Strenge Gruppen wachsen – Acts of Faith

15 Sep

Das Geheimnis der Stärke von strengeren Gruppen ist: obwohl sie mehr Kosten fordern, bieten sie größeren Wert. Die größere Wert entsteht durch höhere Kosten. … Dadurch enstehen höhere Levels von Commitment, was nötig ist, um die Zuversicht des Einzelnen in die Religion zu stärken – in die Wahrheit der Glaubensaussagen, in die Wirkung der Praktiken, in das Zutreffen der jenseitigen Verheißungen.

Richard Niebuhr erkannte: Wachstum führt dazu, dass eine Gruppe die Spannung mit ihrer Umwelt reduziert. Das führt zu einer Abnahme im Commitment der Mitglieder. Max Weber meinte: „im Prinzip sind es nur kleine Gemeinden, die strenge Standards für ihre Mitglieder durchsetzen kann“. Die Teilnahmerate sinkt mit Wachstum der Gemeinde. Der größte Abfall ist zu erkennen, wenn eine Gemeinde über 50 Mitglieder wächst.

Religiöses Commitment basiert auf der Reaktion der Umgebung. Zuversicht in die Religion wächst zu dem Mass wie andere ihre Zuversicht ausdrücken. Und wir werden mehr beeinflusst durch Menschen zu denen wir eine enge Beziehung haben. Wenn die Netzwerke weniger stark werden, schwindet die Unterstützung und Bestätigung der Gruppe, und damit das Commitment.

Serie: Acts of Faith / Rodney Stark – Teil 1 – Teil 2 – Teil 3 – Teil 4 – Teil 5Teil 6Teil 7

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7 Antworten to “Strenge Gruppen wachsen – Acts of Faith”

  1. Waldy (Schrotty) 15 September, 2008 um 10:15 pm #

    Hi,

    eine Frage aber leider gar nicht zum Thema: Die Skizzen sind die von Hand geschrieben und abfotografiert oder benutzt du dafür ein Programm?

  2. marlster 16 September, 2008 um 5:31 am #

    Handarbeit – das ist so im Buch nicht drin, sondern meine Zeichnungen davon.

  3. Dirk 19 September, 2008 um 10:53 am #

    Die Lakewood Church („Discover The Champion In You“) mit Joel Osteen wäre dann einschließlich Inhalt der Verkündigung ein Beispiel dafür, wie „mega“ eine Gemeinde sein kann – aber letztlich wohl eher flach ist. D.h.: Quantität auf Kosten der Qualität?

    Wenn ca. 50 Personen eine Grenze sind, ab der die Verbindlichkeit schwindet, schiene es dann folgerichtig, viele 50’er-Gemeinden zu gründen, die miteinander vernetzt sind?

    Auf jeden Fall könnte das wieder ein Plädoyer für die Hausgemeinden sein (wenn diese denn tatsächlich eine Multiplikation hinbekämen!).

    Segen!
    Dirk.

  4. marlster 19 September, 2008 um 11:46 am #

    Ja, das sehe ich auch so, Dirk. Wenn man die Analysen von Christian Schwarz (natürliche Gemeindeentwicklung) betrachtet, dann ist das auch so. Sowohl dass mit der Größe die Qualität abnimmt, wie auch dass der Wachstum (im Schnitt) langsamer wird.

  5. dikosss 19 September, 2008 um 12:56 pm #

    Kennst Du Positiv-Beispiele dafür, wie es gelingen kann, eine „Mega-Gemeinde“ zu sein, in der es qualitativ „gut“ zugeht?

    Segen!
    Dirk.

  6. marlster 19 September, 2008 um 1:53 pm #

    Da gibt es sicher einige. Ich kenne kaum Mega-Gemeinden. Vineyard Bern ist sicher eine gute, aber da bin ich sehr positiv dazu eingestellt. Andere sagen, die BGG in Stuttgart ist gut. Ich kenne da zu wenig.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Qualitativ “gute” Mega-Gemeinde gesucht! « dikosss - 19 September, 2008

    […] “gute” Mega-Gemeinde gesucht! Angeregt durch Marlin stelle ich die Frage: Wer kennt qualitativ “gute” […]

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