Große Idee, wenig Kohle – was ist social entrepreneurship?

16 Nov

Früher morgen hier in Fountainebleau bei der Social Entrepreneuership Woche von INSEAD. Gestern kam über 30 Teilnehmer zusammen und ich war überrascht von der Breite der Arbeitsfelder: Mircro-Finance für die Armen in Venezuela, solargetrieben Hörgeräte in Jerusalem, Ramallah und Amman, Schutz des Regenwalds in Brasilien, Lebensmittelstandards für Afrika im Rahmen der UN, Rechtsanwaltsnetzwerk aus dem Sudan und Schulen in Indien. Und vieles mehr. Ashoka und Schwab sind Stiftungen, die sich dem Ziel der sozialen Veränderung verschrieben haben. Und viele hier haben Auszeichnungen gewonnen. Zusammen mit INSEAD sind sie Teil von Institutionen, die andere empowern, um Veränderung zu bewirken. Egal wie viel Geld – es geht nur wenn man eine Bewegung um eine Idee herum schafft.

Es passiert viel Gutes auf der Welt. Social Entrepreneurship ist eine Bewegung seit vielleicht einem Jahrzehnt, die immer mehr Energie gewinnt. Muhammad Yunus aus Bangladesch hat vor ein paar Jahren einen Nobelpreis für sein Mikrofinanzmodell gewonnen. Und jetzt gibt es immer mehr Menschen, die sich für soziale Veränderung investieren. Sehr ermutigend.

Soziales Unternehmertum ist ein unbeachtetes soziales Problem zu sehen, es zu adressieren und einen Weg zu Lösung zu finden.

Große Idee – wenig Kohle. Das scheint allen hier gleich zu gehen. Soziale Veränderung fängt immer mit einer Idee und viel Energie an. Viele hier haben ihren Job geschmissen, um sich für eine bessere Welt einzusetzen. Viele andere machen das neben ihrem Job her.

Geld ist nicht das Problem. Wenn du deine Mission weißt, das Geschäftsmodell entwickelst und die richtige Idee hast, dann kannst du starten.

Ich mag die Einstellung der Leute hier. Sie gehen nicht dogmatisch an die Sachen ran oder müssen irgendwas beweisen. Sie wollen positive Veränderung in der Welt. Diese positive, kampffreie Einstellung ist sympatisch und ansteckend.

Erlaube dir, Fehler zu machen. Niemand macht es beim ersten Mal richtig. Daher darf man nicht alles auf den ersten Versuch setzen.

Alles geht schief – öfter und schlimmer als du denkst. Daher ist es wichtig, mit einem Team unterwegs zu sein und Unterstützer zu haben. Alleine erreicht man nichts.

Mir fällt auch auf, dass hier viele junge Menschen sind – vielleicht auch daher der Optimismus. Ein älterer Brasilianer hat schon eine Krise geschoben und sein Venture aufgegeben, weil er merkt, dass er doch nichts bewegen kann. Vielleicht ist das die Herausforderung der Social Entrepreneurship Bewegung. Aber es ist interessant, wie sich smarte, energiegeladene Leute einsetzen, mit Business Wissen die Probleme der Menschheit anzugehen. Bin mal gespannt, wie sich diese Bewegung entwickelt.

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