Keine Opfer, bitte!

6 Sep

Die letzte Woche bricht der Aktienmarkt weltweit zusammen. Überschuldung, zu viele unlösbare Kompromisse, faule Finanzprodukte. Ich bin eigentlich kein Finanzpessimist, aber mir fällt in der Diskussion einige auf. In den USA wollten sie ja ihr Schuldenlimitproblem in den Griff bekommen – allerdings wollte keiner wirklich nachgeben. Die Republikaner wollen keine höheren Steuern, die Demokraten keine Kürzungen in den Sozialleistungen.

Auch in Griechenland hat mich das vor ein paar Wochen schon geschockt. Da ist das Land kurz vor dem Ruin und die Leute auf der Strasse sagen: „Naja, warum sollen wir ausgerechnet den Gürtel enger schnallen?“ Hm, vielleicht weil das helfen würde. Da denken sich die Durchschnittsgriechen: da soll der Rest von Europa mal schön mitzahlen und gürtelschnallen.

Die Kacke ist am Dampfen und Opfer müssen her – aber bitte nicht von mir. Bin mal gespannt, wie lange das gut geht (oder wer zuerst zuckt).

Eine Antwort to “Keine Opfer, bitte!”

  1. berlinjc 6 September, 2011 um 10:05 pm #

    Sicherlich haben wir (Europäer, besonders wir Deutschen) einen hohen Lebensstandard. Sich auch materiell auf das Wesentliche zu besinnen, könnte heilsam sein. Dennoch: Das Opfern an sich wird keine Hilfe bringen. Opfern würden die „Otto Normalverbraucher“, aber nicht diejenigen, die die Strippen auf den Finanzmärkten ziehen und das Zinssystem in’s Perverse treiben. Das Geldsystem an sich müsste geändert werden. Das ist ein Schritt, den aber nur „die Mächtigen“ tun können, was sie nicht tun werden, weil sie sich damit selbst das finanzielle Grab schaufeln würden. Schließlich ist auch ihr Motto „Bitte keine Opfer!“

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