Leben und leben lassen

23 Mrz

007-mäßiger Titel, verwegenes Cover und deutsche Songwriter-Stimme wie in einer Whiskey-Werbung. Die neue CD von Mitch Schlüter ist geil. Leben und Leben lassen sind gesungene Gebete mit dem Anspruch, im Hintergrund zu inspirieren. „Bei meiner Aufnahme war ja ein Ziel,“ sagt Mitch, „Worship-Songs als Songwriter so aufzunehmen, dass auch „normale“ Leute die Musik als „normale“ Musik hören und trotzdem Gebete hören und evtl. sogar singen. Ein bisschen wie das irische Segensbuch, das man zufällig in die Hände bekommt und doch interessiert liest.“ Gelungen, würde ich sagen.

Die Produktion ist erfrischend einfach – wenig Instrumente, die klar rüberkommen. Viel Ausdruck in Stimme und schöne Arrangements. Bei vielen Worship-Songs sind die Texte eher, naja, flach. Liegt wohl nicht am Objekt, das besungen wird, sondern eher an der häufigen Behandlung des gleichen Themas. Mitch hebt sich da ab und findet Zugänge, die eine neue Sprache finden:

Wer hat die Sterne gezählt
Wer trennt den Tag von der Nacht
Wer hat mit Farben gespielt
War Schöpfer mit Leidenschaft
(du bist der du bist)

Oder das hier:

Ich will dich hören wenn mir deine Stimme fehlt
Ich will dir folgen egal welchen Weg du wählst
Ich will dich finden im absurdesten Moment
(kann man dich sehen)

Schön. Die CDs gibt’s nur als Underground-Tipp im Moment auf der Webseite.

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