wie können wir besser gründen? – ecpn II

8 Mrz

Die letzten Nächte sah ich vor meinem inneren Auge nur Post-Its wie früher Tetris-Blöcke als das der Hype war. Die letzten 3 Tage haben wir von morgends bis spät nachts in Workshop-Räumen verbracht und über das Leben von Gründern nachgedacht. Heute kamen die Pläne für die nächsten Schritte zusammen und dann haben wir mit unseren Freunden vom EJW die Sonne und den Strand genossen (inklusive erstem Sonnenbrand – chaka!).

Unsere Ergebnisse sind nicht bahnbrechend oder überraschend, aber wir haben ein gutes Verständnis was das Leben von Gründern besser machen könnte. Und ist Innovation nicht genau das: die naheliegenden Schritte zu gehen und Probleme zu lösen. Daher bin ich trotz unserer bodenständigen Ergebnisse sehr positiv. Hier sind meine Pakete, die ich über die nächsten Monate schnüren darf:

Leichte Ausbildung
Zusammen mit Marcus stecken wir ein Programm zusammen, um Gründer auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Unser Ziel ist ganz klar, das möglichst einfach, untheoretisch und leicht zu machen. Wir haben viele gute Ideen über Inhalte und Methoden, aber es wird sicher ein paar Monate dauern bis wir einen ersten Wurf haben und den Einsatz testen können.

Gründer-Portal
Die Engländer von Fresh Expressions haben so ein Online-Learning-Network schon im Einsatz und die Idee ist einfach: einen Punkt zu schaffen, wo Gründer auf Ressourcen zugreifen und lernen können. Machmal hilft eine Anleitung, Beschreibung oder ein Überblick, um bessere Optionen beim Gründen zu haben. Wir wollen auch das möglichst einfach gestalten und neben den praktischen Tools auch Stories, Interviews und Berichte posten, damit die Vision von Gründen am Leben bleibt.

Fringe Vineyard
Schon bei Diskussionen über Rodney Stark und Innovation im Glauben kam die Aussage, dass Innovation selten aus dem Kern kommt. Neue Formen treten am Rand auf und bilden neue Bewegungen oder finden langsam den Weg in den Mainstream. Bei den Interviews mit Leitern aus dem englischen Raum kam immer wieder die Aussage: in Deutschland ist man sehr begrenzt was Experimente und Risiko angeht. Wenn Freunde von mir was Neues im Gemeindeumfeld versuchen, müssen sie sich häufig alleine durchschlagen und es fehlt die Unterstützung. Daher wollen wir ein bewusstes Experimentierfeld schaffen, wo wir neue Formen und Ansätze von Gemeinde unterstützen, fördern und davon lernen wollen. Wir wollen den Rand (Fringe) bewusst kultivierien und damit unsere Ansätze zu Gründung erweitern.

Die anderen haben auch noch eine Reihe von Actions mitgenommen und kümmern sich um Assessments, Coaching und Netzwerken von Gründern. Damit bewegen wir uns auf jeden Fall voran. Der ganze Prozess hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt muss ich mich aber erst mal wieder warm anziehen, denn es geht heim in den kalten März in Deutschland.

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4 Antworten to “wie können wir besser gründen? – ecpn II”

  1. BroccOli 8 März, 2008 um 12:23 pm #

    Hallo Marlin

    Schön, die Sache hat sich also gelohnt. Insbesondere den letzten Absatz (Fringe Vineyard) finde ich bemerkenswert für uns! Dieser Ansatz ist ja spätestens seit der „missionalen Welle“ bekannt. Wir orientieren uns schon länger daran.

    Nach meiner Erfahrung ist eine so „innovative und experimentelle“ Strateige für die Beteiligten mit einigen „Begleiterscheinungen“ verbunden, mit denen ich mich (als einst „traditioneller“ Pastor) erst anfreunden musste. Am „Rand“ hat seinen Preis. Was man tut, ist für die „etablierte und traditoinelle“ Christenheit oft kaum nachvollziehbar. Man geht einige Wegstrecken alleine, sucht nach Wegen, wo man selbst noch keine sieht usw. usw.

    Dies braucht eine gute Vernetzung der Leiter in unseren Regionen, Reflexion- und Austausch-Börsen usw. Ihr habt ja einiges davon in diesen Tagen entdeckt bzw. erneut festgemacht. Finde ich super!

    Ich persönlich (auch wenn mein und unser Weg wohl nicht für alle ähnlichen Projekte spricht) lebe häufig wie „zwischen zwei Welten/Realitäten“. Da ist offiziell etablierte und institutionalisierte Kirichenlandschaft, zu der wir hier – von Herzen gerne und mit fester Überzeugung – auch gehören. Andererseits bin ich mit Leitern und Projekten der Region vernetzt, die kaum oder überhaupt keine wirklichen Berührungspunkte (mehr) mit den „grossen“ Kirchen und Freikirchen haben. Einige Spannungsfelder (ideologische und praktische) sind die Folge, zumindest für mich.

    Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass es Menschen und Gruppen braucht, die solche Wege gehen. Du hast bereits geschrieben weshalb :-).

    Go on! Freu mich, mit dir und der Vineyard Family DACH unterwegs zu sein.

  2. Martin DJ 8 März, 2008 um 4:49 pm #

    hallo marlin … ich verfolge deine letzten artikel mit gesteigertem interesse … und ich freu mich auch sehr mit euch … ich bin mit euch, wenn wir uns auch nicht kennen … auch warte ich gespannt auf die leichte ausbildung … du wirst wenn´s soweit ist, sicher berichten … dicke grüße aus a von martin

  3. Dirk 8 März, 2008 um 10:37 pm #

    Super, dass Ihr „unterwegs“ seid, um zum Bereich „Gemeindegründung“ Gutes voranzubringen!
    Blessings!

Trackbacks/Pingbacks

  1. Interviews: was macht Gründer stark? « vineyards gründen - 7 Oktober, 2008

    […] Prozess . Eindrücke und Beschreibung Für jedes Interview hatten wir eine Zusammenfassung von 3 Seiten, die wir dann […]

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