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Druckreif – NT Wright Buch geht an den Start

9 Sep

Gestern gab’s ne Email mit einer Überraschung. „Fascinating,“ schrieb er. NT Wright hat geantwortet und seine Freude ausgedrückt. Ich hatte ihm einen Tag vorher mein Buch zugeschickt, das Anfang Oktober rauskommt. Er ist ja eine ziemliche Größe heutzutage, und dazu noch sehr gebildet und hat einen hohen Anspruch. Dass er gleich antwortet und so eine Zusammenfassung von mir noch gut findet – das war cool.

Mit knapp 100 Seiten bin ich jetzt fertig. 50 Bildchen ergeben einen Überblick über die Theologie von NT Wright. Der Titel heißt „The Marriage of Heaven and Earth“ und der Untertitel reimt sich sogar (wie mein Musikerfreund sofort gemerkt hat; und wir wissen: was sich reimt, das ist gut): „A Visual Guide to NT Wright“. Und Dank Motoki und Constanze habe ich ein schickes Cover.

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Das Ganze hat mich jetzt 2 Jahre beschäftigt. Am Anfang wollte ich mir mal einen Überblick über NT Wright verschaffen: was sagt der denn eigentlich? Und wie kann ich es rüberbringen? Dann fiel mir auf, dass viele Leute einfach keinen richtigen Zugang zu ihm finden. Irgendwie ist seine Schreibe zu komplex und braucht viel Aufmerksamkeit. Da kam die Idee, ein Bilderbuch über ihn zu machen.

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Die erste Version war recht lange. Jetzt sind es 50 Bilder und auch weniger Text. Damit sollte es eigentlich funktionieren. Am Anfang gibt es das nur auf Englisch für den Kindle, später noch auf deutsch. Ich habe einen Blog aufgesetzt, um die Geschichte dahinter etwas zu erzählen.

Jetzt sammle ich gerade ein paar Stimmen dazu. Hier ist die von Alan Hirsch und Mike Breen. Andere folgen in den nächsten Tagen.

„This is a very clever and useful introduction into the encyclopedic mind of the most prolific New Testament scholars of our generation. Tom Wright’s thinking is a gift to those of us who seek to further understand the church in mission, discipleship in the way of Jesus, and life in the Kingdom of God. Marlin’s book is a needed distillation of his key ideas. A good read.“
– Alan Hirsch, Author, Thought Leader, Activist, alanhirsch.org

„The Lord Jesus had the amazing ability to make the complex simple-not simplistic but simple -and that meant that all who heard him could learn, remember and share his teaching. In this book Marlin Watling reveals the same facility – received from Jesus himself – to interpret the theological reflection of one of the world’s greatest theologians, NT Wright. Now, Tom Wright’s work can be read and understood by us all. And that is a great gift to every student of theology, Christian minister and interested lay man and woman.“
– Mike Breen, Founder of 3DM Movements

Ich bin gespannt, was das Buch bewegen wird. Mein Ziel ist es, Kopfkino für missionales Leben zu bringen. Ich bin happy, wenn Leute dadurch weniger Konsum-orientiert leben und mehr die Mission Gottes in ihrem Leben zentral halten. Mal gespannt, ob das klappt.

 

Es war einmal… – die Bibel als Geschichte mit Autorität

12 Jul

„Es bringt nichts, den Fakt zu ignorieren, dass die Bibel in Geschichtsform daher kommt,“ so NT Wright. Sie beginnt mit „im Anfang…“ und führt sich mit vielen Zeitworten fort (dann, danach, als die Zeit erfüllt war etc). Geschichte also.

Stellt sich die Frage: wie kann das dann für uns heute eine Wirkung haben? Wir kann eine Geschichte Maßstäbe vorgeben und unser Leben lenken? Genau damit beschäftigt sich NT Wright in Scripture and the Autority of God.

In 16 Erklärbildern gibt es die Zusammenfassung von diesem Werk. Nach Simply Good News, Suprised by Hope (Teil 1,2 und 3), How God became King und Evil and the Justic of God ist das das 5. Buch von NT Wright in dieser Serie. Die Bibel ist die Grundlage für alles – daher ist es um so wichtiger die Grundlage richtig zu haben. Hier sind seine Gedanken:

Und jetzt? – Surprised by Hope Napkin Zusammenfassung

6 Jul

Hier kommt der dritte Teil der Napkin-Zusammenfassung von Surprised by Hope. NT Wrights Mega-Bestseller spricht über die christliche Hoffnung und wie wir sie leben können. In Teil 1 geht es in 9 Bildern um das Leben danach, in Teil 2 in 13 Bildern um die Zukunftssicht der Bibel. Jetzt ist hier die Ableitung: was hießt das Ganze:

Und, fertig sind wir damit noch nicht. NT Wright hat dazu noch einen Video-Kurs gemacht, der praktischerweise auch läuft:

Hier ist noch die Napkin-Zusammenfassung für diesen Video-Kurs. Genug Material, um sich in die Hoffnung reinzudenken und ein kleines Selbststudium zu machen.

Wie sieht die Zukunft aus – Surprised by Hope Napkin Zusammenfassung

10 Mai

Die Zukunft ist so eine Sache – da wird viel spekuliert und wenig gewusst. Die Botschaft der Bibel ist immer auf die Zukunft gemüntzt. Glaube, Hoffnung – das sind alles Blicke ins Morgen. Und wie sieht das aus?

NT Wright spricht in seinem Mega-Seller „Surprised by Hope“ über die Zukunft. Was die Kultur denkt, und was die Bibel vorschlägt. In ein paar knackigen Bildern baue ich auf Teil 1 auf, und zeichen die Bilder aus NT Wrights Buch. (frühere Posts sind: Simply Good News; und How God became King)

9 Bilder erklären Surprised by Hope – Nakin Zusammenfassung

6 Apr

Ostern feiern war herrlich gestern. Morgens um 6 Uhr auf der Neckarwiese ein paar Lieder gesungen (oder versucht, zu singen) und mit Anderen sich zurufen: „Der Herr ist auferstanden“. Ich muss gestehen: für nix anderes würde ich an einem Feiertag um 5.15 Uhr aufstehen. Es ist der größte Tag der Geschichte. Und mein Leben ist wegen diesem Tag ein Anderes!

2008 kam NT Wrights Buch „Surprised by Hope“ raus. Es war ein Mega-Beststeller. Darin stellt er die Frage, wie das Leben nach dem Tod aussieht. Und ist wieder mal der Meinung, dass die meisten Christen Vieles falsch verstehen. Zum Beispiel die Hoffnung. Und mit seiner breiten theologischen Ausbildung und einer guten Dosis Philosophie geht er den Dingen auf den Grund. Was passiert nach dem Tod? Was hat es mit Hölle auf sich? Wie sollen wir daher leben?

Dieses Mal waren es zu viele Bildchen für ein Video. Also habe ich 3 aus dem Buch gemacht. Hier ist der erste Teil. Ganz nach dem Stil von Simply Good News oder How God became King. Viel Spass und Klarheit damit!

Ein paar Minuten für die Theologie einer besseren Welt

13 Nov

Kürzlich bin ich auf Vimeo über ein paar Videos gestolpert, die ich schon lange gesucht hatte. Vimeos neues Video-on-Demand bietet gute Funktionen für Kaufvideos. Damit kommen auch ein paar Dokus und Nischenflicks ins Netz. Und schakalaka, NT Wrights Surprised by Hope war da. Das Buch ist Hammer. Hammer, sag ich!

Und mit den 6 Clips gibt’s die Highlights in je 15-Minuten Happen serviert. Ich habe es mir gezogen und beim Autofahren auf den Weg zu Arbeit reingeyoutubet. Ganz schön inspirierend während so einer Fahrt.

So, und mein deutsch-sparsames Herz hatte deinen einen kleinen Beiss-die-Tischkante-Moment. Natürlicht! Ist! Das! Ganze! Auf! Youtube! Kostenlos, sozusagen. Die ganze 6-er-Reihe vom Herrn Wright. Schön stream-fertig serviert. Und da ich nicht so bin, teile ich das gerne mit den Blog-Lesern hier. Soll sich ja auch gelohnt haben, hier vorbeizusurfen.

Ich erkläre nochmal kurz meine Hammer-Einschätzung. Ich finde die Formulierung bei NT Wright wunderschön und treffend. Er drückt vieles von dem aus, was ich gefühlt, geahnt und intuitiv gedacht hat. Hoffnung in der Welt. Statt Flucht von der Welt. Alle missionalen Denker können sich hier ne Scheibe abschneiden. Denn eine gute Denkbasis für die eigene Arbeti ist auf jeden Fall was wert. Und hier ist NT Wright ein guter Wegbereiter und Formulierer für alle Träumer von besseren Städten in Europa.

Also, viel Spass damit!

Ein Spaziergang mit NT Wright – Teil 5

12 Mai

Auch der schönste Spaziergang neigt sich dem Ende. Nach ein paar Kilometern Reich Gottes, Heiliger Geist, Schönheit, Gerechtigkeit kommen wir jetzt nah ans zuhause: Europa! Was hat der liebe Prof Wright dazu zu sagen?

Europa heute

Was ist Ihre Vision, wie Laien das Reich Gottes ausleben?

In der anglikanischen Kirche sind in den letzten 40 Jahren die Kandidaten fürs Priestertum rapide zurückgegangen. Aber gleichzeitig gibt es sehr viel mehr offizielle Laien in Diensten wie Heilung, pastorale Fürsorge, Ehevorbereitung und Jugenddienst usw. In Durham, wo ich einige Jahre war, haben wir uns sehr darüber gefreut. Das hat den Priestern erlaubt, sich um das Wort und die Sakramente zu kümmern. Wir hatten ein Programm, um Laien zu trainieren, damit sie Leitung mit übernehmen konnten. Wenn es an einem Ort Gläubige gibt, dann wird der Heilige Geist das in die Gemeinschaft hinein legen, was er sehen will. Unsere Aufgabe ist, das zu sehen, zu bestätigen und zu unterstützen.

Haben Sie Hoffnung für die Kirche in Europa?

(lacht). Ganz Europa? Da weiß ich zu wenig. Ich reise hier nicht so viel und  wenn, dann sehe ich eine große Bandbreite. Von großen Kirchen in Frankreich, in die 2-3 Leute zum Gottesdienst gehen. Und dann gibt es sehr lebendige Kirchen.

Ich bin immer hoffnungsvoll. Denn alles, was ich über Gott weiß ist, dass er neue Dinge macht. Vor allem wenn die Leute ihn gerade abgeschrieben haben. Daher ist der schrille Säkularismus, den wir gerade hier in England haben, vielleicht das Vorspiel zu etwas Neuem, das Gott schenkt. Und die Vineyard ist ein Beispiel davon, wie es viel Hoffnung gibt. In Durham waren es die Freikirchen und die Katholiken, die sehr unterstützend waren und dabei waren, als wie neue Bibelkreise starten wollten. Daher gibt es viele Zeichen von Leben. Gott hat Europa noch nicht aufgegeben.

Was erhoffen Sie sich in ihrer Lebzeit in der Kirche?

Natürlich erhoffen wir uns alle, dass große Mengen von Menschen zu Jesus und ernsthaftem Glauben kommen. Einem frischen und relevanten Glauben, der die Welt von Morgen prägt. Nicht dem verwaschenen Glauben und der Stimmung von gestern. Sondern hin zu einer Begeisterung über das, was wirklich in der Bibel steht. Was mich wirklich stresst – hier in St. Andrews sind fast alle graduierten Studenten, die in der Bibel forschen, aus Nordamerika. Wir schaffen es nicht in England und Europa junge Leute so scharf auf die Bibel zu machen, dass sie es gerne studieren und erforschen wollen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Vielleicht betonen die jungen, freieren Kirchen nicht so sehr die tiefe, genaue Auslegung der Bibel wie das früher der Fall war.

Zum Schluss: Was wäre Ihr Ratschlag für einen jungen Pastor in Europa?

Ich bin da sehr traditionell. Ich denke, Pastoren müssen hauptsächlich das machen, was Dietrich Bonhoeffer gesagt hat: „ihre Bibel besser und besser und besser zu kennen“ – nicht unbedingt die neuste Forschung, aber vor allem Zeit mit dem Text selbst zu verbringen. Zeit im Studium, Zeit im Gebet für ihr Umfeld und die Welt.  Und dann einfach in die Welt gehen und Menschen lieben. Bibel, Gebet und Liebe für Menschen – darum geht es. Und das schließt ein, die lokale Kultur zu verstehen. Menschen denken, sie kennen sie. Aber die Welt ändert sich rasant. Da gibt es verschieden Wege. Aber die Pastoren müssen die Welt verstehen, um das Evangelium darin zu verkörpern und die Sprache zu sprechen, damit sie klar und ehrlich sein können. Karl Barth sagte – die Bibel in einer Hand und die Zeitung in der anderen. Und mit viel Gebet und Liebe zwischen den zwei Händen

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