Ein Hoch auf die Einfachen!

19 Sep

Zinedine Zidan ist nicht der große Redner. Der Weltfußballer spricht eher mit dem Ball. Und ich bin ihm eigentlich noch persönlich böse für sein Tor gegen mein heiß geliebtes Bayer Leverkusen im Champions League Finale 2000. Aber dann hat er doch mal einen schlauen Satz von sich gelassen, den ich hier gerne zitieren möchte:

Einfachheit ist der Höhepunkt von Intelligenz!

Und das hat was. Wer italienisches Essen kennt, oder japanische Architektur oder Urlaub an einem schwedischen See – der weiß, was Zidane meint.

In der Worship-Szene geht mir seit einigen Jahren der ganze Karneval etwas auf die Nerven. Da gibt es Bands, die größer sind als die Söhne Mannheims. Und deren Lichtshow selbst U2 in den Schatten stellt. Das wirkt auf mich schon manchmal wie eine katholische Kathedrale – so viel Zeug. Ich frag mich, was Jesus davon halten würde.

Allein die Bilder von manchen Webseiten sprechen da eine deutliche Sprache. Beispiele? Bitte schön…

Natürlich gibt es auch eine Gegenbewegung. Hier sind ein paar Worship-Leute, die zeigen, wie einfach man die Sache wieder machen kann.

Aaron Keyes nimmt sich ein Piano, ein paar leichte Percussions und verwandelt ein Wohnzimmer in einen Anbetungsort. Wunderschön.

 

Phil Wickham leitet alleine mit einer Gitarre vor tausenden von Leuten. OK, natürlich hat der Typ ne Hammerstimme. Aber doch recht einfach und direkt.

 

Will Reagan & United Pursuit enstand aus dem Wunsch, einfach Anbetung mit ein paar Leuten zu feiern. Sie trafen sich wöchentlich und die Alben sind der Hammer. Viel direkter und mitmachender als das meiste, was ich bisher gehört habe.

 

The Brilliance – der Bruder vom großen Michael Gungor hat eine Band, die bewusst einen anderen Sound in der Anbetung kultivieren will. Hier ein beeindruckendes Video von ihrem Gig im Altenheim!

 

Und natürlich ist die gesamte Musikszene voll von weiteren Künstlern, die in die einfache Richtung strebenn. Civil Wars sind in diesem Jahr groß rausgekommen – zurecht. Ein Duo, eine Gitarre – viel Gänsehaut.

 

Rue Royale sind vielleicht schon bekannt hierzulande. Auch hier: große Emotion mit wenigen Instrumenten.

 

Ein Hoch auf die Einfachen!

Eine Antwort to “Ein Hoch auf die Einfachen!”

  1. Sabine 20 September, 2012 um 5:13 am #

    Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, im Showbiz bei dem zu bleiben, um das es einem tatsächlich geht, sei es nun Gott oder sonst etwas. Showbiz ist eine harte Welt, mit vielen „Beratern“ etc., die eine Musikgruppe „gross“ machen wollen, um des schnellen Geldes, der Popularität, der Eitelkeit, … wegen. Dürfte schwierig sein, immer dagegen anzustehen.

    Ich habe mir das Bild oben in grösser angeschaut. Ein paar sehen aus wie die Websites von diesen ganz grossen amerikanischen Fernsehpredigern. Ich denke, das spricht für sich, da muss man nichts mehr zu sagen.

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