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Stuttgart – Woche der Cluster

8 Feb

Letzten Freitag trotz Stuttgarter Verkehrschaos im Cafe Akademie der schönsten Künste. Schöner Name, schöne Gesellschaft. Am Vorbild des European Church Planting Networks haben wir eingeladen, dass wir uns als Cluster-Praktiker treffen und austauschen.

Stuttgart, Würzburg, Zürich und Heidelberg waren am Start. In der angenehmen Runde haben wir über den Übergang zu Cluster geredet. Management an Wachstum und Wirken nach außen sind die Hauptgründe für den Start. Wir haben alle gesagt, wie wichtig Prototypen sind – das ganze Mal greifbar zu machen und von der Leitung vorzuleben. Der Traum hinter Cluster ist eine Geh-Struktur in der Gemeinde und Mobilisierung der Masse in Mission.

Wo stehen wir? Am Anfang. Vieles ist noch Überlegung oder Prototypen-Stadium. Zürich ist am weitesten. Sie gehen das meiste Risiko und die meiste Aktion. Lohnt es sich? Gibt es andere Wege? Sicher. Cluster sind nur ein Weg. Aber mir scheint, dass die Mobilisierung der Massen („Priestertum aller Gläubigen“) so was wie der heilige Gral der Gemeindearbeit ist. Ich habe es hier und da gesehen, öfter mal gehört, aber noch nie im lokalen Kontext dauerhaft erlebt. Wenn Cluster helfen, dort hin zu kommen, dann lohnt es sich und ist ein guter Weg.

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Breakout – Woche der Cluster

28 Jan

Letzten März durfte an der Algarve-Küste von Portugal einem Vortrag von Andrew Williams über Cluster lauschen. Er erzählte beim European Church Planting Network über die Reise seiner Gemeinde in London hin zu Clustern. St. Andrews Chorleywood ist halbwegs bekannt als lebendige, aktive Gemeinde und Andrew erzählte begeistert, wie der Fokus der Gemeinde in den letzten Jahren auf Mission verändert wurde. Ihr Glück war ein Renovierungsprojekt in des Kirchengebäudes, was ihnen 9 Monate verwährte, sich zentral zu treffen. In dieser Zeit entstanden mehrer Hunderte Mid-Sized Communities (MSCs), die sich an 3 Sonntagen im Monat zu eigenen Gottesdiensten trafen. Ein Mal im Monat kam man dann in einer Festhalle irgenwo zusammen. Jetzt liegt ein Buch über diesen Weg vor, gennant Breakout.

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Breakout ist gut zu lesen. Biografie. Lustig geschrieben. Kurzweilig. Etwas viel wert auf spektakuläre Elemente, aber nachvollziehbar. Am Anfang beschreibt einer der Autoren eine Einsicht, die für die Transformation von ihnen wichtig war:

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Um eine Gemeinde bewusst zu führen braucht es neben der Vision (Richtung) auch die richtigen Vehikel (Formen, die die Vision verkörpern). Im Fall von St. Andrews war das der Übergang zu MSCs / Clustern. Genauso wichtig war ihnen, eine gemeinsame Sprache für ihr Unternehmen zu haben (Vocabulary) wie auch gemeinsame Werte für den Zusammenhalt. Cooles Bild. Guter Checkpoint für Leiter, ob man wirklich gemeinsam unterwegs ist und alles in die gleiche Richtung zieht. Wenn einer der Bereiche schwächelt, dann schleppt die Entwicklung in der Gemeinde.

Weiter ist mir beim Lesen aufgefallen, was die St. Andrews richtig gemacht haben:

  • richtige Person angestellt. Am Anfang des Weges haben sie einen Mitarbeiter rekrutiert, der eine Vision für MSCs entwickelt und die Umsetzung vorantreibt. Gute Mitarbeiter mit klarem Fokus sind das A und O.
  • Veränderung gemanaged. Sie haben einen Plan entwickelt, um die Veränderungen zu MSCs zu unterstützen. Durch Predigten, Ankündigungen, Visionsabende, Statistiken, Aufrufe haben sie dem den Weg gebahnt.
  • langen Atem. Sie haben verstanden, dass Veränderung Zeit braucht. Ihr internes Vorgehen geht von 8 Jahren bis zur letztlichen Umsetzung um.
  • Pilotprojekte. Sie starteten mit 2-3 Prototypen, um die Idee greifbar zu machen. Gutes Change Management.

Ingesamt ein gutes Buch. Das beste über Cluster, das ich bisher kenne. Ich hätte mir gewünscht, hier und da die Probleme noch etwas genauer zu beschreiben. Oft ist es etwas kurz erwähnt, dass es Widerstand gab oder jemand ging. Aber in der Summe wirklich hilfreich.

Bericht vom EOS Cafe Gottesdienst

23 Okt

Der Bericht von Thomas ist online, wie der erste Gottesdienst im Cafe Schillers war. 

Ansonsten sind wir gerade bei 2 neuen Gemeinschaften dran und starten seit letztem Dienstag ein Projekt in Mannheim.

Eos im Cafe Schiller am Sonntag

17 Okt

 

Besonderer Leckerbissen für alle Leute nahe Heidelberg: am Sonntag feiert unsere Gemeinschaft EOS ihren ersten Gottesdienst in der Stadt. Im Cafe Schillers – einem Geheimtipp in Heidelberg – um 18.30 Uhr. Nicht nur eine coole Lokation, sondern auch ein besonderer Schritt in Thomas Vision: „Gottes Spuren in der Welt und in Menschen zu erkennen und mitzuhelfen dass Andere ihr volles Potential entfalten“. 

der Weg zu kreativen, missionalen Gemeinschaften – ecpn III

1 Okt

Die Sonne brennt und wir sitzen den ganzen Tag im Workshopraum. Klasse. Heute Mittag ging es hier in Faro weiter mit Modellen für Gemeindegründung. Paul Maconochie kam aus Sheffield, um über deren Erfahrung mit Clustern zu reden. Sie haben sich von einer Mega-Church mit 700 Mitgliedern zu einem Netzwerk von mittelgroßen Gruppen gewandelt, das heute ungefähr 1.500 Leute zieht. Das hat bei denen auch fast 10 Jahre gedauert und brauchte verschieden Anläufe, bis es so gut wie heute lief. Zentral ist dabei die Unterstützung der Leiter durch Schulung und Begleitung. Sie nennen das „low control – high accountability“. Im Prinzip geht es darum, Leute zu coachen und sich regelmäßig mit ihnen zu treffen, um eine gute Entwicklung zu ermöglichen.

In Heidelberg hatten wir letzten Montag unser Treffen zu Gemeinschaften (deutsch für Cluster), wo wir stehen und wo wir hin wollen. Momentan haben wir eine Gemeinschaft seit einem Jahr am Laufen (genannt EOS) und sind gerade dabei, eine zweite zu formen. Wir diskutierten das mit der Gemeinde und sammelten, was wir uns davon versprechen und was wir fürchten. Die Top 3 Chancen sind:
– Die Erkennung und Freisetzung von Gaben, sowie mehr Involvement der Leute
– Mehr Nachfolge bei den Leuten
– Einzelne werden in ihrer Berufung gefördert und geformt
Die Top 3 Gefahren sahen wir als:
– Es bleibt hohe Belastung von einzelnen in der Gemeinschaft (20-80)
– Verselbständigung und Abspaltung in den Gruppen möglich
– Exklusive Gemeinschaften, die sich ums Wohlfühlen kümmern

So ein Übergang muss gut durchdacht und begleitet sein. Wir sind weiter dran, unsere Lektionen in dem Übergang zu lernen. Die Stimmung ist aber positiv und wir erhoffen uns, dass wir ähnlich wie in Sheffield mehr zu missionalem Mindset kommen.

kreative Umordnung beim EOS

12 Dez

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Kaum haben wir die Kirchenbänke aus dem Raum entfernt, zieht die kreative Umordnung ein. Mit Eos war am letzten Sonntag unser alternatives Projekt am Start und hat den ersten öffentlichen Gottesdienst gefeiert. Eos ist griechisch für Morgenröte und ist unser erster Schritt in Richtung Gemeinschaft (Cluster), der neuen Gemeindeform. Seit einigen Monaten hat sich Eos im Wohnzimmer von Thomas und Miriam geformt und die Vision formuliert: die Hände und Füße Jesu zu sein; gemeinsam unterwegs sein und kreative Umordnung zu praktizieren.

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Mit kreativer Umordnung ist gemeint, dass der Gottesdienst bühnenfrei und individueller gestaltet sein soll. Menschen sollen ihren eigenen Zugang finden können, was neuerdings auch unter „alternative worship“ bekannt ist. Simon, Arne, Arnhild und Thomas haben also für Sonntag ein Programm zusammengestellt rund um die Geschichte von Maria. Am Anfang gab es einen Text über die Schwangerschaft Marias und die Auswirkungen auf ihr Leben, ummalt von einer Video-Sequenz von Kairos Media und ein paar Herztönen. Dann hat Chrissie eine Anbetungszeit geleitet und Thomas stellte die Stationen vor:

Vorne links war die Segensstation, wo Simon sass und Leute salbte und für die betete. Daneben war eine Station mit einem Kinderwagen zum Thema Loslassen. Man konnte darüber nachdenken, was es bedeutet, Dinge im Leben loszulassen und das dann auch im Gebet tun. Dann gab es eine Station über Träume, wo Martin Luther King seine berühmte Rede über einen PC immer wieder vortrug und die Leute ihre Träume aufschreiben konnten. Und schließlich gab es das Sofa, von dem aus man einige schöne Bilder betrachten konnte und Zeit hatte zum Staunen. Ich durfte die Beats zusammenstellen, was ich schon lange mal vorhatte. Wer genug hatte konnte einfach gehen, was wir alle irgendwann taten.

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Es war ein richtig schöner erster Abend. Ich finde diese unterschiedlichen Zugänge zu Gott wichtig und auch Raum für unterschiedliche Gottesdienstformen. Es steckt viel Kreativität in Eos und ich bin gespannt, welche Leute sich dort wieder finden. Es war auf jeden Fall ein guter Schritt in Richtung Gemeinschaft und Raum für verschieden Stimmen in unsrer Gemeinde. Wir werden sehen, was sich an nach der ersten Morgenröte noch blicken lässt.

noch weitere Berichte: mannigfach foward sailing

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