Warum Veränderung so lange braucht

8 Mrz

Wenn ich morgens um 8 Uhr am Bahnsteig stehe und auf den Zug nach Mannheim warte, sieht man viele Leute in vielen Posen. Viele datteln auf dem Handy, andere unterhalten sich mit jemand Bekannten, und andere starren Löcher in den Boden. Mit dem neuen Jahr sind da sicherlich viele gute Vorsätze an diesem Bahnsteig an diesem Morgen – Sport, Job, Freundschaft, vielleicht sogar Umwelt. Was wird daraus? Wie sehen die Vorsätze im März aus?

Veränderung dauert einfach scheiß-lang. Selbst wenn man sich das ganz dolle vornimmt. Die meisten Sachen gehen doch irgendwie wieder unter und ne Mischung zwischen den Alltagsmühlen und Schweinhunden tragen selbst den nobelsten Vorsatz aus der Kurve. Blöd eigentlich.

Kürzlich bin ich auf eine Erklärung gestossen, warum das so ist. Bloom hat das mal beschrieben und analysiert, was es braucht, dass etwas wirklich ankommt. Nach seiner Meinung gibt es eine große Hürde: die zwischen Stufe 3 und 4. (war doch klar, oder?!). Hier sind die Stufen:

1) Wahrnehmung – Menschen hören zum ersten Mal über etwas. Sie schenken dem ihre Aufmerksamkeit und setzen sich damit auseinander.

2) Nachdenken – Menschen sinnen darüber nach und überlegen, was das heißt. Sie sammeln mehr Infos und versuchen, es einzuschätzen.

3) Annehmen – Menschen bilden sich ein Urteil und sagen: „das ist gut“. Irgendwie glauben sie daran und haben sich positiv darauf eingestellt.

4) Priorisieren – dieser wichtigste Schritt geht vom Denken zur Aktion. Menschen schaffen Platz in ihrem Leben und ordnen sich um die neue Wichtigkeit. Das Ding wird zum Wert.

5) Verinnerlichen – Menschen machen sich den Wert zu eigen, er wird regelmäßig Teil vom Leben und kommt von Innen. Das Verhalten wird nun unbewusst dadurch gesteuert.

Also, hier ist der Kick: zwischen 3 und 4 ist die Denk-Aktion-Hürde. Am Anfang findet alles im Kopf statt und Menschen setzen sich in Gedanken mit den Inhalten auseinander. Erst wenn die Aktionen folgen, kommt es zu der Veränderung, die man sich wünscht.

Jetzt frag ich mich, was das heißt für Mission und Predigten. Für Sport und Umweltschutz. Da reicht es sicher nicht, nur ein paar schlaue Punkte zu machen und Menschen zum Nachdenken einzuladen. Aktion ist König, und regelmäßige Aktion ist der Pfad in ein neues Königreich.

Jetzt ist mir klar, warum Veränderung so lange braucht. Es ist ein Umstellen auf vielen Ebenen. Es gibt echte Hürden – und die zu überspringen führt zu neuem Lebensstil. Auf ein gutes neues Jahr!

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