Auf nach Eldorado – Gib5 Missio

3 Mrz

Am Samstag Morgen, kurz vor 10 Uhr, kamen die ersten Denker und Lenker in den Blauen Nil in Heidelberg. Wir hatten Freunde und Emailkontakte eingeladen, an einem Samstag über ihre missionale Erfahrung zu reden. Keine Theorie. Nur Geschichten und Leidenschaften. Das erste Gib5-Treffen zu missionalem Leben in Heidelberg.

Die Idee ist recht einfach. Missional ist seit Jahren Leidenschaft für uns. Und wir sind immer noch am Lernen, probieren rum und suchen nach dem Weg, der in Deutschland wirklich funktioniert. Wie schon in Stuttgart, Münster oder Hannover wollten wir Menschen sammeln, die einen ähnlichen Weg gehen. Und so kamen sie: aus Karlsruhe, Heidelberg, Kreuzlingen, Calw, Sydney, Würzburg, Darmstadt und anderen Orten. Gib5 will vernetzen, inspirieren und miteinander lernen.

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Nach einer kleinen Anbetungszeit teilte Guido aus Darmstadt seinen Weg von einer etablierten Gemeinde am Stadtrand hin zu missionalen Projekten.  Ben aus Sydney sprach über sein Abenteuer, mit seiner Familie in einem Stadtteil der australischen Hauptstadt, einen Fußweg vom City-Campus von Hillsong, ein Glaube mit Relevanz und Natürlichkeit für sein Umfeld zu leben. Mirjam zeigte ihr Haus mit internationalen Studenten aus Schwellenländern mit unterschiedlichstem geistlichem Hintergrund. Marlin schilderte die Perspektive von Mosaik und 7 Jahre missionale Gruppen. Mark aus Karlsruhe gab Einblicke in seine Communität und die Ackerdemie – das Gartenprojekt, das die Nachbarschaft sammelt. Kerstin erzählte vom Projekt in ihrer Nachbarschaft in Würzberg. Andreas ging vor ein paar Jahren unter die Indianer in Wisconsin und sprach von wahrer Pionierarbeit. Und Murat erzählte von seinen 5 Jahren mit Brunchen, Freundschaften und der Entstehung eines neuen Stadtteils.

Ich liebe solche Tage. Es geht nix über leidenschaftliche Menschen in ehrlichen Gesprächen. Und diese Stimmung war klar im Raum. Sehr inspirierend.

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Und gleichzeitig sind wir alle noch auf der Suche. Die Spannungsfelder sind klar für uns: wie finden wir einen guten Weg mit gelebter Leiterschaft und flachen Strukturen? Wo brauchen wir das neue, wo sind alte Gemeindeformen OK? Wie stark lassen wir uns vom Konzept leiten, wie stark vom Pragmatismus? Wie organisiert muss alles sein, wie stark kann was organisch laufen? Wie müssen wir Leute mitnehmen, oder einfach nach vorne gehen und neues Land betreten? Und schließlich: wie stark muss unsere Sehnsucht nach Aufbruch und Erneuerung warten bis die Zeit reif ist und Ideen sich durchsetzen?

Wer also auf die schnelle Lösung aus ist, ist hier nicht am richtigen Platz. Was uns aber eint ist die Sehnsucht nach einer neuen Art Glauben zu leben, die nicht auf ein Gebäude oder eine Zeit beschränkt ist. Und wie die Leute, die damals nach Eldorado gezogen sind, mussten sie eine Weile durch unbekanntes, ödes Land laufen bis sie an die Orte kamen, an denen sich ihre Wünsche erfüllt haben.

Lass uns weitergehen. Gib5!

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