Teste dich – die 5 Beiträge zur Revolution

22 Jul

Sodele, über die letzten Wochen haben Andreas und ich an einem Test gefeilt. Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich ein högscht gutes Gut – und so haben wir unsre Hirner zusammengestellt und konzipiert.

Die Idee ist aus Epheser 4. Dort sind 5 Gaben genannt, die vieles bewirken:

  • empowern
  • reifen lassen
  • Wachstum bieten
  • Jesus repräsentieren
  • alle zum Mitspielen bewegen.

Auf Englisch gab es mal was von Mike Breen (etwas basic, nach unserem Geschmack) und einen von Alan Hirsch. Alan war das zu viel Act, das auf deutsch zu übersetzen – und dann haben wir selber mal überlegt.

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Rausgekommen sind 35 Fragen, die man in unter 5 Minuten machen kann. Und weil wir in 2016 leben ist das im Internet, kostenlos und sofort verfügbar.

Hier haben wir eine ausführlichere Beschreibung dazu. Bereit?!

Wird die Erde explodieren? Nein.

13 Jul

Dieser Tage bin ich gerade in den letzten Zügen von meinem Buch über NT Wright und sitze oft tippend in meinem Lounge-Chair. Ich schreibe ein Zusammenfassung von dem britischen Theologen, der mich die letzten Jahre so prägt. Und ich mal seine Kerngedanken mit kleinen Bildchen.

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Kürzlich fragte mich jemand, was denn neu bei ihm sei.

Gute Frage. Ich habe das Buch danach ausgerichtet und bin bei 4 Themen gelandet. Ein zentrales Thema ist sein Verständnis von der Erde und wie es mit ihr weitergeht. Das ist mir beim Schreiben ganz neu auf den Radar gerutscht und so klar wie nie zuvor.

Früher dachte ich irgendwie, die Erde dankt irgendwann ab. Armageddon kommt und dann bleibt wenig übrig. Die christliche Allgemeinbildung ist irgendwie auf Abschied von unserem Planeten geprägt. Himmel ist woanders – das denkt eigentlich jeder. So dachte ich auch. Irgendwie.

Da lag ich falsch. Seit ich Tom Wright mehr verstehe, sehe ich das auch klarer in der Bibel. Früher bin ich von einem Ende von Zeit und Raum ausgegangen. Das war schräg. Heute sehe ich klar, dass Zeit und Raum nicht aufhören werden, sondern in ihre Gott-Bestimmung reinkommen. Warum? 4 Aspekte sind mir wichtig:

  1. Gott ist Schöpfer – die Schöpfung ist ein Ausdruck von ihm und gut gemacht, keine Beta-Version
  2. Gott ist Erlöser – sein Wesen ist das Retten, nicht das Abschaffen.
  3. Seine Absichten bestehen – er wollte die Welt mit seiner Herrlichkeit füllen. Gottes Absichten sind unwiderrufbar (Röm 11,29).
  4. Gott erneuert jetzt schon – das Reich Gottes ist bereits als Neuschöpfung gestartet. Der Grund ist gelegt. Und was Gott anfängt, das vollendet er.

Zeit, Raum und Materie werden nicht einfach aufhören zu existieren. Sie werden von Gott erneuert, transformiert. Gottes Absicht war es von Anfang, die Welt zu bevölkern und mit seiner Herrlichkeit zu füllen (siehe Auftrag an Adam & Eva, Noah, Abraham, Jakob, etc; siehe Verheißungen an die Propheten; siehe Gebete und Hoffnung in den Psalmen). Gottes Gericht ist eine Reinigung, die die Weltordnung neu machen wird und wir werden diese Welt bewohnen.

Und das macht einen großen Unterschied für das Hier und Jetzt. Wenn das Schicksal der Welt dahin führt, dass sie aufhört und wir auf Wolken sitzen und den ganzen Tag Harfe spielen, dann geht es darum Leuten Lust aufs Harfe spielen zu machen. Wenn es dahin führt, dass die Welt gesäubert und gerade gerückt wird, dann geht es darum, Leuten Lust auf die Welt zu machen und sich in dieser Welt konstruktiv zu beteiligen.

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It’s all about the story, baby!

2 neue Seiten – ein Grund zum Freuen?

4 Mai

Dieser Tag war ich hocherfreut im Netz gesurft. Zwei neue Seiten kommen online, die mir aus dem Herzen sprechen.

Erst vor wenigen Tagen bin ich auf das Bible-Project gestoßen. Dort mal Tim & Co einen Überblick über die Botschaften von einzelnen Büchern der Bibel. Genau mein Fall. Big Picture, grafisch, kurzweilig.  Hier ein Beispiel über die Psalmen.

Und jetzt nicht nur das – einige sind schon dran, ne deutsche Version draus zu machen. Wie schön. Da freue ich mich sehr. Sollte ein guter Beitrag sein.

Noch mehr – dann bin ich auf eine NT Wright Seite gestolpert. Dort werden auf deutsch seine Links, einige Artikel usw zusammengetragen. Was für ein wunderschöner Beitrag und gute Quelle.

Jetzt stelle ich mir die Frage – bin nur ich das? Oder läuft gerade richtig viel an Energie und Innovation? OK, Übersetzung ist jetzt die Spitze der Innovation. Aber es passiert so viel trendiges, vereinfachendes, gut aufgemachtes und neues in unseren Breitengraden. Da bin ich mal glattweg in noch mehr Frühlingsstimmung als eh schon.

Weitwinkel #03

13 Apr

Sollte gut werden, denke ich. 10-12 Juni in Heidelberg. Sei dabei!

Die besten Apps in 2016

8 Apr

social mediaDie Welt ist ziemlich praktisch geworden die letzten Jahre. Vor 10 Jahren habe ich mich noch mit HTML-Tags in die online-Welt gekämpft. Heute gibt es Apps wie Sand am Meer, und die helfen ganz schön. Hier sind paar meiner App-Highlights dieser Tage.

Notegraphy – eine wunderschöne Design-App. Sie macht Texte schön und präsentierbar. Kostet nix und ist superleicht in der Handhabe.

Canva – für Banner, Einladungen, Grafiken eine Superhilfe. Design-Analphabeten wie ich haben hier einen leichten, kostenlosen Zugang und bekommen immer mal was Gutes hin.

Pocket – diese 1000 Links, die interessant scheinen, aber zum falschen Moment kommen, finden ihren Weg in Pocket. Hier können sie später gelesen und archiviert werden. Was früher delicious oder linkist war, läuft hier gut.

Soundcloud – das Youtube für Audio ist ein Superhilfe. Weniger für die mp3 Bibliothek zuhause. Mehr für Eigenproduktionen, online was zusammen schreiben, oder ein paar Tracks zu zeigen. Die Kommentarfunktion ist Hammer.

Google Tabellen / Docs – wird immer besser. Toll für Zusammenarbeit mit anderen, gute Rechteverwaltung. Jetzt sind Tabellen und Texte online und können gemeinsame Infos rumschieben. Auch die Offline-Integration funzt mittlerweile.

Hangout – eine Telefonkonferenz mit Video ist einfach stärker. Wenn man dann noch Bildschirm teilen kann, dann ist das Hammer. Hat ab und zu noch technische Hänger, aber superflexibel und hilfreich.

Ifttt  – verlinke deine social accounts. Erstelle Regeln für das posten von hier nach da. Funktioniert und macht die ganze Online-Soße verbunden. Hat fast alle größeren Dienste im Angebot und leicht zu bedienen.

Pinterest – Bilder an ne Pinnwand heften. Super für unsere visuelle Welt. Toll für Projekte mit visuellem Input (Küchen-Umbau irgendwer?) oder Inspirationsspeicher. Oder einfach mal etwas Zeit online verdaddeln.

Google Art Project – viele große Museen sind in der Online-Welt. Virtueller Rundgang oder Bilder direkt suchen. Ersetzt natürlich keinen Rundgang durchs MoMa, ergänzt diesen aber wunderbar. Die meisten Bilder haben gute Hintergrundinfos und nehmen wunderbar mit rein.

WordPress – immernoch one of the best, und nicht nur fürs Bloggen. Unsere Gemeinde-Webseite läuft da, mein Gründer-Portal auch. Einfache Templates, Rechte-Verwaltung und Sortierlogik. Auf jeden Fall ein Gewinn.

Was fehlt

Bei all der Wunderbarkeit fehlt mir aber auch noch einiges. Vielleicht gibt es das auch schon und mir fehlt nur der Blick. Aber für solche Apps wäre ich superdankbar:

Gute Reiseseite – diese Rumklickerei bei Reisen nervt. Flüge gehen bei mir via Kayak oder Hipmunk oder Travelzoo. Die Links passen dann meisten, oft aber auch nicht. Hotels oder Unterkünfte ist auch so was. Und dann kommt man an und muss sich auch einlesen, was es zu tun gibt. Wäre doch geil alles an einem Ort mit Leuten, die ähnlichen Style und Wertesystem haben. Da  geht noch was.

Soundcloud für Texte – die Kommentar-und Kollaborationsfunktion bei Soundcloud sind super. Bei Google Docs ist es mittlerweile etwas im Kommen. Aber wie kann eine Gruppe an einem Text arbeiten? Da fehlt noch ein geiles System, aus meiner Sicht.

Dynamischer News-Aggregator – es gibt einfach so verdammt viel News und geiles Zeug. Leider ist das immer zwischen ganz viel durchschnittlichem und schlechtem Content. Die meisten Streams sind einfach zu dumm. Man muss eigentlich Leuten folgen. Und die sind entweder nur bei einem Thema (und dann wir auch das geilste Thema alt) oder sehr breit (und dann auch etwas off). Irgendwie müsste da mal was her, was echt meine Interessen kennt und auch wie die sich ändern.

Online-Photoshop – trotz aller Schnellkoch-Rezepte geht nix über ein scharfes Messer und volles Gewürzregal in der Küche. Photoshop. Gib uns das online. Und ich bin happy.

Story-Engine – Geschichten regieren die Welt. Keine Ahnung wie das gehen soll. Eine Seite, die aus konfusen Zeilen eine Story mit klarer Pointe mache. Eine Engine, die aus überladenen PowerPoints einen roten Faden spinnt und diesen einfach rüberbringt. Oh Mann, der Weltfriede wäre nahe. Naja, zumindest wäre das Leben sehr viel angenehmer.

So, das Jahr ist ja noch jung. Da geht vielleicht noch was. Wenn die letzten 10 Jahre irgendeine Ansage sind, kann man sich nur freuen. Von mir aus kann es weiter so gehen.

Vertrauen verstehen

1 Apr

Dieser Tag geht mir das Vertrauens-Ding durch den Kopf. Ich habe jetzt schon ein paar Monate gelebt und Erfahrungen gesammelt. Mancher Freund ist eine Eintagsfliege. Und manche bleiben lange. Und manchmal ist auch zwischendurch der Wurm drin.

Wie ich so bin will ich das etwas tiefer verstehen. Im Psycho-Studium habe ich das eine oder andere über Vertrauen gelernt. Dort war die landläufige Meinung, Vertrauen ist offen und risikobereit gegenüber einer anderen Person oder Organisation zu sein. Rückwärtsfallende Manager kommen mir da sofort in den Sinn.

Wie Vertrauen funktioniert zeigt sich heftig im Alltag. Mehr Vertrauen führt zu mehr Geschwindigkeit – die Maschine läuft geölt. Andersrum: ohne Vertrauen wird alles langsam und teuer.

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In Covey’s Speed of Trust spricht er von vier Faktoren, die Vertrauen beeinflussen. Im Charakter nimmt man Absichten und Integrität bei Personen wahr: was wollen sie wirklich? Und wie lauter sind sie? In der Kompetenz fragt man sich: kann der das, was er will? Und liefert er? All das fließt ins Vertrauen ein.

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Besonders hilfreich fand ich diese Unterscheidung hier. Denn wenn man mit jemand länger unterwegs ist, kommen manchmal Veränderungen im Vertrauen. Das fühlt sich dann nicht so gut an. Am Anfang einer Beziehung ist man oben link – blindes Vertrauen. Die Beziehung entwickelt sich unter einer positiven Grundhaltung und man schaut auch nicht groß nach den Differenzen.

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Wenn die Grundhaltung abkühlt, ist das immer schlecht. Dann gibt es entweder kein Vertrauen (wenn die Themen egal sind), oder aber Misstrauen (wenn man großes Augenmerk auf Themen wirft). Rechts oben ist der goldene Weg. Smartes Vertrauen – wenn man gut zueinander gestellt ist, und trotzdem mit starkem Augenmerk an Themen rangeht.

Mir hilft diese Unterscheidung enorm. Es kann schon mal zu einer Turbulenz kommen, wenn man die anfängliche Leichtigkeit verliert und nicht mehr so intuitiv klickt. Muss natürlich nicht schlecht sein und kann eine wirklich Weiterentwicklung sein.

Tolkien über das Predigen

25 Mrz

Der gute alte Herr-Der-Ringe-Schöpfer J.R Tolkien schrieb einst in einem Brief an seinen Sohn folgende Worte über das Predigen:

„They are bad, aren’t they! Most of them from any point of view. The answer to the mystery is prob. not simple; but part of it is that ‘rhetoric’ (of which preaching is a dept.) is an art, which requires (a) some native talent and (b) learning and practice. The instrument used is v. much more complex than a piano, yet most performers are in the position of a man who sits down to a piano and expects to move his audience without any knowledge of the notes at all. . . .

“Good sermons require some art, some virtue, some knowledge. Real sermons require some special grace which does not transcend art but arrives at it by instinct or ‘inspiration’;“

Ich kann dem nur zustimmen: eine gute Predigt ist rar und wahrscheinlich genau deshalb. Es gibt nicht nur eine Dimension zu beachten. Sondern drei. Es braucht Wahrheit – eine klare Botschaft, die auch auf das Leben trifft und der Bibel treu ist. Es braucht Kunst – die Botschaft darf nicht immer direkt erzählt werden, sondern Leute haben Widerstände und durch Geschichten und Worte muss der Prediger die Inhalte zugänglich und engaging machen. Und es braucht Chrisma – eine gewisse Integrität und Ausstrahlung. Man vertraut Leuten, oder eben nicht.

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