Religion hindert Fortschritt – soulfriend V

18 Mrz

Religion spielt in der geistlichen Entwicklung häufig eine hinderliche Rolle, nach Kenneth Leech in Soul Friend:

Religion kann als Schutz dienen und wird dann häufig zum Selbstzweck. Gott ist nicht mehr das Ziel. Religiöse Formen werden um ihrer selbst willen geschätzt. … Wenn es keine wirkliche Krise in der Person gibt, bleibt die Religion ein Schutz gegen das Leben, und gegen Ganzheit. Es beschränkt und belastet die Person; und setzt sie nicht frei. Bevor die Veränderung zur Ganzheitlichkeit passieren kann, muss es eine Erfahrung der Dunkelheit geben, in der die Abwehr des Verstandes überwunden wird. Diese Dunkelheit ist eine schreckliche Erfahrung der Entfremdung, aber sie führt zum Durchbruch, zur Wärme und Nähe.

 

Hier nochmal die ähnliche Kommentare aus Chasing Francis:

“Wie ‘echt’ war Franz?” – fragte ich.

“Es gab nichts falsches in ihm. Er wusste nur, wie man Franz ist. Nichts mehr, nichts weniger. Kennst du Thomas Aquinas?”

“Etwas. Ich habe seine Summa Theologica im Studium gelesen. Aber das ist lange her.”

“Aquinas sprach von zwei Arten von Seelen – der magna animi und derpusilla animi. Die magna animi ist die offene Seele, die Platz für die Welt hat und die Jesus findet. Von magna kommtmagnificent (großartig). Die pusilla animi ist so.” Er zeigt auf die dunklen Schatten von Rocca Maggiore, hoch oben auf dem Berg, einer Festung, in die die Menschen von Asissi flohen als sie von den benachbarten Städten angegriffen wurden. 

“Die pusilla animi ist das verteidigte Herz. Es ist ein bewachter und misstrauischer Geist, der sich der Welt verschließt. Sie sieht alles und jeden als eine mögliche Gefahr, als einen angriffslustigen Feind. Sie schützt sich vor der Welt. Daher kommt das Wort-”

pusillimonious,” sagte ich. “Jemand Ängstliches”.

“Genau. Franz hatte ein magna animi. So sollte jeder Christ sein, so sollte die Kirche sein.” ….

Thomas nahm meine Hand und drückte sie. “Weißt du, wie Simon Tugwell die Franziskaner nannte? Er nannte sie das ‘radikal unbeschützte Leben’, ein Leben in Kreuzesform”, sagte er und öffnete seine Arme, um ein Kreuz darzustellen. “Es bedeutet, gefährlich offen zu leben, alles darzulegen was wir sind, und all die Schmerzen und Leiden der Welt aufzunehmen, die sie im Gegenzug gibt. Vielleich ist dieses unbeschützte Leben, was es heißt, Christ zu sein.”  

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Eine Antwort to “Religion hindert Fortschritt – soulfriend V”

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  1. das Leben des Gebets – soulfriend VIII « siyach - 4 Dezember, 2009

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