Warum Bücher auf dem iPad besser sind

17 Jun

Seit ein paar Monaten hänge ich auf dem Sofa und ziehe mir über Kindle Bücher rein. Anfangs war ich etwas skeptisch, aber jetzt bin ich totaler iPad-Lesefan. Und zwar nicht aus den offensichtlichen Gründen: klar, über Kindle weiß man immer wo man ist, man kann Stellen markieren, es wird auch auf andere Geräte gesyncht, und die Batterie hält ewig. Und Musik hören ist auch nett.

Und natürlich gibt es auch Probleme: irgendwann ist die beste Batterie leer, das Sonnenlicht stört die Lesefreude oder meine Frau checkt Facebook und lässt sich nicht von meinen Leselüsten leiten.

Der echte Pluspunkt ist: zum ersten Mal ist ein Buch multimedial. Früher hieß ja der TV multimedia, aber es war echt nur ein Medium. Beim iPad ist es zum ersten Mal multi.

Zur Zeit lese ich The Architecture of Happiness von Alain de Botton. Ein nettes Buch von einem Philosophen über Architektur und was Schönheit ausmacht. Dabei zitiert er Leute, die ich nicht kenne; zeigt Gebäude, die mir nichts sagen; oder spricht über Gewohnheiten, die ich noch nie gehört habe. Aus Kindle kann ich Wörter direkt googeln, bekomme eine schöne Erklärung und Hintergrund, und öfter mal auch Bilder und Videos.

Apropos Video: de Botton hat aus seinem Buch eine TV-Show gemacht und das eine oder andere Interview gegeben. Da kann ich in einer Stunde einen Vortrag anhören und einen gesamten Überblich über seine Gedanken bekommen, wie hier:

Oder ich ziehe mir die TV-Show rein. Es sind drei Episoden a 45 Minuten. Dort kommen neue Aspekte zur Sprache, die Locations wurden gefilmt und Leute interviewt. Viel mehr als nur Zeilen in einem Buch. (ich poste hier den ersten Teil – die anderen ergeben sich dann aus den Links bei Youtube – sind nämlich insgesamt über 10 Teile).

Und so fängt ein Buch viel mehr an zu leben. Es bekommt mehr Facetten und ist eine sehr viel reichere Erfahrung. Hilft natürlich auch, wenn es ein interessantes Buch ist das vom Glück der Architektur.

3 Antworten to “Warum Bücher auf dem iPad besser sind”

  1. Stefan Böhringer 17 Juni, 2011 um 6:39 pm #

    Enhanced eBooks haben für bestimmte Gattungen (Fachbücher, Schulbücher etc.) sicherlich einen großen Mehrwert. Bei linearem Lesen, wie z.B. bei Romanen, nerven multimediale Elemente eher nur.
    Natürlich machen die zusätzlichen Inhalte den Verlagen auch ganz schöne Kosten. Und es fehlt oft die Erfahrung mit Video und Co. Ich bin gespannt, was hier noch alles kommt. Die Branche entwickelt sich auf jeden Fall, wenn auch zögerlich.

    Hinterhinken tut wieder einmal die christliche Buchbranche, die ja schon bei Hörbüchern total daneben gegriffen hat. Es ist nur zu wünschen, dass sich christliche Verlage intensiver mit dem Thema eBook auseinandersetzen…

    Gruß
    Stefan

  2. julia 21 Juni, 2011 um 9:58 pm #

    COOL. Freu mich über den Post. und das Thema der Ckps, natürlich. Thx for sharing, marlster.

Trackbacks/Pingbacks

  1. die Evolution des PCs « siyach - 4 Februar, 2013

    […] hänge ab. Das Fernsehprogramm wurde die letzten Jahre immer weniger meine Sache, dafür habe ich ein paar gute Dokus gefunden. Dank Youtube hat man heute Zugriff auf eine ganze Reihe von tollen Programmen […]

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