Ist es OK, einfach mal loszulegen?

Zur Zeit passiert einiges. Viele neue Projekte starten – in Mannheim, Frankfurt, Köln, Eppingen und bei Schweinfurth. Das sind die Gründungen, mit denen ich Kontakt habe. Meistens junge Menschen, die einfach mal loslegen und Gemeinden gründen.

Kürzlich bin ich über Markus Rolls „Ich fang einfach mal an“ gestolpert. Ein Buch über Gemeindegründung. Als Biografie von Markus Reise geschrieben. Solche Bücher gibt es nicht so oft in Deutschland, und es ist ein gutes (obwohl es nicht sehr gut geschrieben ist). Auf seiner Reise erzählt Markus von seinem Traum, relevante Gemeinde zu gründen. Er berichtet über die Suche nach Modellen (machen wir das nicht alle – einfach abschauen und kopieren). Dann geht er los und weiß nicht so richtig, wie er es anpacken soll. Er trifft Menschen, die ihn ermutigen (oh, Mann, sind die wichtig). Und fängt einfach mal an.

Markus Buch ist ehrlich. Das ist die größte Stärke. Ich habe mich darin wieder gefunden (und wahrscheinlich finden sich die meisten Gründer darin wieder). Angefangen von dem Wunsch, was Tolles zu machen. Über die knisternde Luft bei den ersten Treffen. Die frustrierende Suche nach Räumen (und dem Platzen der ersten Träume, weil es einfach nichts so cooles gibt, wie man sich das ausmalt). Bis hin zum Umgang mit der eigenen Unsicherheit, wenn es nicht gut wächst oder Personen das Projekt verlassen. Sehr gut dargestellt bei Markus.

Interessant ist auch die Lernperspektive, die ich dort wieder gefunden habe. Idee trifft Realität. Und der Gründer lernt, mit der Realität umzugehen. Manche Konzepte funktionieren nicht. Manche Idee ging nicht. Und dann umzuschwenken ist lebenswichtig für Gründer.

Was ich besonders an dem Buch schätze ist Markus Leidenschaft für die Gründung. Er will einfach seinen Traum leben und Menschen erreichen. Das hat ihn viel gekostet – Geld, Nerven, Entbehrung. Großen Applaus dafür – er redet nicht nur, sondern lebt es.

Letztlich ist eine große Stärke von „Ich fang einfach mal an“ der Einblick in das Innenleben von Markus. Seine Leidenschaft, seine Unsicherheit und sein innerer Wachstum. Mindestens vier Mal habe ich gelesen, dass Gott ihm gesagt hat, Zahlen sind nicht so wichtig. Treue und Hingabe seien wichtiger. Und jedesmal hat er sich darauf ausgerichtet. Und jedes Mal was es nicht das Ende seiner eigenen Veränderung. Ein Hoch auf Ehrlichkeit, Risikobereitschaft und einen Markus, der einfach mal loslegte.

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2 Kommentare zu „Ist es OK, einfach mal loszulegen?

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