der Weg zu kreativen, missionalen Gemeinschaften – ecpn III

1 Okt

Die Sonne brennt und wir sitzen den ganzen Tag im Workshopraum. Klasse. Heute Mittag ging es hier in Faro weiter mit Modellen für Gemeindegründung. Paul Maconochie kam aus Sheffield, um über deren Erfahrung mit Clustern zu reden. Sie haben sich von einer Mega-Church mit 700 Mitgliedern zu einem Netzwerk von mittelgroßen Gruppen gewandelt, das heute ungefähr 1.500 Leute zieht. Das hat bei denen auch fast 10 Jahre gedauert und brauchte verschieden Anläufe, bis es so gut wie heute lief. Zentral ist dabei die Unterstützung der Leiter durch Schulung und Begleitung. Sie nennen das „low control – high accountability“. Im Prinzip geht es darum, Leute zu coachen und sich regelmäßig mit ihnen zu treffen, um eine gute Entwicklung zu ermöglichen.

In Heidelberg hatten wir letzten Montag unser Treffen zu Gemeinschaften (deutsch für Cluster), wo wir stehen und wo wir hin wollen. Momentan haben wir eine Gemeinschaft seit einem Jahr am Laufen (genannt EOS) und sind gerade dabei, eine zweite zu formen. Wir diskutierten das mit der Gemeinde und sammelten, was wir uns davon versprechen und was wir fürchten. Die Top 3 Chancen sind:
– Die Erkennung und Freisetzung von Gaben, sowie mehr Involvement der Leute
– Mehr Nachfolge bei den Leuten
– Einzelne werden in ihrer Berufung gefördert und geformt
Die Top 3 Gefahren sahen wir als:
– Es bleibt hohe Belastung von einzelnen in der Gemeinschaft (20-80)
– Verselbständigung und Abspaltung in den Gruppen möglich
– Exklusive Gemeinschaften, die sich ums Wohlfühlen kümmern

So ein Übergang muss gut durchdacht und begleitet sein. Wir sind weiter dran, unsere Lektionen in dem Übergang zu lernen. Die Stimmung ist aber positiv und wir erhoffen uns, dass wir ähnlich wie in Sheffield mehr zu missionalem Mindset kommen.

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3 Antworten to “der Weg zu kreativen, missionalen Gemeinschaften – ecpn III”

  1. David 1 Oktober, 2008 um 3:20 pm #

    Thx für die Updates, cool zu lesen.
    Kurze Frage: Wäre „Verselbständigung und Abspaltung in den Gruppen möglich“ tatsächlich so schlimm? Hättet ihr eine neue Gemeinde gegründet. 🙂
    Von diesem Antioch Movement musst du mir mal in Ruhe erzählen.
    Gute Zeit euch weiterhin!

  2. Kerstin 1 Oktober, 2008 um 9:01 pm #

    find ich sehr spannende fragen.. wir als gemeinde denken/ träumen grad den prozess von großer veranstaltungszentrierter gemeinde –> hin zu einem clusternetzwerk. würde mich interessieren, ob ihr da noch ausführlicher darauf eingeht – v.a. über die schwierigkeiten, wenn dieser prozess bei einer schon bestehenden (größeren) gemeinde in bewegung gebracht wird..
    grüße aus kitzingen + spannende tage noch, _kerstin

  3. marlster 2 Oktober, 2008 um 11:28 am #

    @ David: nicht unbedingt schlimm. Es war eine der Bedenken aus der Gruppe, die hoch bewertet wurde. Anscheinend will die Gemeinde nicht, dass es sich verteilt. Es gibt wahrscheinlich gute Verselbständigung (Multiplikation, andere Mission) und schlechte (Spaltung, Überlegenheit, Negativismus).
    @ Kerstin: die Engländer in Sheffield und London haben damit viel Erfahrungen, auch die Norweger. Wir sind in Heidelberg in einer anderen Situation: wachsende Gemeinde, die das in die Entwicklung einbaut. Die anderen Gemeinden sind groß und wollen sich mit ihrer Größe transformieren. Daher werde ich darauf nicht weiter eingehen.

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