Cliche ist eine Abkürzung ins Nichts

4 Nov

Gestern Abend habe ich mir endlich den Johnny Cash-Film Walk the Line gegönnt. Dabei war eine Szene sowas von treffend für mein aktuelles Interesse an Songwriting. Ein Produzent hört Cashs Lied und meint es ist alles Käse, weil es sich anhört wie alles andere. Hört sich an als hätte er über die gängigen Worship-Songs geredet (oder Radio-Songs, wenn man so will).

Filmguru Robert McKee meint dazu: „Cliché is at the root of audience dissatisfaction and like a plague spread through ignorance, it now infects all story media“. Wenn ein Film langweilig wird, dann weil er zu viele Cliches nutzt. Warum? Wahrscheinlich weil man zu uninspiriert oder zu faul ist, etwas echtes zu sagen. Also baut man eine Abkürzung ein, die aber ins Niergendwo geht. Ich glaube, das lässt sich übertragen auf alle PowerPoint-Vorträge, Predigten, Blogeinträge und Songs der Welt.  Der wirkliche Feind ist das Cliche.

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8 Antworten to “Cliche ist eine Abkürzung ins Nichts”

  1. Arne 4 November, 2007 um 5:53 pm #

    Du hast Interesse am Songwriting? Ich hab mich immer wieder mit der Frage beschäftigt, was gute Texte zu guten Texten macht. Wenn du willst, kann ich dir mal ne CD brennen mit Songs, die ich unabhängig vom Musikstil einfach für gute Songs halte.

  2. marlster 5 November, 2007 um 10:22 am #

    Klar – das wäre super! Was ist denn deine Erkenntnis, wann gute Texte gut sind?

  3. marlster 18 November, 2007 um 6:38 pm #

    da dieses Video von youtube wieder eingesackt wurde, hier der Dialog als Text:

    Sam Phillips: You know exactly what I’m telling you. We’ve already heard that song a hundred times. Just like that. Just… like… how… you… sing it.
    Johnny Cash: Well you didn’t let us bring it home.
    Sam Phillips: Bring… bring it home? All right, let’s bring it home. If you was hit by a truck and you was lying out there in that gutter dying, and you had time to sing *one* song. Huh? One song that people would remember before you’re dirt. One song that would let God know how you felt about your time here on Earth. One song that would sum you up. You tellin‘ me that’s the song you’d sing? That same Jimmy Davis tune we hear on the radio all day, about your peace within, and how it’s real, and how you’re gonna shout it? Or… would you sing somethin‘ different. Somethin‘ real. Somethin‘ *you* felt. Cause I’m telling you right now, that’s the kind of song people want to hear. That’s the kind of song that truly saves people. It ain’t got nothin to do with believin‘ in God, Mr. Cash. It has to do with believin‘ in yourself.

  4. Arne 21 November, 2007 um 10:05 pm #

    Super Zitat. Wer auch immer Sam Phillips ist, aber er ist mir bis auf weiteres sympathisch.

  5. Jenny 29 November, 2007 um 11:28 am #

    Hey, Arne, krieg ich auch so eine CD bitte? 🙂

Trackbacks/Pingbacks

  1. Failing Forward - 5 November, 2007

    […] hat die Frage aufgeworfen, was eigentlich einen Song zu einen guten Song macht. Da ich schon ein paar Songs sehr […]

  2. Computer information » Ist eine Abkürzung, CEPE - 22 November, 2007

    […] Cliche ist eine Abkürzung ins Nichts « siyach Also baut man eine Abkürzung ein, die aber ins Niergendwo geht. Ich glaube, das lässt sich übertragen auf alle PowerPoint-Vorträge, Predigten, […]

  3. Actors, Movies, and Songs » Cliche ist eine Abkrzung ins Nichts siyach - 7 Februar, 2008

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