Gemeinsamer Nenner – 3-Wort Salven

14 Mrz

Wie viel Gebote gab Gott? 10
Wie viel machten die Juden draus? Über 600.
Wie viel Gebote hat die EU? Don’t ask.
Wie viele Gebote gab uns Jesus? 1.
Naja, anderthalb, um genau zu sein.

bekenntnis1

bekenntnis2

Gott und Jesus sind also auf der simplen Seite der Dinge. Wenn man das mal auf Bekenntnisse anwendet, ist das auch interessant. Bekenntnisse sind ja so was wie die Formeln von Glaubensinhalte. Da gab es schon Spaltungen drüber, und auch Kriege. Bei Paulus waren es 3 Worte, die das definierende Merkmal von Christen waren. „Wer bekennt, Jesus ist Herr, der ist gerettet.“ heißt es in Röm 10,9-10. Später schien es notwendig, gewisse Dinge weiter so benennen. Das apostolische Glaubensbekenntnis hat 103 Worte, das von nizäa-konstantinopel 208. Die beiden sind auch noch die allgemein akzeptierten und kriegen auch von mir ein Like.

Hier habe ich versucht, mit 3 Worten meinen Glauben auszudrücken. In der Kürze liegt die Würze. Wenn man es ganz kurz will, kann man einfach nur das erste nehmen. Einige wichtigen Aspekte brauchen aber noch ein paar 3-Wort Salven – und die will ich natürlich nicht nur für mich behalten. Also, here you go…

bekenntnis_jesuskönig

Jesus ist König

Der Klassiker. Direkt vom Herrn Paulus aus Tarsus. Es fasst zusammen, dass Jesus die Autorität in unsrer Welt ist, dass er die Hoffnungen von Israel erfüllt und dass an ihm kein Weg vorbei geht. Er ist Gottes Weg, um auf dieser Welt in Erscheinung zu treten und sammelt alle freiwillig Loyalen unter sich. Wer das bekennt ist In.

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Das Hier zählt

Als Reaktion auf die Vertröstungs-Theorien bringen diese 3 Worte den Fokus auf unseren Planeten. Jesus kam nicht nur, um uns himmelsfit zu machen. Er verteilte nicht nur Zugtickets und sagte, wir sollen möglichst artig warten bis es wirklich losgeht. Dieser Planet ist Gottes Schöpfung und von ihm durchaus mehrmals für gut befunden. Daher ist Pflege und Erhalt des blauen Planeten nicht nur für Ökos. Und Gerechtigkeit ist keine Spezialdisziplin für hochinteressierte Christen. Und Gottes Verheißungen sind nicht nur fürs Jenseits, sondern für Mittwoch bis Dienstag.

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Der Geist wirkt

Check your trinity. Das ist der schlauste Satz vom überaus schlauen John Wimber. Es ist nicht der Vater, Sohn und die Bibel. Es ist auch nicht der Vater, Sohn und die Lichtshow. Es ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist – die machen das heilige Zentrum aus. Der Heilige Geist ist der Weg, um auf dieser Welt Gott wahrzunehmen und seine Dinger zu machen. Alles andere ist Mittel zum Zweck. Der Heilige Geist ist Mittel und Zweck. Er lässt uns teilhaben an Gott, er macht das Gottprojekt in Europa und er wirkt heute.

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Alles wird gut

Es gibt ein Ende. Und es ist schon klar wie es ausgeht. Jesus sitzt auf dem Thron. Und alles wird in Dankbarkeit dastehen. Es wird saugut werden. Gott wird alles in Jesus zusammenfassen. Und auch wenn die christliche Psychologie auf Krisen und Schocktherapie gerne zurückgreift – die Message ist eine von Hoffnung, guter Botschaft und einem versöhnlichen Ende. Echt gut.

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Die Bibel rockt

Gottes Wort hat eine besondere Rolle. Die Bibel ist keine Kopie eines Codes im Himmel. Sie ist ein Geschichtsbuch, das über Gott erzählt. Und das tut sie auf eine andere Art als alle andere Bücher. Sie ist die zuverlässige Quelle, wenn es Fragen über Gott und die Welt gibt. Das besondere ist, dass sie uns mit in die Geschichte rein nimmt. Sie ist nicht immer klar, nicht immer final – aber sie hat Kraft und führt uns auf einem guten Weg. Wenn wir uns an die Story halten, werden wir den Weg vor uns sehen.

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Gott liebt alle

Die Motivation für Gott beim Projekt Erde war, seine Freude zu teilen. Er ist Beziehungsfan und hat nie aufgehört, uns zu lieben. Alle werden geliebt. Egal ob man besonders schnell rennt, viel Geld hat, die Bibel auswendig kann oder sich in der Kirche ganz besonders anstrengt. Die Lieben Gottes zu allen Menschen ist ein Fakt, der stabiler ist als die Sonne am Himmel. Diese Motivation ist die Energie in Jesus gewesen; es sollte auch die Motivation der Kirche sein. Punkt.

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Unser Verständnis wächst

OK, das hier ist etwas tricky. Es soll im Prinzip nett sagen, dass wir recht wenig wissen. Das ist keine Ankündigung des totalen Relativismus, sondern hoffentlich eine Einladung zum Demütigsein, zum Zuhören und zum Zuhören. Das habe ich zweimal geschrieben, richtig erkannt, weil es so wichtig ist. Als Christen waren wir zu oft von der Wahrheit überzeugt und Zuhören war unnötig. Wir wollten unseren Punkt vermitteln und haben es Evangelisation genannt. Dabei verteilt Gott seine Weisheit auf die ganze Welt. Und viele echt offensichtliche Reformationen haben außerhalb der Kirche gestartet, wie die Abkehr von der Sklaverei, die Gleichstellung der Frau und Sorge für unseren Planeten. Eine Prise Bescheidenheit tut uns also gut. Und nicht nur äußerlich, sondern von innen. Vielleicht gibt es wieder Themen, wo wir von Ungläubigen lernen müssen. Und vielleicht lernen wir dann noch etwas über Gott kennen, das wir bisher noch nicht sehen konnten. Unser Verständnis von Gott wächst – als Einzelne, als Gemeinde, und auch als Menschheit. Wir brauchen andere zum Wissen.

OK, wars das? Ja, so weit sind meine Gedanken gereift. Habe ich was vergessen? Gerne kommentieren. Schließlich glaube ich ja, dass unser Verständnis wächst. Hier nochmal in 21 Worten mein Glaubensbekenntnis:

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Eine Antwort to “Gemeinsamer Nenner – 3-Wort Salven”

  1. simondevries 14 März, 2014 um 5:57 pm #

    Find ich gut.

    Spontan würde ich noch was zur Bezogenheit von uns Jesus-Nachfolgern untereinander und aufeinander ergänzen. Du schreibst zwar an verschiedenen Stellen „uns“ oder „alle“ und ich finde gut, dass grundsätzlich die globale universelle Perspektive im Blick ist, aber trotzdem vermisse ich etwas zu dem, was Gemeinde/Kirche ausmacht.

    Und – das muss ich ja als Lutheraner sagen – der Aspekt des Leidens Jesu, seine Menschlichkeit und auch unsere eigene oft verkorkste Menschlichkeit fehlen mir. Jesus ist König, ja. Aber damit ist nicht alles über ihn gesagt.

    Aber Hey, so wird es dann doch noch länger und jeder setzt die Schwerpunkte anders und das ist ja sehr anregend.

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