me. we. god. you. we. – eine einfache Art zu kommunizieren

16 Dez

Als ich im Mai meinen Freund Seth traf, ahnte ich nicht, dass er meinen Kommunikationsstil ändern würde. Wir waren beide 2 Stunden gefahren und trafen uns in der Mite in einem dieser amerikanischen Restaurant-Ketten zum Mittagessen. Wir unterhielten uns bei Burger und Potato Wegdes über die Highlights der letzten 4 Jahre seit wir uns nicht mehr gesehen hatten. „Do you know this?“, fragte er mich – und kritzelte die Worte auf: Me. We. God. You. We.

„So kann man predigen. Das kommt von Andy Stanley und har mit echt geholfen“. Ich fand’s interessant genug, um ein Photo, ähm Foto davon zu machen. Bisher war mein Predigtstil abgeschaut von meinen Lieblingsrednern. Ich hatte keine Pläne, das zu ändern. In den Wochen darauf ging mir das durch den Kopf und ich wollte mehr davon verstehen. Google hat mir geholfen und dann Andys Buch. Hier ist die Zusammenfassung und eine Session bei uns in Heidelberg für unseren Predigeraustausch:

ME (Orientierung): stelle dich selbst vor und hole die Leute ab. Menschen vertrauen oder misstrauen Personen und machen sich schnell einen Eindruck von dem Redner. Hilf den Personen, eine Orientierung zu finden indem du dich vorstellst.

WE (Identifikation): finde den gemeinsamen Grund mit den Zuhörern. Es gibt nichts Schlimmeres als in einem Film zu sitzen und nichts zu verstehen (oder einer Predigt). Finde eine Frage oder ein Problem, für das du eine Lösung bietest. Wenn es für die folgenden Aussagen keine Fragestellung gibt, warum dann darüber reden?

GOD (Erleuchtung): bringe Gott ins Spiel und was sein Wort zu der Situation zu sagen hat. Bringe die Personen in Kontakt mit Gottes Welt und seiner Sicht auf die Dinge. Nicht nur einen Vers verlesen, sondern ihn zum Leben erwecken und rüberbringen.

YOU (Anwendung): sag den Personen was sie anders machen können. Theorie ohne Praxis ist theoretisch. Hier hemmen sich viele Redner, aber willst du das den Leuten überlassen selbst was zu finden, was für dich zu schwierig ist zu finden? Glaube zeigt sich in der Tat und daher ist es gut, sie anzusagen.

WE (Inspiration): formuliere aus deinen Aussagen eine Vision. Wie ist die Welt besser wenn wir das machen? Wie ändert sich unser Leben? Veränderung braucht Motivation und eine Sicht für eine bessere Realität. Außerdem geht es darum, was wir als Glaubensgemeinschaft sein können wenn wir das umsetzen.

Ich mag die Einfachheit dieses Ansatzes. Es hat mir geholfen, einen besseren Fokus beim Reden zu haben und weniger überladen zu sein. Vor allem geht es bei dieser Struktur darum, wie ich mit den Leuten umgehe. In welcher Beziehung ich mit ihnen stehe. Ich nehme sie mit und spreche in erster Linie für sie.

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6 Antworten to “me. we. god. you. we. – eine einfache Art zu kommunizieren”

  1. wegbegleiter 17 Dezember, 2007 um 7:37 am #

    Danke für den feinen Tipp! Sehr hilfreich und einfach, aber nicht simpel.

  2. Martin DJ 17 Dezember, 2007 um 4:01 pm #

    hallo marlin … da ich in den nächsten zwei wochen einige themen zu halten habe, will ich auf diesen ansatz einmal achten … danke für den tip … grüße … martin

  3. storch 18 Dezember, 2007 um 12:11 am #

    klingt gut. mach auch auch so, hätte es nur nicht in ein konzept packen können.

  4. marlster 18 Dezember, 2007 um 7:52 am #

    danke für das Feedback. Ist relativ einfach (wie die meisten Dinge, die gut sind). Mir gefällt daran, dass um die Beziehung mit den Menschen geht und nicht um Abstraktion).

  5. storch 18 Dezember, 2007 um 7:55 am #

    wenn die gemeinde in deutschland eines nicht braucht, dann abstraktion! 🙂

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  1. Verlinkte Links #8 » Schrotty - think about - 7 Januar, 2008

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