Worship Test Drive

11 Jan

Wir verlassen die Eishölle von Berlin und fahren die 6 Stunden zurück ins gelobte Heidelberg. Die Leiterkonferenz war gut (kostenlose Podcasts), ich war vor allem begeistert von Worship und den Begegnungen mit Gott. Dieses Jahr wird Worship eine größere Rolle bei mir spielen und so habe ich mich mit neuen Vineyard-CDs eingedeckt. Eine perfekte Möglichkeit, im Auto die neuen CDs auf einen Test Drive zu nehmen. Mit Murat und Miri im Auto bewerten wir die Scheiben von
1 – Geschenk an die Menschheit bis
6- Verbrechen gegen die Menschheit

Furious Love (Club Vineyard)
Es geht gleich auf dem ersten Lied los – Ride-Gedresche vom ersten zum letzten Takt. Vielleicht habe ich Ride-Becken-Allergie. Aber moderne Worship-Musik mit treibendem Schlagzeug und fetten Gitarren hängt mir zum Hals raus. Die Texte sind auch nicht frisch. Wenigstens passt es zur Geschwindigkeit von 170 km/h. Note: 4-5.

Sherri Carr – Fearless Now
Vineyard unterstützt jetzt einzelne Persönlichkeiten, nachdem sie in den vergangenen Jahren alle Stars verloren haben. Sherri Carr singt schön. Manche Melodien sind eingänglich und nett. Aber wieder das Ride-Becken. Manometer. Nichts gemeinde-tauglisches. Note: 4

Let us Be (Club Vineyard)
Etwas ruhiger, nett arrangiert. Ein paar schöne Lieder. Aber nichts überraschendes. Alles etwas vorhersehbar. 1-2 Lieder könnten den Weg in die Gemeinde finden. Note: 3

Ryan Delmore – the Spirit, the Water & the Blood
“die habe ich mir gestern angehört”, sagt Miri “die ist sehr einfach und experiementell. Nichts für mich“. Ich sehe das anders: einfach, experimentell sind für mich die höchsten Töne über eine Scheibe. Und fürwar: von der ersten Note eigene Note dabei. Kevin-Proschiger-Gesang. Sehr cool. Murat ist nicht so der Fan und gibt ne 3. In der Summe Note 2+.

Sweetly Broken (Club Vineyard)
Ui, fast die Ausfahrt am Erfurter Kreuz verpasst. Sweetly Borken ist ein geiler Song. Gut arrangiert. Weitere gute Folgen. Aha, sie können es also doch noch. Da warden einige in der Gemeinde landen. Super Scheibe. Note: 1-

Awakened (Club Vineyard)
Schrott. Next…
Note: 5

Saving Grace (Club Vineyard)
Mehr Schrott. Zeit für ne Tankpause.
Note: 5

Fascinated (Club Vineyard)
Weiterfahrt mit wenig erfreulichem Auftakt. Wieder Ride-Gedtesche. Die Songs sind auch vorhersehbar. Not fascinated. Note: 4-5

Fill Me Now (Club Vineyard)
Ruhigere Produktion – keine Rides, Schon mal sympathischer. Ein paar sehr gute Songs, einige warden den Weg in die Gemeinde finden. Nicht ganz inspirierend, aber besser. Note: 3

Brighter Day (Club Vineyard)
Wow, die ist gut. Erstes Lied ist super, zweites auch. Später noch 3 super Songs. Die ist echt gut. Truly a brighter day. Note 1-2

Bless His Name (Club Vineyard)
Hm, zu viele Songs zu vorhersehbar. 3 Songs sind klasse und lohnen sich. In der Summe: 3+

Fazit
Es geht doch. Einige sehr gute Songs und Produktionen sind dabei. Man muss wohl etwas länger suchen als früher um gute Lieder zu finden. Außerdem sind wir etwas übersättigt was Worship-Musik angeht. Der wahre Text von Songs ist auch in einer Anbetungszeit, nicht auf der Autobahn. Das Finden von guten Liedern gehört zum Job eines Anbetungsleiters. Durch das Hören will ich auch meinen Geschmack schulen. Für mich sind bisher die besten Lieder die: einfach, überraschend, klar, experiementell.

So, angekommen. Zeit wieder für den Alltag.

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4 Antworten to “Worship Test Drive”

  1. onkeltoby 11 Januar, 2009 um 10:23 pm #

    Es schmerzt, dass Du Rides nicht magst, wo ich doch gerade dabei bin, eine unchristlich hohe Summe für ein Zildjian K Custon auszugeben… 🙂 Ich kann ja mit klassischer ‚Worship‘-Musik so gar nichts anfangen – gibts da mittlerweile eigentlich auch elektronisches?

  2. marlster 12 Januar, 2009 um 6:40 pm #

    naja, ich bin kein Ride-Verweigerer. Aber jedes Lied die voll auszunutzen – so als gäbe es eine BPM-Pauschale – geht mir auf den Kecks.

    Elektronisch kenne ich nur das Zeug von 24-7 und ein paar experiementelle Scheiben hier und da. Kennst du was?

  3. Arne 12 Januar, 2009 um 10:50 pm #

    Ich frage mich halt: kann Kunst, die direkt für Publikum, direkt für einen Zweck („gemeindetauglich“) gemacht wird, noch authentische Kunst sein oder wird sie nicht vielmehr zum Produkt? Ich höre bis heute wenn ich Bock auf Worship habe im Wesentlichen ein einziges Album: This Beautifuk Mess – Temper the Wind to the shorn Lamp. (ansonsten noch Stavesacre und Pedro the Lion)
    Es ist gerade so gut, weil es sperrig ist; sich entzieht. Man kann es nicht einfach benutzen (dennoch ist es geradezu überfüllt mit biblischen Anspielungen). Die Texte sind so kraftvoll, gerade weil auch stark über die Gottesferne gesungen wird; die Musik ist außerhalb von Songstrukturen alá „Strophe-Refrain- Strophe- Bridge“. Das sind für mich die magischen, gotterfüllten Momente mit Musik: wenn Musik, die nicht für einen solchen Zweck geschrieben ist, Menschen in einem Konzert so bewegt, dass plötzlich, sponatan und ohne Aufforderung viele mitsingen.

  4. marlster 14 Januar, 2009 um 8:05 am #

    Arne, ich sehe muss als sakramentales Element. Es hilft, die Gedanken zu fokussieren und erlaubt ein gemeinschaftliches Erlebnis. Wer sing, betet zweimal – sagt Augustinus.

    Sag mal, was du mit deinem beschriebenen Zugang verbindest. Ich weiß nicht, ob ich das aus der Beschreibung nachvollziehen kann. Was heißt das?

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