ein paar Vorbilder im Centered Set

2 Nov

Wer lebte Centered Set? Wenn etwas total gut ist, dann sollte es ja auch praktisch und attraktiv sein. Hier sind drei historische Persönlichkeiten, die Centered Set in ihrem Ansatz waren: Franz von Assisi, Loren Cunningham und John Wimber.

Franz von Assisi war der Superstar des 13. Jahrhunderts. Radikaler, provokanter Nachfolger Jesu, der die gesamte katholische Kirche beeinflusste. Er legte starke Ansprüche an sich selbst – Armut, Gehorsam etc – und fordert es zum Teil von seinen engsten Jüngern. Dennoch zeigt sich ein Zentrum-Fokus in seinem Leben (so weit man das heute sagen kann). Er nannte alles mögliche „Bruder“ und „Schwester“ (wie etwa „Schwester Armut“ etc). Er brachte damit seine Offenheit zum Ausdruck, in allem einen Verbündeten zu erkennen. Er war geleitet davon, in allem Gott zu erkennen und sein Werkzeug zu sein. Trotz seines wachsenden Ruhms versuchte er nicht, Truppen zu organisieren oder seine Agenda in einem Verband zu organisieren. Das Zentrum war wichtig, Leute waren damit konfrontiert und konnten auch zu Hause bleiben und richtig viel Essen. Franz fand sie alle gut.

Loren Cunningham hat mit Jugend mit einer Mission den Wert der Weltmission und Evangelisation in unser Zeitalter getragen. Wer auf einer DTS war oder zu einem Einsatz dabei war, wurde mit diesem Zentrum konfrontiert. Manche JmeM-Zentren waren charismatischer, andere weniger – aber in allen kamen diese Werte durch. Ob man Stockkonservativ war oder in Zungenrede nach dem Butter fragt – alle konnten kommen und mitmachen. Und JmeM macht an vielen Orten mit – mit Gemeinden, anderen Verbänden etc. Klar, JmeM ist ein unabhängiger Verband. Aber die Ausrichtung zeigt klar die Merkmale von Centered Set: klares Zentrum, wenig Verhaltenserwartung, große Offenheit, leidenschaftliches Vorleben.

John Wimber gründete die Vineyard und nahm Centered Set als eine seiner leitenden Theorien. Es erklärt ihm, wie Kirche im Verhältnis zum Glaubenden steht. „Wir haben eine weit offene Vordertür,“ meinte er einst, „und eine weit offene Hintertür.“ Die Leute an Jesus binden, und nicht an die Kirche, war die Devise. Und das lebte Wimber indem er 6 Kernwerte formulierte (das Zentrum) und Leute einlud, da mit dabei zu sein. Es gab kein Zwang, diese zu anzunehmen. Aber nur im Maße der Übereinstimmung konnte man Teil des Ganzen sein. Martin Bühlmann erklärt das auch nochmal.

So, das sind 3 Vorbilder meinerseits. Was man in allen merkt ist die Klarheit des Zentrum wie auch die Bereitschaft, mit der Spannung der Unverbindlichkeit zu leben. Man weiß nicht, wo die Leute letztlich sind, weil man kein „drin“ hat. Aber es ist diese Bereitschaft, die das Zentrum heller erstrahlen lässt und damit so ein Potenzial für unsere Zeit hat.

Teil 1 der Serie – 2 weitere folgen.

3 Antworten to “ein paar Vorbilder im Centered Set”

  1. Christoph 11 November, 2011 um 8:19 am #

    „…richtig viel Essen“? Raff ich nicht… Aber das Bühlmann-Video ist mal was wirklich hilfreiches zu der Frage, die Centered-Set lebbar ist. Einzig wäre interessant zu wissen, wie – konkret! – diese „Entscheidungspunkte“ aussehen. Und ob es dann nicht letztlich doch sowas wie „Zäune“ (Boundet-Set) werden, nur halt jetzt mehrere gestaffelte.

Trackbacks/Pingbacks

  1. wie geht das mit Centered Set? « siyach - 16 November, 2011

    […] 1 und 2 der Serie hier. Noch ein Post folgt… Teilen Sie dies mit:Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser […]

  2. Centred Set « Boris’ Gedankenwirren - 10 Januar, 2012

    […] Ein paar Vorbilder im Centred Set […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: