Die Krisen der Mutter Teresa

30 Aug

Ich traute meinen Augen kaum: im Time-Magazin diese Woche war ein langer Bericht über die Glaubenskrisen von Mutter Teresa. In einem neuen Buch („Mother Teresa: Come Be My Light„) werden ihre Briefe aus über 60 Jahren aufgeführt. Die Einleitung für den Artikel lautet:

Her secret letters show that she spent almost 50 years without sensing the presence of God in her life. What does her experience teach us about the value of doubt?

Es ist eine interessante Analyse von Zweifel und der dunklen Nacht der Seele. Wenn eine so hingegebene und konsequente Frau wie Mutter Teresa über 50 Jahre (!) kein Gespür von Gottes Gegenwart hat, wie gehen wir dann mit Zweifel und Gottes gefühlter Abwesenheit um?

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6 Antworten to “Die Krisen der Mutter Teresa”

  1. Martin DJ 31 August, 2007 um 6:40 am #

    hallo … die dunkle nacht: ein sehr schweres und doch befreiendes thema! es war die befreiende erkenntnis des johannes, dass viele seine anfechtung nicht wegen seine sündhaftigkeit auf ihn stürmen; sie sind vielmehr gottes reinigen. ich hab es noch lange nicht verstanden, warum das so immer wieder ist und ich selbst buchstabiere es oft durch … vielleicht interessiert dich das kleine büchlein aus dem 4 türme verlag von reinhard körner: „dunkle nacht – mystische glaubenserfahrungen nach joh. v. kreuz“. zu diesem thema lässt sich von den christl mystikern einiges lernen … für die seelsorge an sich und anderen sehr hilfreich … umgang mit leid, aushalten, gelassenheit, geduld… mit grüßen martin

  2. marlster 3 September, 2007 um 2:39 pm #

    Hi Martin, hört sich auf jeden Fall interessant an. Hast du mehr Erfahrung mit der dunklen Nacht gemacht und das Buch gelesen? Gruß, Marlin

  3. Martin DJ 3 September, 2007 um 6:03 pm #

    hallo marlin … ja, das buch hab ich gelesen; ist als einstieg recht gut und mit hilfreichen anmerkungen … aber man muss die mystiker selbst lesen, um die gedankenwelt zu verstehen … viel besser noch sind johannes´ eigene bücher … empfehlenswert auch die lebensbeschreibung von gerhard tersteegen … johannes gilt wohl als der charismatiker unter den mystikern … und ja: ich hab mit dem thema zu tun (gehabt) und kämpfe immer wieder noch damit … aber dies hat mir jesus, das gebet, die bibel noch lieber gemacht … johannes v. k.: „darin besteht die liebe (zu gott) nicht, dass einer große dinge fühlt; sondern in der ganzen nacktheit und geduld, um gottes willen vieles zu leiden, weil man ihn liebt“ … das hat johannes erlebt: wenn mir auch leib und seele verschmachten, so bist du, gott, doch allezeit meines herzens trost … mit grüßen … martin

  4. Martin Dreyer 4 September, 2007 um 11:23 pm #

    Hat sich denn das Gefühl der Gottesferne am Ende noch verändert?
    Tut mir total leid für diese heftige Frau Gottes. Ich hatte mal so ein paar Jahre wo es mir sehr oft so ging. Aber nicht über 10. Echt derbe.

  5. marlster 5 September, 2007 um 6:52 pm #

    Laut dem Artikel hatte sie nur ab und zu mal einen Lichtblick, aber die meiste Zeit relative Funkstille. Es sagt auch nicht, dass sie das groß geändert hat. Ein Bild, das sie dort benutzen ist, dass sie war wie eine Ehefrau, die einen behinderten, eingeschränkten Mann hat. Er kann ihre Liebe nicht erwidern und sie liebt ihn aber trotzdem und daher ist ihre Liebe in gewisser Weise noch reiner. Aber auf jedenfall krass.

  6. storch 15 Oktober, 2007 um 12:14 pm #

    das ist echt seltsam. hätte ich bei ihr nicht gedacht, ein bekannter von mir wra vor jahren in kalkutta und sagte, dass er sehr viel gegenwart gottes gespürt hätte und dass auch ordentlich geistesgaben ausgeübt wurden. deshalb wundern mich diese einblicke in ihr leben.

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