Oh, wie war das schön

14 Mai

Die Schweizer Alpen sind ein guter Ort, um über Gnade nachzudenken und sie auf sich wirken zu lassen. Mit 70 Heidelbergern sind wir über den ersten Mai nach Andermatt gezogen und waren zunächst überrascht vom heftigen Schneefall bei der Ankunft. Am nächsten Tag beglückte uns die Sonne und eine herrliche Kulisse. Wir verbrachten die Tage mit Anbetung, mit World Cafes rund um Gnade und viel Zeit für Beziehungen und Erkundung der Berge. Tinas Gedicht trifft gut die Emotionen, die uns während dieser Zeit trafen:

lange schatten
warf meine schuld ich hatte mich
von deinem licht abgekehrt
was mir blieb
war ein steiniger weg der
ins nichts führte
ich konnte nicht zurück
dein licht war so grell so
stolperte ich weiter
ins leere
[mir ekelte vor mir selbst aber
ich konnte nicht zurück
ich wünschte mich
zurück aber ich konnte nicht]

wenn meine gedanken
zu dir wanderten den weg
zurück den ich hinter mir gelassen hatte
ach mein herz wird mir so eng
aber ich kann nicht
ich kann nicht zurück
die welt wird so klein
fern von dir dass
mir kaum luft bleibt zum atmen

es ist so kalt wenn
deine sonne mich nicht wärmt
wie kam es eigentlich
dass mein weg eine wende nahm und
zurückführte
zu dir?

wie kam es
dass dein licht mich umfing und
das dunkle das mich von dir getrieben hatte
vor deinem lichte schmolz?

ich höre noch deine tritte hinter mir
und als ich mich umsah
war ich von deiner Gnade
umschlossen

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Eine Antwort to “Oh, wie war das schön”

  1. warnschild 15 Mai, 2008 um 11:09 am #

    Tolles Bild, tolles Gedicht. Mich stört nur das „e“ am Licht. Aber das ist schließlich eine Kleinigkeit.

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