Top 5 Business-Inspirationen

21 Nov

Inspiration bewegt das Herz. Und wer Herzen bewegen will braucht selbst Bewegung im Inneren. Daher lese ich seit einigen Jahren immer und viel. In der Business-Welt haben sich für mich einige Größen rausgestellt, die mein Denken und Handeln geprägt haben. Hier ist meine Top 5 Liste:

Malcolm Gladwell

An der Uni Heidelberg habe ich meinem Professor immer wieder gesagt: er muss das etwas einfacher und spaßiger darstellen – dann hat er Tausende Zuhörer. Als Hiwi hatte ich ein paar Vorschläge für ihn. Und dann hat mir damals jemand Tipping Point geben. Der Mega-Seller von Malcolm Gladwell beschäftigt sich fast ausschließlich mit Sozialpsychologie. Genau das Ding, das ich studiert habe – und so waren viele Geschichten und Erkenntnisse sehr bekannt.

Gladwell fasziniert mich, wie er komplizierte Sachverhalte einfach machen kann. Das ist auch ein Lebensthema für mich. Ich habe mal seinen Stil biografiert: wie und warum er schreibt. Und dabei finde ich seinen Ansatz geil: über das Außergewöhnliche im Normalen zu schauen. Was steckt hinter unserem alltäglichen Verhalten. Und sein Stil ist sehr beschriebend. Mehr Show als Tell. Und seine Sätze sind kurz und einfach. Eine tolle Vorlage.

Sein Archiv auf New Yorker ist besser als Breaking Bad: man kann kaum aufhören zu lesen. Ich lieben seine David und Goliath Geschichte, genauso wie seine Spaghetti-Vergleiche, und seine Story über Flugzeugabstürze sind Hammer. Wie der Typ beobachtet und schreibt – das ist eine reine Freude.

Clayton Christensen

Der kam damals bei SAP in Walldorf vorbei und hat was über disruptive Innovation erzählt. Das war ein Tick kompliziert, habt aber über die Jahre immer mehr in mein Denken Einfluss genommen. Ich habe seine Bücher über Bildung und Medizinwesen verschlungen, genauso wie seine Innovationsansätze. Tolle Ideen. Das ganze mit Jobs-to-be-Done ist Hammer und da komme ich oft zurück.

Dann habe ich entdeckt, dass Christensen in fast jedem Vortrag über seine Ältestenschaft in einer Gemeinde redet. Und wie er als junger Mann Missionstrips gemacht hat. Turns out: er ist Mormone. Das sind jetzt nicht unbedingt meine Buddys. Dennoch finde ich es Hammer bei ihm, wie er seinen Glauben in seine Vorträge via Harvard und in der Geschäftswelt einfließen lässt. Und er ist wirklich aktiv in seiner Gemeinde. Das ist ein Vorbild für mich.

Und dann hat er vor ein paar Jahren über den Wert des Lebens geschrieben und alle seine Leser aufgefordert, nicht nur aufs Geschäft zu schauen. Und dann kam ein Buch über Evangelisation daher. Das fand ich eins der praktischtesten und realistischten überhaupt. Smarter Mann, und großer Respekt für sein Denken und Sprechen.

Jim Collins

Good to Great habe ich über Dave Schmelzer aufgeschnappt. Kurze Zeit später ist es durch die Corporte World geschwappt. Die Ideen darin sind sehr nachvollziehbar und einfach. Mit einigen arbeite ich immernoch: Hedgehog Prinzip etc.

Etwas danach durfte Jim mal bei Bill Hybels ran und hat der christlichen Gemeinde ein paar seiner Ideen nahegebracht. Seine Arbeiten für den Social Sector habe ich mir reingezogen und verinnerlicht. Seine letzten Bücher über das Scheitern und Umgang in Unsicherheiten haben wieder enormes Gewicht.

Dan Roam / David Allen

Geteilter 4. Platz für Dan Roam und David Allen. Roam hat the Back of the Napkin geschrieben. Und wer hier öfter vorbeiblinzelt wird viele Strichzeichnungen sehen. Das Napkin-Konzept finde ich mit das Beste, was in der Business-Anwendung beschrieben wurde. Wenn ich erlebe, wie viele Meetings ohne klares Denken oder auf verschiedenen Ebenen stattfindet. Ich habe schon öfter einfach den Edding genommen und die Flipcharts zum Visualiseren des Gehörten genutzt. Es war fast immer ein Durchbruch. Das habe ich alles von Roam. Und seine Bücher über Blah und Show and Tell sind auch wahnsinnig gut. Visuelles Denken wird die Zukunft, Leute!

David Allen habe ich mir vor über 10 Jahren an einem Tag reingezogen. Ich wollte Dinge geregelt bekommen – und er schreibt, wie es geht. Das Ding ist so oberpraktisch, dass ich nicht sagen kann, dass er bei einem Komma falsch lag von dem, was er sagte. In einer Zeit von Zu-Viel-Info ist das aboslutes Muss in meiner Sicht. Seit GTD gibt es nicht mehr viel von ihm – aber diese eine Goldmine kann man bis zum Ende seines Lebens graben.

Peter Drucker

Der liebe Peter Drucker ist so was wie der Gandalf der Management-Lehre. So viele beziehen sich auf ihn. Er hat schon in den 60ern über Wissensarbeiter geschrieben. Ich habe ein paar Dinger gelesen und ein paar Kurse besucht. Da war fast immer was Außergewöhnliches dabei. Managing your boss gehört aus meiner Sicht zum Canon des heutigen Arbeitens. Managing yourself ist auch geil.

Seine 5 Fragen für jede Unternehmung sind für mich die Basis in fast aller Arbeit mit Startups: sei es Gemeinde oder Business. Die nehme ich mir immer wieder vor und lasse mich davon leiten. Und seine Memoiren sind auch witzig und inspirierend. Ein wacher Geist, der weit geschaut hat.

 

Auch hier habe ich wieder geschummelt. 6 statt 5. Naja, es gibt einfach wahnsinnig viel Inspiration dieser Tage. Was waren für dich die Top 5 in deinem Leben bisher?

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