Vertrauen und Wirkung – Wie bewegt man Menschen zu sozialer Veränderung?

4 Dez

Wer mehr hat, muss teilen – hieß es früher unter uns Freunden auf dem Schulhof. Heute lebe ich als reicher Mensch in der westlichen Welt und sollte eigentlich auch teilen. Nur ist das nicht so leicht und offensichtlich wie auf dem Schulhof. Ich habe schon Pausenbrote mit Menschen geteilt, die dann meine Gabe weggeworfen haben als ich mich wegdrehte. Damit haben sie auch mein Vertrauen in einfache Lösungen weggeworfen.

Ich habe schon Geld an Organisationen gespendet – und dann hat mir jemand gesagt, dass über 80% für Verwaltung draufgehen. Und das war das letzte Mal, dass meine Euros und mein Vertrauen an große Organisationen gingen. Vertrauen ist wohl das wichtigste Element wenn Spendengeld fließt. Und wie kann man Vertrauen in sozialen Projekten unterstützen?

kiva KIVA ist ein interessanter Fall. Kiva ist das erfolgreichste Peer-to-Peer-Finanzierungsprojekt. Auf der Webseite werden Projekte aus Entwicklungsländer vorgestellt und als Geldgeber kann für Projekte seiner Wahl Geld geben. Die Abwicklung läuft (kostenlos) über Paypal und lokal wird das Geld ausgezahlt. Für die Kiva-Leute kann man optional noch ein paar Prozent drauflegen, was wohl jeder zweite auch macht. Jeden Monat wird der Kredit dann zurückgezahlt, ohne Zinsen für den Geldgeber.

Direktheit ist wichtig für Vertrauen. Ich will nicht, dass meine Wohltatseuros durch 1.000 Hände gehen. Auch will ich die Projekte verstehen, die ich unterstütze. Aber Kiva macht noch was ganz clever und das führt dazu, dass sie die größte Platform geworden sind. Kiva organisiert Treffen und lokale Anlässe, um Menschen mit sozialen Absichten zusammen zu bringen. Dadurch sitzt man nicht nur vor ner Webseite mit ner guten Story, sondern es gibt Bestätigung für die guten Absichten und ein soziales Netz entsteht. Gute Absichten müssen genährt werden und greifbar werden – nur dann haben sie die Chance, eine größere Anzahl von Leuten in Bewegung zu halten.

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Eine Antwort to “Vertrauen und Wirkung – Wie bewegt man Menschen zu sozialer Veränderung?”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Social Business, und nun? « siyach - 24 Januar, 2011

    […] November produziere ich Zeilen über Social Businesses. Ob Mikrofinanz oder Computer, Ratten oder Toiletten – diese Projekte faszinieren mich und zeigen, dass gutes Tun […]

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