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2 neue Seiten – ein Grund zum Freuen?

4 Mai

Dieser Tag war ich hocherfreut im Netz gesurft. Zwei neue Seiten kommen online, die mir aus dem Herzen sprechen.

Erst vor wenigen Tagen bin ich auf das Bible-Project gestoßen. Dort mal Tim & Co einen Überblick über die Botschaften von einzelnen Büchern der Bibel. Genau mein Fall. Big Picture, grafisch, kurzweilig.  Hier ein Beispiel über die Psalmen.

Und jetzt nicht nur das – einige sind schon dran, ne deutsche Version draus zu machen. Wie schön. Da freue ich mich sehr. Sollte ein guter Beitrag sein.

Noch mehr – dann bin ich auf eine NT Wright Seite gestolpert. Dort werden auf deutsch seine Links, einige Artikel usw zusammengetragen. Was für ein wunderschöner Beitrag und gute Quelle.

Jetzt stelle ich mir die Frage – bin nur ich das? Oder läuft gerade richtig viel an Energie und Innovation? OK, Übersetzung ist jetzt die Spitze der Innovation. Aber es passiert so viel trendiges, vereinfachendes, gut aufgemachtes und neues in unseren Breitengraden. Da bin ich mal glattweg in noch mehr Frühlingsstimmung als eh schon.

Links fürs lange Wochenende

6 Jun

Ein paar freie Tage laden ein, ein bisschen die www-Welt zu beschnuppern. Hier sind ein paar meiner Links, über die ich in den lelzten Tagen gestolpert bin.

Sharehaus – ein Projekt in Kreuzberg, das zum Entdecken und Teilen einlädt. Morgends Co-Working, abends Nachbarschaftscafe. Ab und zu Nachhilfe, dann Müttercafe; öfter mal ein Longtable, wo jeder mitbringt und nimmt. Mit der einfachen Idee gestartet: wie sieht Himmel auf Erden aus? Die Ansätze von Social Upcycling sind beeindruckend – jeden Menschen den grossen Wert und das Potential wiederentdecken lassen, das er schon von Anfang hatte.

Komplementär – Micha und Dorle (u.a. Motoki und Froh) haben sich zu einer Agentur organisert und bieten Installationen, Designs und Beratung für alles Wertvolle an. Sie waren beim letzten Weitwinkel und beeindrucken mich durch ihre herzliche, ehrliche Art und hohen Design-Standards.

Motoki fotografiert – und zwar gut. Das hat er jetzt als Hintergrund für eine neue Serie von Gebets-Impulsen gemacht. Sehr schön und frisch. Da sollte noch mehr kommen in der Zukunft, und schon mal ein Wahnsinnsstart. We love to pray.

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NT Wright online Kurs – mein Lieblingsprofessor hat einen Kurs mit sich filmen lassen. Der Brief an die Galater ist seit 3-4 Wochen online und lädt ein, Theologie von einem der besten Gelehrten unsrer Zeit zu lernen. Das Format ist ansprechend und es kommt wirklich was rüber. Es sind auch viele Videos von NTW auf Youtube und Vimeo. Demnach kann man sich schon vieles davon so reinziehen. Der Kurs bietet eine systematisches Durchdenken, und das ist es allemal wert.

Zum Schluss noch zwei öffentliche Statements zu Jesus. Der britische Premier Cameron sprach über die Rolle von Glauben für die englische Gesellschaft. Und Bono redete über die Wirklichkeit der Auferstehung. Das passiert in deutschen Landen halt nicht so, dass Personen des öffentlichen Lebens mal klar sagen, wo sie stehen.

Go the limits of your longing

23 Mai

Gotothelimitsofyourlonging

Kirche einfach und mitten im Leben. Ein erfrischender Impuls aus – suprise – den USA!

23 Jan

Wenn wir von dieser Seite des großen Teiches auf die Kirche in den USA schauen, was sehen wir dann? Den meisten von uns kommt vermutlich als eines der ersten Bilder das der Megachurches in den Sinn. Von Willow Creek über Saddleback bis hin zur „Hour of Power“ aus der Crystal Cathedral. Diese Kirchen beeindrucken vordergründig aufgrund Ihrer Größe und ihres exzellenten Programms. Schaut man hinter die Kulissen stecken da auch noch viele gute Impulse drin, wir können einiges lernen. Als besonders leicht reproduzierbar haben sich diese Modelle mit ihrer Komm-Struktur aber bisher nicht herausgestellt. Es braucht eine Horde von Spezialisten und enorme Ressourcen, um auch nur annähernd ein solch attraktives Programm und ein solch komplexes System von Kirche auf die Beine zu stellen, und sei es nur mit einigen hundert Menschen. Ich weiß wovon ich rede.

Was beim Blick auf die Kirchenlandschaft in Amerika oft unter geht sind die vielen erfrischenden, einfachen, organischen Gemeinschafen, die es dort eben auch gibt. Wie sie so sind, unsere pragmatischen amerikanischen Freunde: sie machen einfach. Da zieht Kirche schnell mal in die Nachbarschaft (Geh-Struktur) und entfaltet ihre Wirkung mitten im Leben. Dieses Video hier hat mich inspiriert und neu daran erinnert, wie eine Gemeinschaft aussehen kann, die jeder von uns gründen und leiten kann: leicht multiplizierbar, natürlich und authentisch, einfach und organisch wachsend.

Blauer Ozean

23 Okt

Vor fast genau 10 Jahren hat mir ein Freund eine Predigtkassette in die Hand gedrückt und meine Frau und ich habe haben die auf einer Autofahrt durchgehört. Was Dave Schmelzer damals geredet hat war bekannt und neu gleichzeitig. Irgendwie normales Bibelzeug, aber dann mit einem frischen Zungenschlag. Zuhause habe ich mir diesen Dave näher angeschaut und mir viel von seinem Input gezogen. Er hat über die letzten 15 Jahre die Vineyard Boston hochgezogen – in einer sehr liberalen, gebildeten Großstadt im Nordosten der USA. Man könnte fast sagen, in einem europäisch denkenden Umfeld.

Über die Jahre hat Dave seinen Ansatz verfeinert und dem Ding einen Namen gegeben: Blue Ocean Faith. Das Bild vom blauen Ozean kommt aus einem halbwegs bekannten Business Buch. Wenn du dort unterwegs bist, wo alle unterwegs sind, ist es ein tougher Wettbewerb. Ein roter Ozean. Beispiel sind Discounter, Handy-Hersteller und fast alle anderen Märkte. Wenn du aber in ganz neues Gebiet gehast und das machst, was keiner macht, na dann heißt du einen unbevölkerten blauen Ozean. Denk an eine Wii (Motion-Controller) oder Cirque de Soleil (Zirkus meets Musical). „Das Problem der meisten Kirchen ist nicht ein besseres Marketing oder ein professionelleres Event,“ meint Dave Schmelzer. „Es geht um eine Grundhaltung, wie wir mit unserer Umgebung und den Menschen um uns herum umgehen.“

blauer ozean

Mittlerweile hat Dave seine Kirche in Boston an einen Nachfolger gegeben, ist nach LA gezogen und widmet sich ganz dem blauen Ozean. Wir haben ein paar Mal am Telefon gesprochen und ich schaue gerade mit einer Gruppe von Freunden, wie sich der blaue Ozean nach Europa passen lässt. Ab Oktober machen wir eine Reihe von Webinare mit Dave, um seine Ideen (hoffentlich vollständig) zu kapieren. Ich halte die regelmäßigen Siyach-Surfer gerne auf dem Laufenden.

Die Inseln, auf denen ich strande

21 Jun

Vom Verlust, dem Loslassen und der Vergänglichkeit des Lebens. Vom Ende der Träume, der Aussichtslosigkeit und dem Schmerz. Von der Einsamkeit.

Von Gewinn, dem Ruhen in sich selbst und der Welt und von den kleinen Freuden des Lebens. Von Hoffnung, neuen Chancen und Glück. Von erfüllten Beziehungen.

Von Verantwortungsbewusstsein für den Anderen und der Bedeutung eines Gegenübers.

Von Misserfolgen und Erfolgen. Von Trauer und Freude. Von der Sorge und der Zufriedenheit. Vom Verlorensein und der Rettung. Von der Sehnsucht und der Dankbarkeit. Von der Leere und der Erfüllung.

Vom Sinn der Existenz. Vom Leben. Kurz: Vom Stranden auf den Inseln des Lebens.

Davon und noch von einigen weiteren, elementaren Erfahrungen des Lebens erzählt diese geniale Buch auf allegorische Weise. In achtzehn Kapiteln strandet der Leser auf den verschiedensten Inseln: mal klein, mal groß. Mal bewachsen, mal karg. Mal bewohnt, mal unbewohnt. Mal mit Hoffnung, mal in purer Aussichtslosigkeit versunken. Mal mit etwas Sinnvollem zu tun, mal ohne Chance auf Überleben. Das Leben ist eben nicht immer fair.

Lucien Deprijcks Buch „Die Inseln, auf denen ich strande“, erschienen 2012 im Mareverlag, beschreibt auf dramatische, geheimnisvolle, tiefgründige und manchmal absurd komische,  immer aber auf höchst originelle und zutiefst menschliche Art und Weise die schicksalhaften Variationen der existenziellen Erfahrung des Strandens – und letztlich des Lebens. Eine geniale Allegorie des Lebens. Perfekt geeignet als tägliche Lektüre auf einer 18tägigen, reflexiven Reise.

Empfehlungen – Buch und Event

29 Nov

Buch:

Es ist soweit, dass Standardwerk zu missionalem Glauben und Gemeinde erscheint auf Deutsch: Die vergessenen Wege. Die Wiederentdeckung der missionalen Kraft der Kirche ist die Übersetzung von The forgotten ways von Alan Hirsch und das dritte Buch der Novavox-Edition im Neufeld-Verlag.

Wie konnte sich der christliche Glaube in den ersten 300 Jahren nach Jesus so dynamisch zu der Weltreligion entwickeln, die es wurde? Was haben stark wachsende, multiplikative Bewegungen der neueren Zeit mit den ersten Christen gemeinsam? Und was lässt sich aus diesen Beispielen und den biblischen Texten für uns heute ableiten? Wie sieht die DNA und die Praxis von Christen und Gemeinden aus, die Gottes Mission folgen und das Jesus-Gen in ihrem Umfeld zur Wirkung bringen? Spannende Fragen, zu denen Alan Hirsch in diesem Grundlagenwerk fundiert, gründlich und trotzdem praxisorientiert Antworten und Impulse gibt. Für jeden, der grundlegend über Glauben und Gemeinde im 21. Jahrhundert nachdenkt, hat dieses Buch das Potenzial, auf neue bzw. vergessene Wege zu führen.

Wer sich auf diesen Weg einlässt, der kann die Publikation von solchen Büchern fördern indem man das Buch auf den Seiten von Novavox kauft – bzw. vorbestellt, noch ist es nicht erschienen.

Event:

Wo gibt es innovative, inspirierende Gemeinden und Projekte in unserem Land? Wer sich durch Innovation inspirieren und motivieren lassen will oder mitdiskutieren und die Zukunft der Kirche mitgestalten will, für den ist die inno2012 das Event. Die hoch interaktive und partizipatorisch angelegte Veranstaltung findet vom 24.-25. Januar 2012 in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Unter anderem mit dabei sind auch Vineyard und Novavox, sowie ca. 25 andere Co-Veranstalter. Einen solchen Marktplatz der Innovation im kirchlichen Raum gab es wohl bisher nicht in Deutschland, womit der Event selbst schon ein innovatives Ereignis wird. Mehr Infos gibt es hier.

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