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Empfehlungen – Buch und Event

29 Nov

Buch:

Es ist soweit, dass Standardwerk zu missionalem Glauben und Gemeinde erscheint auf Deutsch: Die vergessenen Wege. Die Wiederentdeckung der missionalen Kraft der Kirche ist die Übersetzung von The forgotten ways von Alan Hirsch und das dritte Buch der Novavox-Edition im Neufeld-Verlag.

Wie konnte sich der christliche Glaube in den ersten 300 Jahren nach Jesus so dynamisch zu der Weltreligion entwickeln, die es wurde? Was haben stark wachsende, multiplikative Bewegungen der neueren Zeit mit den ersten Christen gemeinsam? Und was lässt sich aus diesen Beispielen und den biblischen Texten für uns heute ableiten? Wie sieht die DNA und die Praxis von Christen und Gemeinden aus, die Gottes Mission folgen und das Jesus-Gen in ihrem Umfeld zur Wirkung bringen? Spannende Fragen, zu denen Alan Hirsch in diesem Grundlagenwerk fundiert, gründlich und trotzdem praxisorientiert Antworten und Impulse gibt. Für jeden, der grundlegend über Glauben und Gemeinde im 21. Jahrhundert nachdenkt, hat dieses Buch das Potenzial, auf neue bzw. vergessene Wege zu führen.

Wer sich auf diesen Weg einlässt, der kann die Publikation von solchen Büchern fördern indem man das Buch auf den Seiten von Novavox kauft – bzw. vorbestellt, noch ist es nicht erschienen.

Event:

Wo gibt es innovative, inspirierende Gemeinden und Projekte in unserem Land? Wer sich durch Innovation inspirieren und motivieren lassen will oder mitdiskutieren und die Zukunft der Kirche mitgestalten will, für den ist die inno2012 das Event. Die hoch interaktive und partizipatorisch angelegte Veranstaltung findet vom 24.-25. Januar 2012 in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Unter anderem mit dabei sind auch Vineyard und Novavox, sowie ca. 25 andere Co-Veranstalter. Einen solchen Marktplatz der Innovation im kirchlichen Raum gab es wohl bisher nicht in Deutschland, womit der Event selbst schon ein innovatives Ereignis wird. Mehr Infos gibt es hier.

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Wenn ein Video mehr sagt als 1000 Worte

30 Jun

Seit wir mit der Maus im digitalen Dschungel  jagen gehen, sind Worte und Bilder die Fährten für Organisationen. Vor einer Weile bin ich mal auf ein Image-Video einer neuen Gemeindegründung in Heidelberg gestoßen. Er bringt seine Message auf den Punkt und will sie den Leuten vermitteln. Aber! Vielleicht lebe ich nicht auf dem gleichen Planeten wie er – wen versucht er denn damit anzusprechen? In Heidelberg!? Wie ein Freund meinte: „vielleicht zwanghafte Nostalgiker“.

So ein Video sagt schon sehr viel über das Menschenbild. Hier ist ein weiteres einer Gründung in Stuttgart. Andere Stimmung, andere Schwerpunkte. Sie reden von einer „bombastischen Eröffnungsfeier“ – wen versuchen sie damit anzusprechen? Sind das unsere Argumente als Christen an die Welt, dass wir eine bombastische Feier abliefern können?

Anyway. Das hat mich ins Nachdenken über unseren eigenen Clip gebracht. War eigentlich mehr für intern gedacht, aber da wir ihn auf Youtube gestellt haben, gilt für uns das gleiche. Jede Gründung (und bestehende Gemeinde) sollte sich fragen: wen will ich erreichen? Was ist meine Botschaft? Und das gelingt nicht so leicht.

Mir fällt auf, dass die meisten Gemeinden entweder total Insider-Fokussiert sind (wie im ersten Fall). Oder dass sie fast peinlich versuchen, mit der Welt um sich herum zu konkurrieren (wie im zweiten Fall). Die feine Linie zwischen Zielgruppenorientierung und wertvoller Botschaft ist sicher in einem Video schwer abzubilden. Gibt es denn irgendwelche guten Image-Clips von Gemeinden? Oder von Gründungen? Vielleicht sind es die ersten 1.000 Worte, die für Gemeinden am schwierigsten sind.

Start – das Gründerbuch

11 Okt

Abgegeben! 8 Kapitel und 1 Idee sind jetzt beim Verlag: Gemeindegründung ist möglich. In den letzten Monaten war das ein großes Projekt. Wir haben 2008 in Portugal 50 Interviews analysiert, was es in Deutschland braucht, um Gemeinden zu gründen. Daraus ist ein Gründertraining gewachsen mit dem Fokus auf 5 Faktoren, die Gründungen helfen. Es hat am Anfang viel Spass gemacht zum Schreiben, am Ende war es superviel Arbeit.

START wird das ganze heißen und im Frühjahr bei Brockhaus rauskommen. Die Pointe kommt von Peter Wagner: „die Gründung von neuen Gemeinden ist die eine effektivste Methode der Evangelisation in der Welt“. So isses. Und im Buch versuche ich zu zeigen, wie man von der Idee zur Gemeinde kommt.

Für jedes Kapitel feature ich eine Gemeinde und schaue auf den Prozess, wie die entstanden sind. Eine FEG, eine Vineyard, eine Landeskirche, eine ICF und eine Christian-Associate-Gemeinde. Phil Graf kommt im Buch zu Wort und gerade bin ich auf ein kleines Video von ihm gestossen. Ein gutes. Hier ist er:

5 Jahre – warum Gemeinde?

17 Mai

zu unserem 5-Jährigen Jubiläum haben wir ein paar Stimmen und Statements eingefangen, warum Menschen in die Vineyard Heidelberg gehen. War ne tolle Partie. Mehr Bilder und Kommentare kommen. 

Hier, was mir letzte Woche den Schlaf geraubt hat:

Strategie für Gemeinde

19 Feb

Über einen Kaffee kam in letzter Zeit öfter mal die Diskussion über Strategie und wie man sich darin bilden kann. Hier sind meine 2,5 Input-Tipps zum Thema, mit denen man schon mal unterwegs sein kann:

The five essential questions – Peter Drucker
Wenn es nur ein Buch zu Lesen gibt, dann dieses. Peter Drucker war sehr prägend auf dem ganzen Geschäftsdenken. Die letzten Jahrzehnte seines Lebens widmete er Non-Profits. Da kamen diese 5 Fragen raus, die für jede Situation elementar sind. (Beschreibung für Gemeindegründung auf dem Gründerportal)

Good to Great
Jim Collins ist DER Bestseller der letzten 10 Jahre. Gute Konzepte, die man mal durchdenken sollte. Ein Pedant für Gemeinde – breaktout churches

Die letzte Hälfte gehört 3 Büchern:
competitive strategy. Das ist ein Klassiker aus den 80ern. Da stecken Grundelemente drin wie eine Strategie ansetzt.
blue ocean strategy. Ein neuer Bestseller, der davon handelt, wie man neue Felder erschließt und sich dadurch Vorteile verschafft.
platform leadership. Interessantes Buch zum Abwägen wo und wie man Partnern sollte und was kostenlos sein kann und was auf keinen Fall.

Der Übertrag auf Non-Profits braucht etwas Gedankenflexibilität. Die richtige Arbeit ist auch nicht im Lesen oder 2×2-Matrix-Malen, sondern im Durchdenken und Umsetzen.

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