Tag Archives: Vineyard

Von Vineyard zur anglikanischen Kirche

11 Mrz

Vor 3 Jahren habe ich einen meiner besten Freunde, Ben, in Atlanta besucht. Er wohnt seit einigen Jahren in der Stadt und wurde Teil der Vineyard dort. Die gab es gerade ein paar Jahre und war mit 5 Gottesdiensten am Sonntag superschnell gewachsen. Marty Reardon war der Worship-Leiter und ich mochte ihren Stil sehr.

Wir gingen eines Abends zu einem Treffen hin und tranken einen Kaffee mit ein paar Leuten. Alle schön entspannt und dennoch ziemlich leidenschaftlich für die Jesus-Sache. Abends erzählte mir Ben dann, dass die Gemeinde überlegt, Teil der anglikanischen Kirche zu werden. Das war ein bisschen eine Überraschung. Waren die nicht liturgisch? Und alt? Die sind in den USA nicht gerade groß.

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Heute ist Trinity ein Teil der Anglican Mission in den USA und immernoch wachsend. Schau dir die Webseite an – klassische Grafiken, lange Bibeltexte auf der Homepage. Sonntags lesen sie jeden Gottesdienst 5 Bibelpassagen und teilen jeden Gottesdienst das Abendmahl. Ein interessanter Journey.


Hier erzählt ihr Pastor, Kris McDaniel, warum sie diesen Schritt gemacht haben. Ich kann mich mit einigen Fragen identifizieren – die Suche nach klarer Struktur, nach Einbettung in was Historisches, nach Tiefe und Weisheit.

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Doing the Stuff – mit ein paar Strichen erklärt

27 Sep

Hier ist ein kurzes Erklärvideo, das den Genius von John Wimber vermittelt. Schön gemacht – und die Message ist so relevant wie eh und je. War schon ein guter Typ, dieser Wimber. Das hat mich an der Vineyard immer fasziniert, dass da Leute das Zeug wirklich ernst nehmen wollen.

Unsere Erfahrung mit Missional

10 Aug

Im Juli waren wir 7 Leiter der Vineyard Heidelberg in der Nähe von Kaiserslautern und haben unsere Erfahrungen über die missionalen Gemeinschaften in der Vineyard geredet. Wir sehen sie als wesentlich an, um unsere langfristige Vision zu realisieren. Ein Kingdom-Movement entsteht nur durch hohe Beteiligung der Menschen, durch breite Kreativität und durch Multiplikation in der Stadt. Wir sehen hier keine Alternativen zu missionalen Gemeinschaften.

Erfahrungen

Seit 5 Jahren sind wir dran und haben noch nicht die erhofften Ergebnisse erlebt. Obwohl einige dort ihren primären Zugangspunkt zur Gemeinde haben (und nicht mehr im Gottesdienst sind), es gute Gemeinschaft gibt und auch ein paar Leute dazu kommen – so ist die Multiplikation und Evangelisation noch nicht passiert.

Wir haben gelernt, dass es sich nicht auszahlt, das Modell für die MGs zu überfrachten. Up, In und Out sind zu viel. Es wird zu sehr ein kleiner Gottesdienst erwartet. Der Hauptpunkt der MGs muss auf dem Out liegen, zusammen mit dem In. Selbst wenn alle 3 Bereiche vorhanden sind, sollte die Gewichtung auf dem Out liegen. Das haben unsere MGs bisher zu wenig gemacht, es war zu selten der Ausgangspunkt und daher ließ es sich auch schwer im Nachhinein einbauen.

Verständnis

Wir verstehen missionale Gemeinschaften als Gruppen mit folgenden Merkmalen:

  • Mission als Organisationspunkt
  • Selbstverständnis als Gesandte
  • Das in der Welt-Sein (Alltagsbetonung und Nähe zum direkten Umfeld)
  • Inkarnatorisch (kein Dualismus zwischen Heilig und Säkular)
  • Kulturadaptierend (keine Gemeinde-Einheitskultur)
  • Multiplikativ (reproduzierend und nicht in die Größe wachsend)

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Zusammenspiel

Wir diskutieren das Zusammenspiel zwischen Gottesdienst und MGs. Wir haben 5 Modelle des Zusammenspiels gefunden.

  • Modell A unterscheidet Missionales als organisiert um Mission, während Gottesdienst sich um Anbetung und Lehre schart; welches sich Gegenseitig ausschließt.
  • Modell B sieht den institutionellen Flügel der Gemeinde mit den Sakramenten und den organischen Flügel als Leben von Gruppen in der Welt.
  • Modell C betont „the Medium is the Message“ und besagt, dass der Gottesdienst ein Vorbildcharakter und Übungsfeld ist, in dem Worship, Word und Works modelliert werden sollen.
  • Modell D sieht den Gottesdienst als eine weitere Form von Gemeinschaft, wenn auch mit einigen eingeschränkten Merkmalen; die MGs spielen mit ihm in einem Netzwerk.
  • Modell E sieht den Gottesdienst als Tempel, wo das Big Picture gelebt und gefeiert wird; und das Haus, in der die Lebensnähe, Anwendung und Gemeinschaft stattfindet.

Wir sehen uns am nächsten an Modell C und D. Der Gottesdienst hat für uns Vorbild und Übungscharakter. Er dient der Mobilisierung und der Abdeckung des Up-Bereichs. Die MGs sind Gruppen, die uns die Nähe zu den Heidelbergern herstellen lassen, unser Gott-Verständnis praktisch werden lassen und God-Stories zurück in den Gottesdienst spielen.

Unser Gespräch ging noch gut weiter und wir haben einige Aktionen daraus gezogen. Der Weg zu missionalen Gemeinschaften ist kein leichter. Auch wenn ich die anderen Projekte in Deutschland so sehe – dann haben einige aufgegeben, andere kochen Sparflamme und einige sind noch immer am probieren. Wie gesagt: ich sehe keine guten Alternativen für unsere Vision und Werte. Daher werden wir einen zweiten Anlauf nehmen und weiter dran sein. Mal schauen, wo wir in 5 Jahren stehen.

Hamburg rockt

12 Apr

Dafür habe ich die letzten 5 Jahre gearbeitet. Laut und Leise Live ist die CD, die meine Leidenschaft einfängt. Seit 2008 hänge ich mich bei Vineyard Music rein, damit neue Songs und neue Bewegung in der deutschen Anbetung zu bekommen. Es ist eine wunderschöne Zeit, mit anderen unterwegs zu sein – wie zum Beispiel an der Psalm KulTour. Das hat sich schon gelohnt. Im letzten Herbst haben wir dann bei einem Event aufgenommen und die Stimmung eingefangen. Hier ist das Ergebnis – Laut und Leise live.

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Facebook Fairtrade Forum

20 Feb

Eine interessante Seite ist Facebook eröffnet worden. Das Fairtrade Forum stellt sich die Frage, wie wir als reiche, westliche Christen fair leben können. Die Diskussion ist offen und es kommen interessante Links da durch. Hier ist die Gruppe und die Beschreibung:

Es ist uns ein Anliegen, dass wir auch in unserem Konsumverhalten das umsetzen, was wir glauben. Nämlich: Liebe deinen Nächsten! Es gibt unterschiedliche Ansätze, Zugänge und Meinungen zum Thema Wirtschaft, zu Fragen der Globalisierung, etc. Eines dürfte aber für alle klar sein:

Es geht nicht an, dass es uns kalt lässt, wenn wir um Ungerechtigkeit in einer Handelskette von Produkten, welche wir konsumieren wissen. Wir wollen zeigen, dass ein anderes Konsumverhalten möglich ist. Wir möchten nicht bloß auf uns und unsere Bedürfnisse schauen sondern zeigen, dass uns die Produzenten unserer Kleidung und unseres Essens nicht egal sind.

Die Idee dieser Seite ist es, einander durch Tipps und Ideen das Umsetzen eines fairen Konsumverhaltens zu vereinfachen. Jeder darf seine Tipps, darf Läden, Marken und Produkte – oder auch Bauernhöfe die direkt-Verkauf betreiben, hinein schreiben. Wenn du neu bist, dann scrolle runter, um auch ältere Beiträge zu sehen.

schön wars – psalm 2009

12 Nov

115 db. Vorne, da wo ich stand. Die Psalm 2009-Konferenz war laut, frisch, mutig und inspirierend. So an die 140 Leute waren da, in einer Hütte in Heidelberg, ausverkauft wars. Aber der Reihe nach.

Mittwoch – wir haben uns mit unserem Kernteam in Mannheim getroffen. Zusammen mit 12 anderen versuchen wir, die Anbetungslandschaft in Deutschland zu bereichern. Wir haben gut abgehangen und dann über die nächsten Schritte gesprochen. Eine Produktion im April wahrscheinlich. Gottes Gegenwart thematisieren. Mehr Songs schreiben.

Donnerstag – es geht los. Marc James (of Verra Cruz fame) rockt. Die erste Anbetungszeit ist super. Dann rede ich über „Gottes Gegenwart in der Postmoderne“. Die Straße nach Emmaus – gebrochene Metanarrative, brennen im Herzen, gebrochenes Brot (im mp3 macht das alles Sinn). Ich tu mir etwas schwer – der Raum ist komisch geteilt, ich sehe die Leute kaum und habe die Aufgabe, das Eis zu brechen. Aber ein OK Start.

Freitag – morgends rockt Marc James und spricht dann über Worship. Ganz gut. Viele Stories. Mittags Workshops. Mark Reichmanns war sehr gut. Viele Diskussionen danach. Abends sind wir in der Providenzkirche – Mitten in der Fußgängerzone in HD. 250 Leute sind da. Ich spiele Bass, Ben Piano. I love to play with him. Ed und Zita leiten 80 Minuten lang Worship. Super Zeit. Viele Gäste kommen von der Straße, bleiben stehen. Kristian predigt –herausfordernd, experimentell, peinlich und mutig. Das Eis bricht.

Samstag – bester Tag. Marc rockt wie immer. Dann Bene Müller über seine Lebensstory. Etwas lang, aber viele Leute lassen für sich beten, viele sind bewegt und berührt. Eine besondere Zeit. Workshops mittags rocken – Cris Cosmo über Texten für Songwriting ist Hammer. Kristians Workshops über prophetische Anbetung top. Saiku inspiriert. Abends leite Flavian mit Band – super. Marc James erzählt Storys und inspiriert. Dann spontanes Singen und langer Jam. Super Stimmung.

Sonntag – letzter Tag. Kim rockt. Sehr coole Anbetung, sehr ehrlich, sehr bewegend. Dann das Ende der Konferenz. Leute sind sehr ermutigt, haben Hoffnung, dass was in Bewegung ist.

Ingesamt war es etwas wie ein romantischer Film – viel Emotionen, viele Highlights, nicht ganz dem Leben entsprechend, aber schön. Meine Frage – haben wir was bewegt, das sich aufbaut? Kommt Bewegung in die Anbetungsszene? Könnte gut sein. Jeder Tag wurde besser. Wenn wir so weitermachen, kann einiges passieren.

07 – Menschen in allen Lebenslagen mit Gott in Verbindung bringen – 7 Träume von Heidelberg

29 Okt

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Glaube beginnt nicht erst zu einer bestimmten Zeit in der Woche, oder wenn man ein bestimmtes Gebäude betritt. Alles ist Gottesdienst. Windeln wechseln und Windanalagen bauen. Bücher wälzen und Bugs fixen. In der Straßenbahn sitzen oder die Neckarwiese bevölkern. Wir wollen Menschen helfen, in diesen Situationen mit Gott in Verbindung sein. Theresa von Avila betete: „Gott, lass mich dich finden zwischen den Töpfen und Pfannen“. Das ist unsere Hoffnung. Das ist unser Traum.

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