der Tipping Point in Budapest – 2. Tag von ecpn

16 Okt

schoenermorgen.jpg 

Wunderschöner Tag heute in Budapest. Mike Breen spricht das Wort zum Dienstag mit Paulus Trip nach Athen (Apg 17). Dort trifft er auf Epikurier (Philosophie: Leben ist schlecht, also genießen wir es wenigesten) und Stoiker (Leben ist schlecht; es wird nur besser durch persönliche Disziplin). Sein Ansatz in so einem Umfeld: Investigation, Bestätigung, Konfrontation. Zuerst verstehen, was in einer Kultur hochgehalten wird; dann bestätigen des grundlegenden Werts; schließlich konfrontiere die Lücke in der Weltanschauung und präsentiere die Gute Nachricht.

Jetzt gibt es Arbeitsgruppen zu den Büchern, die wir gelesen haben: Good to great, organic church, tipping point, starbucks experience. Meine Gruppe über Tipping Point war echt gut: was können wir davon für Gemeindegründung lernen?

  • Verbessere deine Kommunikation: du musst deine Ziel verstehen und prüfen, ob deine Kommunikation das unterstützt und immer wieder anpassen.
  • Suche die richtigen Leute: Vermittler, Kenner, Käufer in deinem Umfeld kennen und sie für die Botschaft gewinnen.
  • Verstehe die Kultur: wo treffen sich Leute, was machen sie, was bewegt sie – was ist Gute Nachricht in dieser Kultur?
  • Situation formt Verhalten: Wenn Leute für 2 Monate in den Kirchenbänken sitzen, werden sie auch die nächsten Monate sitzen bleiben.
  • Erzähle gute Geschichten: wenn du Punkte rüberbringen willst, musst du gute Geschichten erzählen (siehe die Biografie eines Stils).

Aus allen Diskussionen der Bücher kam für uns von Vineyard klar rum, dass wir einfacher werden müssen in unsrer Ausrichtung. Das ist natürlich alles andere als leicht, aber vielleicht werden wir im ecpn-Prozess damit weiter kommen.

Am Mittag haben wir dann unser Gemeinde-Gründungsmodell erträumt. Es war interessant zu sehen, wo die anderen Gruppen stehen und wo die Schwerpunkte sind. Einige Gruppen gründen Gemeinden innerhalb der Landeskirche, andere folgen Clustern, andere Klein- und Hausgruppen. Und wir? Roger hat erst mal ne Runde Schach gespielt, um sein strategisches Denken fit zu machen, während Anders uns was über LifeShapes erzählt hat. Es gibt also noch ne Menge zu tun…

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4 Antworten to “der Tipping Point in Budapest – 2. Tag von ecpn”

  1. storch 16 Oktober, 2007 um 11:26 am #

    schön, dass es da so gut ist. ich wünsche dir gottes segen!

    was mich an dieser ganzen sache immer so wundert ist, dass christen lernen müssen kultur zu verstehen, leute kennen lernen müssen usw. wieso bauen sie nicht gemeinde in der kultur in der sie eben sind? da kennen sie doch alles und jeden und es sollte ihnen leicht von der hand gehen.
    da klingt für mich immer die grundannahme mit, dass christen sich überlegen „ach, machen wir doch mal gemeinde für XY“ und dann hergehen um XY zu verstehen, die kirche konzeptionieren usw. klingt für mich schräg. kann mir nicht vorstellen, dass XY nicht merkt, dass er opfer einer marketingstrategie wird….

  2. Danny 16 Oktober, 2007 um 1:54 pm #

    Hey Marlin, danke für deine Gedanken… weiter so! Ich wünsche dir eine „gesegnete Zeit“ in Budapest.

    your partner in crime
    Danny

  3. marlster 16 Oktober, 2007 um 2:12 pm #

    Stoch, ich weiß was du sagst. Es ist etwas künstliches, in eine Fremde Kultur einzudringen und dann zu machen, als wäre man daheim.

    Trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen dem Leben in einer Kultur und dem Verstehen einer Kultur. Ich glaube, es geht um dieses Verstehen: was ist das grundlegende Problem in der Weltanschauung einer Kultur? wie versuchen sie, mit diesem Problem umzugehen?

    Ich finde diese Fragen wichtig und nicht sehr leicht. Wie würdest du diese für deine Kultur beantworten? Wie wäre das für die Freaks?

  4. storch 16 Oktober, 2007 um 3:35 pm #

    das ist ja gerade eines der missverständnisse, die es über JF gibt. immer wieder kommen leute zu mir und sagen: „toll, dass ihr euch so um diese leute kümmert. und dass ihr euch auch so anzieht“. aber genau das machen wir ja gar nicht, wir verhalten uns nicht so um eine zielgruppe zu erreichen. um ehrlich zu sein habe ich noch nie wirklich darüber nachgedacht, wer meine zielgruppe sein könnte.
    wir machen das, was uns gefällt und freuen uns, dass es andere gibt, die mitmachen. es ist kein opfer tätowiert zu sein oder eine glatze zu haben. wir machen einfach unser ding. das hat auch nichts damit zu tun eine kultur zu verstehen. wir sind ja keine forscher die kultur studieren sondern leute, die in einer kultur leben.

    frag mal irgendeinen rockstar oder sonst jemanden, der kultur schafft und prägt, ob er die jeweilige kultur versteht und sie studiert hat. natürlich versteht er sie – intuitiv – aber studiert hat er sie sicherlich nicht.

    für mich klingt so was immer sehr intellektuell.

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