Wann ist genug – the dip

19 Nov

Seth Godin ist einer der bekanntesten Blogger. Seine Posts sind kurz, auf den Punkt und voller praktischer Weisheit. Ab und zu veröffentlicht er Bücher mit ähnlichen Inhalten und komischen Namen. The Dip ist so eins. Es geht um den Umgang mit Rückschlägen. Passiert uns allen. Projekte, die nicht laufen. Leute, die enttäuschen. Karrieren, die feststecken. Wie geht man damit um?

Laut Godin ist es ein Merkmal von erfolgreichen Leuten, sich von Schrott trennen zu können. Also Täler zu durchschreiten und wieder rauszukommen. Ist natürlich immer die Frage: wann lasse ich los? Oder soll ich noch dranbleiben und durchhalten?

Eine wunderbare Strategie ist, sich eine Exit-Strategie festzulegen. Also von Anfang zu sagen: das sind Entwicklungen, unter denen ich rausgehen werde. Wie beim Aktienmarkt: ein Stopp-Kurs. Wenn die Aktie unter die Grenze fällt – raus. Bei Projekten ähnlich – wenn sich in 3 Monaten nichts tut – raus. Oder wenn nach einem Jahr keine Veränderung da ist – raus.

Guter Punkt. Will ich ab jetzt mehr machen. Von vornherein die Chance einberechnen, dass ein Projekt absagt. Das ist gar nicht so selten. Godins Weisheit ist, die Klarheit zu haben, sich dann davon zu trennen. Dafür vergebe ich ihm auch die bescheuerten Buchnamen und seinen Frisör.

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3 Antworten to “Wann ist genug – the dip”

  1. dasaweb 20 November, 2009 um 7:50 am #

    Sehr guter Punkt. Zum Thema Exit-Strategie ist auch das hier empfehlenswert: http://www.youtube.com/watch?v=bKj77kQXvl8 ;o)

  2. Martin 20 November, 2009 um 9:56 am #

    sehr interessant

    ich kenne aus meinen christenkreisen eher so die standhafter-zimmsoldat-strategie: halt durch, bruder … der herr hat doch dort hingestellt … sei treu in den kleinen dingen … verachte den kleinen anfang nicht … der herr jesus wird schon etwas wachsen lassen … schau doch, was du dadurch lernen kannst … du musst eben erst säen und dann wird der herr schon das wachstum geben … u.s.w. … u.s.w.

    da finde ich es mal befreiend, wenn man so was liest … ich brauche beides!

  3. dasaweb 20 November, 2009 um 10:11 am #

    Ja, ich finde dieses typische Denken katastrophal. Es werden so viele Sachen angefangen, und insgeheim hofft man, dass sie ewig bestehen, aber es ist klar, dass das nicht so sein wird. Trotzdem fühlt sich das Aufhören dann immer wie eine Niederlage an. Das erlaubt kein befreites Ausprobieren von Neuem.

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