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Das Café – Missional Münster

25 Apr

Alle reden über das Wetter – wir nicht. Aus den verschiedensten, unterschiedlichsten, nahen und entfernten, entlegenen Ecken Deutschlands (und der Schweiz) kamen heute 35 Leute im Enchilada im Münster zusammen, um am World Cafe mit Alan Hirsch über die missionale Gegenwart in Deutschland zu reden. Eingeladen waren nur Praktiker und Leiter und wir legten heute mit drei Runden an fragen los:
– Was bewegt euch? Warum seid ihr hier?
– Wie sieht der „missionale-inkarnatorische“ Impuls in Deutschland aus?
– Wie kommen Leute in unserem Kontext zum Glauben?

Der Morgen war mi der ersten Frage etwas abtastend. Wir haben uns an den Tischen in 4-er Gruppen zunächst vorgestellt und erklärt, was uns moment so beschäftigt. Nach 20 Minuten wurden die Teilnehmer an den Tischen neu gemischt und die Frage wiederholt.

In der zweiten Runde kamen dann schon konkretere Themen raus, die mehrere Leute beschätftigen. Wie können wir in unsere Städte wirken? Wie leben wir Beziehungen: strategisch oder absichtslos? Wie findet Leitung und Organisation statt. Alan teilt mit uns das BELLS Modell und den Übergang von Werten zu Verhalten. Wirklich gut.

Nach einem grandiosen mexikanischen Mittagessen diskutierten wir unsere Fragen, wie Menschen zum Glauben kommen. Beziehungen sind wirchtig, die Reise, die Botschaft, die Nöte der Menschen. Wieder ganz unterschiedliche Erfahrungen und Ansätze. Allen ist aber klar, dass das typische verdammnis-Erlösungs-Dings nicht mehr passt.

Es ist echt schwierig, die Erkenntnisse und Stimmung auf einem Blog zusammenzufassen. Die Diskussionen miteinander sind sehr bereichernd. Viele Leute kennen zu lernen, die in ähnlichen Situationen stecken und mit öhnlichen Fragen ringen ist goldwert. Ich bin echt glücklich über diese Möglichkeit, den Weg zu Teilen und andere kennen zu lernen. Letztlich wirkt das World Cafe durch die Fragen, die zu Tage kommen. Wie Diana Whitney sagt:

„Menschen und Organisationen entwickeln sich in Richtung der Fragen, die sie kontinuierlich stellen“.

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World Cafe Wuppertal

30 Nov

Simon steht gerade in der Döneria in Wuppertal und gönnt sich einen türkischen Tagesabschluss. Wuppertal?! Ist schon lang her, dass ich das letzte Mal in Wuppertal war? Eigentlich noch nie. Vom Hören kannte ich bisher auch nur das World Cafe – die angeblich beste Methode, kollektive Intelligenz sichtbar und nutzbar zu machen. Jetzt vor der Döneria hat sich alles geändert: ich kenne Wuppertal und Word Cafe, aber der Reihe nach…

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Beim World Cafe werden Interessierte in einen Prozess von Gesprächen und Austausche geführt, der zu gemeinsamer Erkenntnis und der Gestaltung der Zukunft führen soll. Wir kamen also heute in den Raum eines Schlosses (1 Stunde zu spät dank AB-Kreuz Köln), wo ca. 15 Personen an 4 kleinen Tischen saßen. Es wurde die Frage gestellt: was ist Zeit? Dann haben wir alle an unseren kleinen Tischen unsere Philosophichen zu dem Thema erzählt und dabei auf den Tisch gekrizelt. Nach 20 Minuten mussten alle Tische wechseln außer einer Person, die als Gastgeber zurück blieb. In der neuen Runde am neuen Tisch redete man weiter über die Frage und griff ein paar Gedanken von vorher auf. Wieder nach 20 Minuten war fertig und wir tauschten in der großen Runde aus, was unsere Fragen und Erkenntnisse waren.

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So ging das dann ein paar Runde mit anderen Fragen rund um Zeit und schnell war diese dann auch rum. Durch die offene, gemütliche Atmosphäre des Cafes findet ein interessanter Austausch statt. Es geht nicht darum, Lösungen oder Definitionen zu finden. Vielmehr soll man den Fragen nachgehen, die zu einem bestimmten Thema kommen. Häufig bringt eine klare Frage die Energie und Veränderung, die wir im Leben brauchen. Oder wie heute Abend gesagt wurde: „Die Fragen, in denen wir leben, bringen Veränderung und Innovation“. So kommt man aus einem World Cafe nicht mit einer fertigen Ausarbeitung raus, sondern mit Fragen und Erkenntnissen für seinen eigenen Weg.

Mit dem World Cafe gibt es einen Prozess, der eine Gruppe in tiefere Fragen und Erkenntnis einführt. Ich mag den Aspekt des gemeinsamen Auf-dem-Weg-seins und kann mir vorstellen, dass es breite Einsetzung finden kann. Voraussetzung ist, dass man keine Angst vor Fragen hat und die nötige Zeit mitbringt, diese zu erforschen. Ich bin schon gespannt, das in der Gemeinde und auf einem Netzwerktreffen einzusetzen.

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Jetzt ist Simon durch mit seinem Döner. Zeit, Wuppertal zu verlassen.

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