missional lifestyle – 3. Tag ecpn

17 Okt

Gestern Abend floss der Wein bei einem wunderbaren Abendessen (außer bei den Baptisten) und daher startete der Tag etwas langsamer. Die Fragen heute morgen haben uns aber wieder aktiviert und in Gruppen haben wir dann Probleme diskutiert, die wohl überall auftreten:

  • wie können wir Menschen zu einem missionalen Lebensstil bewegen?
  • Wie können wir Gemeindegründer finden, trainieren und freisetzen?
  • Wie organisiert man ein effektives Team für Gründung?
  • Wie entwickeln wir ein einfaches und organisches System für Gründung?
  • Wie schaffen wir Synergien und gemeinsame Unterstüztung in Gründung?
  • Wie kommen wir zu Ownership der Vision in der gesamten Gemeinde?

Mein Gruppe war missionaler Lebensstil und es war supergut. Viele haben die Gedanken geteilt: Gemeinde muss nach außen wirken und nur Leute in die Gemeinde karren ist schlecht. Der erste Punkt war, wie brauchen den Mindset und die Values für missionales Leben. Dann war die Frage: wer macht das? Wie immer ist das kaum einer. Ein paar Ideen hier und da, aber hier ist das wirklich Problem. Immer ein dickes Müssen und ein äußert bescheidenes Können. Das ist auch mein Problem mit Evangelisation und Mission: motivieren ist das eine, aber wenn man das nicht tun kann, dann führt das nur zu Frust (sentiment without action is the ruin of the soul). Nach einer Weile sind wir dann darauf gekommen, dass wir neben Mindset und Motivation auch Praktiken und Strukturen, die das unterstützen.

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Zu Praktiken gab es ein paar Erfahrungen und Vorschläge. In Kiev arbeiten sie mit 4 Treasures: täglich soll jeder die Beziehung mit Gott pflegen, seine geistliche Gabe nutzen, geistliche Frucht anvisieren und Zeugnis geben . Aus Oslo kam der super Vorschlag, die Leute aufzusuchen, die gerade davor stehen, die Gemeinde verlassen wollen. Die sind meist kulturell frustriert und wie Bill Hybels sagte: „hinter jeder Frustration steckt eine Mission“. Dann diese Leute ermutigen und unterstützen. Ich habe meine 2-cent Ideen aus Heidelberg reingeworfen: up-in-out auflegen, 1-zu-1 etablieren und Rosen verteilen.

Die Strukturen spielen natürlich zurück auf das Verhalten. Viele haben betont, dass der Gottesdienst ein wirklicher Störfaktor sein kann. Dort lernen die Leute das „normale Christenleben“ kennen und wenn das hauptsächlich im Rumsitzen besteht, dann sieht es natürlich düster aus. Welche Strukturen können helfen? Cluster waren eine Idee. Wir haben auch die missionale Dimension in die Kleingruppen gelegt. Andere gehen ganz den Weg, dass sie kleine Gruppen von Gläubigen als Kirche bezeichnen. Die Tendenz bei allen ist, Kleinheit und Dezentralisation anzustreben.

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2 Antworten to “missional lifestyle – 3. Tag ecpn”

  1. Dirk 17 Oktober, 2007 um 2:10 pm #

    1. Toll, dass Du vom Meeting berichtest!

    2. Du schriebst:
    „Die Tendenz bei allen ist, Kleinheit und Dezentralisation anzustreben.“

    Das scheint tatsächlich ein wichtiger Punkt zu sein.
    Auch bei idea.de wurde berichtet, dassder Missionsreferent der Baptisten- und Brüdergemeinden davon ausgehe, dass es in Zukunft eher kleine Gemeinden geben werde.

    Es passt gut in unsere Zeit, wo der Individualismus insgesamt sehr wichtig ist. Vielleicht werden mehr und mehr „Spezialgemeinden“ entstehen, die kein Mammutprogramm auffahren, sondern sich auf einige wenige Kernstärken konzentrieren. Mut zum Wesentlichen. Mut zum Wenigen, aber dafür mit Qualität.

  2. Stratos 26 November, 2007 um 12:34 pm #

    interesting

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