Vineyard Heidelberg.marlin

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