ein Atheismus-Projekt

18 Feb

Alain de Botton sieht aus, als würde er zu viel vor dem Computer sitzen. Helle Haut, Glatze und hängende Unterlippe. Und dann redet er noch schnell und mit einem Geek-Vibe. Ich mag seine Bücher. Übers Reisen, die Philosophie und Architektur. Sein Stil gefällt mir auch.

Jetzt hat er ein neues Projekt: Atheismus mit Lehren der Religion zu beleben. Normalerweise sind Atheisten schlimmer als Baptistenprediger aus Texas. Sie sind voller Polemik, Aggressivität und lassen wenig Raum zum Nachdenken. Sie verstehen nicht, wie Religion funktioniert. Und vor allem ist ALLES aus der Religion schlecht. Alain schlägt einen anderen Weg ein – mit Anerkennung, Lernbereitschaft und Raum zum Denken.

In diesem interessanten Vortrag bei TED spricht er über sein Projekt. Es wird nie und nimmer funktionieren. Er versucht, Religion zu verstehen und hat sehr interessante Punkte. Die Kommentare über Kinder sind super, genauso über Wiederholung und Emotionen. Sehr wahr. Er unterschätzt nur die Gemeinde. Auch wenn wir Christen hart mit uns selbst sind und der Gemeinde wenig Credit geben, so sind es doch die Beziehungen und soziale Unterstützung, die das ganze funktionieren lassen. Ist aber natürlich schwierig zu verstehen, wenn man das nie miterlebt hat.

Genug gelabert – hier ist der Vortrag:

2 Antworten to “ein Atheismus-Projekt”

  1. Muriel 18 Februar, 2012 um 10:31 am #

    Ich würde ja zu gerne mal einen Atheisten kennenlernen, wie er in Artikeln wie deinem geschildert wird.
    Klingelt da wirklich kein Ironiewarner bei dir, wenn du dich im selben Atemzug über undifferenziert schimpfende polemische Atheisten beklagst, in dem du undifferenziert und polemisch über Atheisten schimpfst?

  2. matthiasbeyer 18 April, 2012 um 1:44 pm #

    Ja, es war die differenzierteste Äußerung eines Atheisten, die mir je untergekommen ist…

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