Unterwegs zu Meer – Wortkunst

18 Sep

Schon 3 Jahre her und hier hallen die Worte noch nach. Das Video von Sigur Ros muss eins der besten sein, wo gibt. Poetisch, trocken und weit. Marks Wortkunst passte perfekt dazu und ich bin begeistert vom Zusammenspiel. Michas Installation dazu spannte das ganze noch weiter. Hier sind die Bilder und Zeilen von dem Moment am ersten Weitwinkel.

 

Wir haben uns gefunden.
irgendwo
auf unserem Weg zum Meer,
sind wir einander begegnet.

Einer nach dem Anderen.

Man könnte es Zufall nennen,
doch es sollte wohl so kommen.

Seitdem laufen wir gemeinsam.

Wir gingen durch Regen,
Wind und Wetter,
durch Hitze und Staub.

Wir liefen über
sonnenbeschienene Hügel
und durch nebelige Täler.

Wir sind
durch Flüsse geschwommen und
haben uns durchs Dickicht gekämpft.

Unser Weg geht querfeldein –
und ist in die Karte
unserer Herzen gezeichnet.

Viele denken,
es gäbe kein Ziel Und finden
unsere Anstrengung sinnlos.

Sie sagen,es gibt keinen Ozean
hinter unserem Horizont.

Doch wir wissen: ER ist da.

Hin und wieder weht uns sein Wind
Einen salzigen Duft entgegen.

Dann lachen wir
und pfeifen unser Lied,
zum Takt der Schritte.

Doch manchmal ist der Himmel grau
und die Füsse schmerzen.

Dann möchte man nicht
weiter laufen
und ist sich plötzlich
nicht mehr so sicher,
ob ER wirklich da wartet,
und in diesem Moment
mit seinen Wellen
einen ewigen Takt schlägt.

Dann möchte man einfach aufgeben,
sich auf den nächstbesten Stein setzen
und nie wieder aufstehen.

Wie gut ist es da,
eine Hand gereicht zu bekommen,
oder jemandENzu haben,
der für eine Weile den
schweren Rucksack trägt.

Ja, es ist gut
nicht alleine unterwegs zu sein.

Auch wenn es Tage gibt,
an denen jeder einfach nur
vor sich hin läuft.

Man hört nur den Atem
und das Knirschen der Steine
unter vielen Schuhen

und so weiss man,
sie sind trotzdem noch alle da –
gemeinsam auf der Reise.

Denn wir sind
unterwegs zum Meer.

und eines Tages,
am Ende unseres Weges,
werden wir miT eigenen Augen
sehen,dass alles wahr ist.

Dass ER dort
hinter dem Horizont wartet,
ewig und gross
und unendlich weit.

und wir werden springen.
Und dann,
wenn wir denken, wir fallen –

fliegen wir …

Text: Mark aus Karlsruhe
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