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3 Sahnetage in Karlsruhe – Weitwinkel

18 Aug

Ende Juli öffnete Mark die Türen seines Haus Betanien am Karlsruher Stadtrand für 3 Tage voller Ungewissheit. Es waren neue Leute, ein neues Format, ein neues Ziel. Wie sollte das werden? Vor meinem inneren Auge war kein Kino am Laufen. Nur die Hoffnung, dass sich hier ein paar Wege kreuzen und vielleicht ein Funke für etwas Neues entsteht. Und so fuhr ich mit einem Gefühl wie beim WM-Auftakt gegen Portugal am Freitagmittag nach Karlsruhe. Hoffungsvoll und angespannt, ob sich ein Sahnetag ergibt oder nicht. Das Ende sollte superhappy werden. Es fühlte sich an wie ein 5-0. müller 1-0 – Breite – Mit Weitwinkel wollten wir deutsche missionale Macher zusammen bringen. Leute mit Leidenschaft für ihren Ort und mit einer Sehnsucht für Veränderung. Als Novavox und Mosaik Heidelberg haben wir eingeladen, und wollten sowohl breite Gedanken hören, als auch Geschichten von Veränderung und neue Wege sehen. Martin Robinson war unser Hauptredner mit 4 Sessions über Evangelium und Kultur. Er sprach überzeugend über die Herausforderung in unserem Zeitalter (Individualismus) und wie Kirche häufig ahnungslos daneben steht. Dabei ist Gemeinschaft und das Lösen von Fragen in unsere Nachbarschaft der Weg für uns heute. Kristian Reschke sprach über Gottes Stimme hören, Roger über Family on Mission, und Eddy über Vorwärtscheitern. Dazu kam Dave Schmelzer über Video. Sein Input zu „Glaube als Reise“ war Weltklasse und bewegte uns sehr. 2-0 – Leute – zwar waren wir mit 50 Personen an der unteren Grenze der Erwartungen. Aber die Teilnehmer hatten es in sich. Jeder hatte was beizutragen. Die Connection untereinander waren Hammer. Mit langen Pausen und viel Begegnungen war das Gespräch neben den Sessions fast noch wichtiger als das Thema selbst. Dazu hatten wir auch 10 Personen besonders gebeten, ihre Geschichte zu erzählen. Als Pecha Kuchas haben sie von Firmengründung und Familientreffen erzählt, von Gemeinde und Gottes Führung. Es hatte so ein Feeling von permanenten High-5 Klatschen, das Weitwinkel wirklich ungewöhnlich machte. steffenglimpse markus 3- 0 – Raum – Mark führte die Feder im Programmdesign. Trotz 10 Hauptsessions, 12 Veränderungsgeschichten, Kunst und Worship, hatten wir mächtig viel Zeit. Jeder kennt die Konferenz mit dem „Grand Theory“ Ansatz. Alle sitzen für Stunden in der Reihe, hören sich den Redner an und versuchen dann den neuen Input umzusetzen. Wir setzten auf Kürze (15 Minuten Hauptinputs) und Breite (Missional, Spiritualität und Kultur). Und das ging auf wie Philip Lahm hinten rechts. Abends wurde der Flammkuchenofen im Garten angeheizt, Alex öffnete eine Wein Bar und stellt 6 rote und 6 weiße Weine vor, und jeden Abend gab es ein Konzert. Viel Platz. Weiter Blick. Was für die Seele. Wunderbar! konzert weinbar flammkuchen 4-0 – Schönheit – Weitwinkel sollte nicht nur Theorie sein, sondern ein Modell von unseren Idealen. Und Genuss und Bewunderung spielt da eine große Rolle. Der Meditationsraum von Micha und die Impuls von Mark (unterlegt von einem Sigur Ros Song) waren ein Beispiel von einer dieser Einladungen zur Schönheit. Wortkunst von Ruth und Mark waren es auch. Genauso wie die Deko, und das Arrangement zum Essen. raum session micha   5-0 Wahrheit – als wir Anfang Juni Thomas Müller zum dritten Tor gegen Portugal feierten, waren wir über die Massen froh und fast schon peinlich glücklich. Mit dem 4-0 war es auch gut. Weitwinkel war für mich noch ein Stück mehr. Nicht nur gab es diese klasse Momente und dieses über-den-Erwartungen-liegen vom ganzen Flow. Es war eine Connection zu spüren, die was in Bewegung gebracht hat. Als ich am Sonntag nach Hause fuhr, hatte ich das Gefühl wie zwei Wochen in einem neuen Land gewesen zu sein. Es ist was passiert. Und das war wahr! Irgendwie haben sich da Wege gekreuzt und in diesem Kreuzen hat mein Herz in mir gebrannt. Ich kann noch nicht alles in Wort fassen, aber ich habe etwas Neues gesehen. Und das hat mich auf eine Reise eingeladen, die ich gerne antreten will. Wer mit diesen Leuten unterwegs ist, kann am Ende vielleicht was ganz Großes erleben. So ein 5-0 zum Auftakt ist mal eine gute Ansage zum Anfang. Schauen wir, was kommt! mark roger

Empfehlungen – Buch und Event

29 Nov

Buch:

Es ist soweit, dass Standardwerk zu missionalem Glauben und Gemeinde erscheint auf Deutsch: Die vergessenen Wege. Die Wiederentdeckung der missionalen Kraft der Kirche ist die Übersetzung von The forgotten ways von Alan Hirsch und das dritte Buch der Novavox-Edition im Neufeld-Verlag.

Wie konnte sich der christliche Glaube in den ersten 300 Jahren nach Jesus so dynamisch zu der Weltreligion entwickeln, die es wurde? Was haben stark wachsende, multiplikative Bewegungen der neueren Zeit mit den ersten Christen gemeinsam? Und was lässt sich aus diesen Beispielen und den biblischen Texten für uns heute ableiten? Wie sieht die DNA und die Praxis von Christen und Gemeinden aus, die Gottes Mission folgen und das Jesus-Gen in ihrem Umfeld zur Wirkung bringen? Spannende Fragen, zu denen Alan Hirsch in diesem Grundlagenwerk fundiert, gründlich und trotzdem praxisorientiert Antworten und Impulse gibt. Für jeden, der grundlegend über Glauben und Gemeinde im 21. Jahrhundert nachdenkt, hat dieses Buch das Potenzial, auf neue bzw. vergessene Wege zu führen.

Wer sich auf diesen Weg einlässt, der kann die Publikation von solchen Büchern fördern indem man das Buch auf den Seiten von Novavox kauft – bzw. vorbestellt, noch ist es nicht erschienen.

Event:

Wo gibt es innovative, inspirierende Gemeinden und Projekte in unserem Land? Wer sich durch Innovation inspirieren und motivieren lassen will oder mitdiskutieren und die Zukunft der Kirche mitgestalten will, für den ist die inno2012 das Event. Die hoch interaktive und partizipatorisch angelegte Veranstaltung findet vom 24.-25. Januar 2012 in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Unter anderem mit dabei sind auch Vineyard und Novavox, sowie ca. 25 andere Co-Veranstalter. Einen solchen Marktplatz der Innovation im kirchlichen Raum gab es wohl bisher nicht in Deutschland, womit der Event selbst schon ein innovatives Ereignis wird. Mehr Infos gibt es hier.

psalm 2009

26 Okt

ps09

Anfang November, über dem Schloss in Heidelberg. Psalm 2009 startet – unser Konferenz zur Vernetzung und Inspiration deutscher Anbetungsleiter dienen. Das ist ein Schritt auf einem längeren Weg, mit dem wir die deutsche Anbetungslandschaft beleben wollen. Gestaltet wird das Ganze von der Task Force für Anbetung in Vineyard DACH (wir nennen uns vineyardmusic 2.0) und unsere Vision ist, dass in den nächsten Jahren ein richtiger Boom in der Anbetungswelt einsetzt mit kreativen Formen, neuen Liedern, inspirierenden Persönlichkeiten, ganzheitlichem Lebensstil, natürlicher Barmherzigkeit und einer inspirierten jungen Generation von Jesusnachfolgern.

Das Treffen im November ist dafür der Startschuss. Ich freue mich schon besonders auf die Workshops. Wer dabei sein will – anmelden unter www.psalm2009.de

Mundtot – Ein Reisebericht von Mark Reichmann

Mark Reichmann war früher Co-Pastor und Lobpreisleiter in einer großen Freikirche. 2001 gründete er in Karlsruhe die Kubik – Gemeinschaft und experimentiert seitdem mit interaktiven und multimedialen Anbetungsformen. Seit 2007 leitet er die Non-Profit Organisation „mateno“ die missionale Projekte in Deutschland initiiert und unterstützt. Darüberhinaus baut er in Karlsruhe eine Kommunität auf und beschäftigt sich, inspiriert vom Mönchtum, mit der Idee eines alltäglichen geistlichen Rhythmus fernab des Sonntag – Gottesdienstes.
In seinem Workshop erzählt er anhand seiner persönlichen Reise, von den Grenzen moderner Lobpreismusik, den Chancen neuer Anbetungsformen und den vergessenen spirituellen Schätzen der Kirchenväter.

Comics, Kunst und Liturgie – 2 Reiseberichte – Paul Dallimore / Benjamin Thomas

Illustrator, Karikaturist, Graphiker, Kreativtätsmotivator Paul Dallimore teilt seinen Weg von Australien über Mannheim nach London. Als Comiczeichner für eine große britische Zeitschrift beschäftigt er sich ausführlich mit Kunst. Seine Gedanken kreisen um die Rolle von Kunst in Kirche.
Ben Thomas teilt seine Geschichte von den Aufnahme der Freddy-Der-Esel-Kassetten, über eine kleine Gemeinde auf dem bayrischen Land, die charismatischen Höhen der 90er hin zu einer postmodernen Vineyard in Atlanta mit einem starken Fokus auf Liturgie und Kirchengeschichte.

Anbetungsteams führen – Marc James

Marc James erläutert den Umgang mit einer Band, wie man die musikalische Qualität einer Gruppe hebt und welche besonderen Herausforderungen es für Gemeindebands gibt. Ein praktischer Workshops mit vielen hilfreichen Tipps und Konzepten.

Theater – Sarah Laubvogel-Dallimore

Hast Du Lust, in der Welt des Theaters zu schnuppern? Dann komm zum Theaterworkshop, besser gesagt Playshop, denn wir wollen spielerisch entdecken wie es sich anfühlt, in andere Rollen zu schlüpfen, konträre Emotionen auszudrücken oder verrückte Situationen zu spielen. Phantasie, Spass, Improvisation…

Songwriting Cafe – Bene Müller, Markus Kosewähr

Bene Müller und Markus Kosewähr laden zum «Songwriters Coffee» ein. Du hast bereits einen Song oder Teile davon geschrieben und möchtest darin einen Schritt weiterkommen. Wir tauschen Songideen aus und unterstützen uns beim Schreiben von neuen Songs. Nicht nur werden damit Techniken des Songwritings vermittelt, sondern Teilnehmer bekommen auch die Chance, ihre Werke vorstellen. Bitte ausgedruckte Liederblätter mitbringen, um vor Ort auszuteilen.

Dienst am Nächsten – Murat Yulafci und Patricia Fischer

Glaube zeigt sich in der Aktion. An jedem Event wollen wir praktisch nach außen wirken und dienen. Dazu bieten wir verschiedene Möglichkeiten, Glaube an öffentlichen Orten weiterzugeben, oder bedürftigen Menschen praktisch zu dienen.

SAIKU – ein kreatives Experiment – Motoki Tonn

Gott beruft nicht ohne Gaben und Gott schenkt nicht Gaben ohne zu berufen. In diesem Sinne haben wir uns auf die Reise mit unseren kreativen Gaben begeben und versuchen, die Menschen um uns auf unbelegten Frequenzen zu erreichen. SAIKU e.V. ist eine junge, kreative Gemeinschaft, die immer wieder neue (und alte) Wege ergründet, um Erfahrungen mit Jesus Christus zu ermöglichen. Hierzu nutzen wir unsere geschenkten (kreativen) Gaben und teilen – in tiefer Dankbarkeit – durch Musik, Film, Gemeinschaft, Gebet, Diskussion …. unsere Fragen an das Leben.

The Verra Cruz Story – Marc James

Eine britische Band, die so konsequent Brit Rock und US-amerikanische Folk- und Bluesrock-Elemente miteinander verbindet, findet man selten. Verra Cruz, das ist geballte Spielfreude mit einer ehrlichen und überzeugenden Bühnenshow. Als Support der US-Superstars „Switchfoot“ und bei Auftritten mit den „Newsboys“ und „Delirious?“ erspielten sich die 3 Briten schon eine treue Fangemeinde in Deutschland.

Prophetische Anbetung freisetzen – Kristian Reschke

In der Anbetung suchen wir nicht nur gute Musik und wahre Worte, sondern vor allem das Wirken Gottes. Um diesem Raum zu geben, spielt Prophetie eine wesentliche Rolle. Kristian Reschke aus der Vineyard Haustreffen Hamburg erklärt seinen Weg in der prophetischen Anbetung und zeigt, wie Teilnehmer in der prophetischen Anbetung wachsen können.

Songwriting – Cris Cosmo / Flavian Graber

Cris Cosmo ist seit einigen Jahren national und international mit deutschem Latino-Reggae unterwegs. Früher war er Straßenmusiker und einer seiner Songs bereits für den Echo nominiert. Auf der Bühne ist der Mann solo und mit großer Band die pure Energie und seine Texte haben Tiefgang. Flavian Graber aus der Vineyard Liestal schreibt Melodien fürs knisternde Wohnzimmer. Hoffende Worte, die das Ohr weinen lassen. Mit Geschichten aus dem Leben, die echt, zerbrochen und doch voller Vertrauen singen, erzählt der 24-jährige von seinen vielen Reisen – und dann doch wieder von der Begegnung mit dem Obdachlosen von gestern. Zusammen präsentieren Cris und Flavian Songwriting in einer frischen Art und fordern Anbeter heraus, frische und echte Klänge zu entwickeln.

Stadtführung – Steffi Linner

Heidelberg hat mehr zu bieten als nur das schöne Schloss. Wir laden alle Teilnehmer zu einem Schlendergang durch die Altstadt ein, vorbei an einigen sehenswerten Locations und Ausblicken.

novavox in Karlsruhe

12 Okt

Die letzten 3 Tage in Karlsruhe liefen echt gut. Unter dem Thema „Jesus neu entdecken“ sprachen Alan Hirsch, Phil Graf, ein paar andere und ich über notwendige Änderungen in unserem Ansatz, Kirche zu leben. Alan wies stark darauf hin, dass wir unsere aktuellen Praktiken und Ansätze ändern müssen. Wenn wir alles so machen wie bisher, bekommen wir, was wir bisher haben – war einer seiner Thesen.

Viele Freunde waren auf den 2 Konferenztagen. Das macht das Event dieses Jahr besonders. Wie schon zwei Mal letztes Jahr kamen Leute zusammen, die was ändern wollen und mittlerweile lernen wir uns besser kennen. Es ist immer gut, mit anderen unterwegs zu sein.

Flavian hat toll Anbetung geleitet. Sehr einfach, sehr von Herzen. Gefiel mir gut. Sein Song „Großer Gott“ fand ich besonders gut.

Am Sonntag hatten wir dann noch die Chance, im kleinen Rahmen mit Alan im CVJM abzuhängen. Wir diskutierten etwas weiter über die Gedanken. Das war noch interaktiver und damit reicher. Ich war nicht den ganzen Tag da, merkte aber eine zunehmende Anzahl von Buzzwords. Mein Versuch an dem Wochenende war, neben der Strategie und Struktur von Alan auch die Spiritualität entsprechend zu betonen. Ohne Gunst von Gott geht leider nichts. Ich bin gespannt, wo das Fragen und Diskutieren uns hinführt…

mehr Bilder im Flickr – Set von Ro -> http://www.flickr.com/photos/rogierbos/sets/72157622564226778/

novavox – die Stimme des Neuen

9 Nov

Ein Mann über 60 ist gewöhnlich nicht der größte Fan von Veränderung, aber für Floyd McClung scheint das noch immer die Freude seines Lebens zu sein. Mit 2 Metern ist Floyd beeindruckend, über Fragen denkt er erst mal 10 Sekunden nach und er erzählt noch immer gute Witze zu Beginn jeder Session hier bei der Novavox-Konferenz in Whoopathal. Er redet über simple church und Mission. Er ist optimistisch über die Fähigkeiten der Menschen. Er wirkt wie jemand, der die Essenz der Dinge erkannt hat. Weise eben.

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Diese 2 Tage ergaben im Prinzip nichts Neues. Centered Set hatten wir schon gehört, flache Hierarchien auch, und Leitung als Funktion auch. Dennoch hat das bei Floyd eine innere Stimmigkeit. Alle Themen organisieren sich bei um Mission und wie wir das Reich Gottes in die Welt tragen können. Sein Werdegang inspiriert mich und ich bin beeindruckt, wie schnell er Namen lernt und diese benutzt. Es ist eine tolle Zeit, andere Leiter aus Deuschland zu treffen und zu hören, was in Hannover, Amsterdam, Würzburg oder Essen abgeht.

motoki

Gestern waren wir Pizzaessen mit Floyd und einigen anderen. Wir haben ihn gefragt: „Floyd, was siehst du in der christlichen Kultur in Deutschland?“ Darauf meinte er: „in den letzen Wochen war ich mit einigen Pastoren in Deutschland unterwegs. Jeder einzelne von ihn sagte mir, wie er unzufrieden ist, dass seine Kirche sein Umfeld nicht erreicht. Jeder einzelne war frustriert. Das ist gut. Das ist sehr gut.“

Gott ist gut gelaunt – 4. Tag bei natürlichübernatürlich in Speyer

3 Okt

Alle Autorität im Himmel und auf Erden ist mir gegeben – das ist der Tenor des letzten Tages hier in Speyer (Tag 1,2,3). TheBill redet über Adam, der die Schlüssel der Herrschaft über die Erde verloren hat, und Jesus, der sie wieder geholt hat, und dann über uns, die wir diese Schlüssel nehmen sollen, um den Planeten Erde vor Gott zu verwalten. Gute Reich-Gottes-Aussagen heute Morgen. Ich bin echt froh über diesen Fokus – mehr als nur Vergebung von persönlichen Vergehen; sondern ein Verständnis, dass die Gute Botschaft im Anbrechen von Gottes Reich besteht.

Gestern Abend hat Bill schon über ein Wahrnehmen von Gottes Güte geredet: Gott ist gut gelaunt! Es stimmt, dass viele Menschen Probleme haben, Gott als gut zu sehen. Wir haben auch diese Tendenz, uns auf die Probleme und das Nicht-Gute zu konzentrieren. Bill: wenn wir für Kranke beten, ein paar werden geheilt, andere nicht; viele konzentrieren sich auf das, was nicht geheilt wurde und fragen warum. Er meint weiter: es gibt so viele Probleme in der Welt und wenn ich mich darauf konzentriere, hat es Gott mit seiner Gegenwart schwer bei mir; ich will mich lieber auf Gottes Gegenwart konzentrieren als auf das was nicht läuft.

Prinzip vs. Presence – 3. Tag bei natürlichübernatürlich in Speyer

2 Okt

TheBill ist wieder auf der Bühne und redet über unmögliches Zeug. Heute habe ich fast alles verpasst: musste arbeiten, war müde und Kinder krank. Habe nur gehört, dass TheBill heute morgen richtig gut war. Mittags hat Alan Scott über das Leben seiner Gemeinde in Nordirland erzählt. Ihr Schwerpunkt ist, das Reich Gottes außerhalb der Kirche zu leben. Sie hatten lange für kranke gebetet, aber es passierte nichts; dann sind sie auf die Straßen gegangen und haben dort für Leute gebetet und viele sind geheilt worden. Als Story haben sie dann gleich erzählt, wie sie jemand in der Mittagspause in Speyer am Kebab-Laden getroffen haben und für sie gebetet haben. Good stuff! (nicht der Döner)

Heute Abend gab es dann wieder Worship mit Kathryn Scott. Ganz gut. Nach 3-4 Liedern fällt es mir aber schwerer, drin zu bleiben. Werde ich älter? Habe ich schon zu viele Worship-Zeiten erlebt? Irgendwie geht mir auch ein Gespräch mit Micha von gestern durch den Kopf. Warum hört sich die Anbetungs-Mucke alle so ähnlich an? Wo ist das frische Element? Sollten wir nicht ein neues Lied singen? Dann habe ich heute Morgen mit Martin D über die Psalmen geredet und wie sie sich von unseren Worship-Liedern unterscheiden. Die Psalmen sind voller Emotionen, Drang, Kampf, Schönheit und Kanten. Brauchen wir nicht neue Wörter? Ich freue mich schon auf die Volxpsalmen!

Auf jeden Fall: The Bill ist immer noch auf der Bühne. Hier ist ein Soundbite von heute, das mir aus dem Herzen spricht:

Es ist leichter, aus Prinzipen zu leben als aus der Gegenwart. Wenn du einen christlichen Bestseller schreiben willst, dann formuliere Prinzipien, die die Leute auswendig lernen können. Jesus hat jeden geheilt, der für Heilung zu ihm kam. Er gab dabei keine Prinzipien: leg deine Hand hier hin und sage das etc. Jesus tat, was er den Vater tun sah. Er lebt aus der Gegenwart Gottes.

[Update] – Bill spricht Enttäuschung an. Nach dem Tod von Johannes dem Täufer ging Jesus sofort alleine ins Gebet. Nimm deine Enttäuschungen direkt zu Gott. „Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz“ (Sprüche 13,12). Nach dem Gebet kam Jesus zurück zu den Menschen und jeder, der seinen Mantel berührte, wurde geheilt. Autorität kommt nach dieser Auseinandersetzung mit Gott. Bill fragt, wer Enttäuschungen mit sich trägt und fast alle heben die Hand. Wow! So viele enttäuschte Menschen, wahrscheinlich auch viele davon in der Gemeinde enttäuscht. Gutes Wort von Bill und gute Gebetszeit jetzt.

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