Unsere Erfahrung mit Missional

Im Juli waren wir 7 Leiter der Vineyard Heidelberg in der Nähe von Kaiserslautern und haben unsere Erfahrungen über die missionalen Gemeinschaften in der Vineyard geredet. Wir sehen sie als wesentlich an, um unsere langfristige Vision zu realisieren. Ein Kingdom-Movement entsteht nur durch hohe Beteiligung der Menschen, durch breite Kreativität und durch Multiplikation in der Stadt. Wir sehen hier keine Alternativen zu missionalen Gemeinschaften.

Erfahrungen

Seit 5 Jahren sind wir dran und haben noch nicht die erhofften Ergebnisse erlebt. Obwohl einige dort ihren primären Zugangspunkt zur Gemeinde haben (und nicht mehr im Gottesdienst sind), es gute Gemeinschaft gibt und auch ein paar Leute dazu kommen – so ist die Multiplikation und Evangelisation noch nicht passiert.

Wir haben gelernt, dass es sich nicht auszahlt, das Modell für die MGs zu überfrachten. Up, In und Out sind zu viel. Es wird zu sehr ein kleiner Gottesdienst erwartet. Der Hauptpunkt der MGs muss auf dem Out liegen, zusammen mit dem In. Selbst wenn alle 3 Bereiche vorhanden sind, sollte die Gewichtung auf dem Out liegen. Das haben unsere MGs bisher zu wenig gemacht, es war zu selten der Ausgangspunkt und daher ließ es sich auch schwer im Nachhinein einbauen.

Verständnis

Wir verstehen missionale Gemeinschaften als Gruppen mit folgenden Merkmalen:

  • Mission als Organisationspunkt
  • Selbstverständnis als Gesandte
  • Das in der Welt-Sein (Alltagsbetonung und Nähe zum direkten Umfeld)
  • Inkarnatorisch (kein Dualismus zwischen Heilig und Säkular)
  • Kulturadaptierend (keine Gemeinde-Einheitskultur)
  • Multiplikativ (reproduzierend und nicht in die Größe wachsend)

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Zusammenspiel

Wir diskutieren das Zusammenspiel zwischen Gottesdienst und MGs. Wir haben 5 Modelle des Zusammenspiels gefunden.

  • Modell A unterscheidet Missionales als organisiert um Mission, während Gottesdienst sich um Anbetung und Lehre schart; welches sich Gegenseitig ausschließt.
  • Modell B sieht den institutionellen Flügel der Gemeinde mit den Sakramenten und den organischen Flügel als Leben von Gruppen in der Welt.
  • Modell C betont „the Medium is the Message“ und besagt, dass der Gottesdienst ein Vorbildcharakter und Übungsfeld ist, in dem Worship, Word und Works modelliert werden sollen.
  • Modell D sieht den Gottesdienst als eine weitere Form von Gemeinschaft, wenn auch mit einigen eingeschränkten Merkmalen; die MGs spielen mit ihm in einem Netzwerk.
  • Modell E sieht den Gottesdienst als Tempel, wo das Big Picture gelebt und gefeiert wird; und das Haus, in der die Lebensnähe, Anwendung und Gemeinschaft stattfindet.

Wir sehen uns am nächsten an Modell C und D. Der Gottesdienst hat für uns Vorbild und Übungscharakter. Er dient der Mobilisierung und der Abdeckung des Up-Bereichs. Die MGs sind Gruppen, die uns die Nähe zu den Heidelbergern herstellen lassen, unser Gott-Verständnis praktisch werden lassen und God-Stories zurück in den Gottesdienst spielen.

Unser Gespräch ging noch gut weiter und wir haben einige Aktionen daraus gezogen. Der Weg zu missionalen Gemeinschaften ist kein leichter. Auch wenn ich die anderen Projekte in Deutschland so sehe – dann haben einige aufgegeben, andere kochen Sparflamme und einige sind noch immer am probieren. Wie gesagt: ich sehe keine guten Alternativen für unsere Vision und Werte. Daher werden wir einen zweiten Anlauf nehmen und weiter dran sein. Mal schauen, wo wir in 5 Jahren stehen.

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3 Kommentare zu „Unsere Erfahrung mit Missional

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