Wie man sich ein 360 Grad Feedback (kostenlos) erstellt

7 Mai

Kenne dich selbst – Ist eine wichtige Maxime für Führung. Seine Stärken, Schwächen und Limits zu kennen sind die Grundlage, sich selbst und andere zu führen. Ein 360-Grad-Feedback hilft dabei. Durch Einschätzung aus unterschiedlichen Perspektiven bekommt man wertvollen Input für seine Selbsterkenntnis. Ich stelle kurz den Prozess vor, wie man sich so ein 360-Feedback kostenlos basteln kann. Dabei durchläuft man folgende Schritte:

1. vorbereiten
2. durchführen
3. analysieren
4. agieren

Vorbereiten
Zunächst muss man sich überlegen, was man erkennen will. Es gibt verschiedene Kompetenzen und Ideale, die man abfragen kann. Ich benutze das Leadership Practice Inventory von Kouzes und Posner. Die Kompetenzen gefallen mir, man kann diese mit nur 30 Fragen testen und hat genug Literatur zur Nacharbeit.
(Fragen hier auf Seite 15-17). 

Wenn man die Fragen hat, braucht man Einschätzer. Dabei sollte 4 Arten von Leute befragt werden: Vorgesetzte, Partner, Untergebene und sich selbst. Diese sollte man anfragen, ob sie mitmachen und kurz erklären, was das Ganze soll.

 

Durchführen
Googles neue Tabellen-Format bietet die Möglichkeit von Formularen. Also packe ich die Fragen in die Spalten der Tabelle und schreibe ein Formular mit einer kurzen Beschreibung. Neben den Fragen mit einer Wertung von 1-7, füge ich auch noch 3 offene Fragen dazu (die 3 offenen Fragen: was sind die größten Stärken? was sollte er noch mehr machen? Welche Hinweise, Kommentare und Feedback gibt es noch?). Dieser unstrukturierte Input ist oft sehr treffend und direkt. Also bekommen alls Einschätzer ein Mail mit dem Formular, geben ihre Werte und Kommentare ab. Wichtig ist, dass irgendwo auch steht, welche Perspektive sie repräsentieren, damit die Analyse klappt.

Nach ein paar Wochen ist das fertig und ich lade die Daten in ein Excel runter, transponiere die Spalten und beginne mit der Analyse.

Analysieren
Es gibt zahllose Wege, die Daten zu analysieren (Beispiel-Report hier). Zunächst pro Frage und Kompetenz den Mittelwert berechnen. Dabei berechnet man erst den Mittelwert pro Persprektive und Frage, dann alle Nicht-Selbst Werte als Mittelwert.

Daraus ergibt sich ein Überblick über die Kompetenzen. Dabei kann man schauen, ob eine Perspektive sich deutlich von den anderen abhebt. Außerdem kann man die Perspektiven mit der Selbsteinschätzung in Verbindung bringen und sehen, ob Abweichungen bestehen. Gute Fragen hier sind: Was ist deine Reaktion auf die Resultate? Überrascht dich etwas? Wie erklärst du die Abweichungen? Stimmst du damit überein?

Danach kann man die einzelnen Fragen analysieren nach Nicht-Selbst-Mittelwert: was sind die Top5? Was sind die Bottom5? Wo sind die größten Abweichungen zwischen Selbst und Nicht-Selbst? Gute Fragen sind hier: Stimmst du mit den Stärken / Schwächen überein? Überrascht dich das? Warum wurde das so eingeschätzt? Wie kannst du die Stärken weiter nützen? Wie mit den Schwächen umgehen?

Dann geht es an die offenen Fragen. Hier kann man einfach mal zusammenfassen was häufig genannt wurde und was überraschte. Hier können Fragen sein: wie kannst du deine Stärken noch weiter nutzen? Wie kannst du mit den Schwächen umgehen? Was bedeutet das für dich?

Agieren
Der letzte Schritt ist aus den Ergebnissen Aktionen abzuleiten. Am besten sind wenige Aktionen, nicht mehr als 3. Also einen einfachen Aktionsplan erstellen mit Zielen, Messung und Wege dort hin. Beim Leadership Practice Inventory helfen die Bücher von Kouzes und Posner zu den unterschiedlichen Kompetenzen. Das kann nochmal wertvollen Input geben.

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Eine Antwort to “Wie man sich ein 360 Grad Feedback (kostenlos) erstellt”

  1. leon 6 Juli, 2008 um 9:10 am #

    gfgdh

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