Gelesen, gelinkt

22 Jun

Bin seit ca. 3 Wochen in Pennsylvania im Urlaub. 3 Wochen sind richtig gut. Die Amis bekommen immer große Augen, wenn sie 3 Wochen hören. Aber ein richtiger Abstand trägt doch einiges zur Basisentspannung bei. Neben schönen Zeiten mit der Familie, gab es ein paar gute Weblinks und Bücher:

Konferenz zu Mission, Endzeit, soziale Gerechtigkeit; Podcasts mit Jackie Pullinger, Martin Bühlmann etc.
Türkisches Anbetungslied als Tribut für die Morde von Smyrna.
Vineyardkontakt mit Bloggern am Start: Simon sets sail; Thomas schreibt mannigfach.
Arne schreibt gutes Beobachtungen zu Eugene Peterson, welcher wiederum gute Gedichte zur Bergpredigt schreibt.
Practically Speaking: eine Serie von Andy Stanley über  7 Praktiken der Führung
The inevitability and usefulness of tension: sehr guter Post über Schein und Wirklichkeit von großen Personen und Organisationen
Freakonomics (Levitt) – auf dem Flug gelesen. Es hatte so was von Gladwell: interessante Effekte durch interessante Perspektive entdecken. Es waren einige gute Punkte drin. Das Kapitel über Erziehung fand ich gut. Insgesamt hat mir etwas der Zusammenhalt gefehlt. Es gab kein verbindendes Thema. Aber allein gute Fragen zustellen und sich überleben, wie man diese messen könnte, ist interessant genug.
Who really cares (Brooks) – untersucht die Frage, wer die großen Geber in einer Gesellschaft sind. Es stellt sich heraus, dass es die Republikaner sind, die mehr von Familie und Kinder halten, in die Kirche gehen, und wenig Sozialleistungen vom Staat erwarten. Etwas defensiv-aggressiv geschrieben. Viele werden sich wohl an den Schlussfolgerungen stossen, was dazu führt, dass man die Methode in Frage stellt.
Out of bounds church (Steve Taylor) – habe ich in einem Outlet gefunden. Wirklich gutes Buch mit vielen praktischen Beispielen über emerging Church. Habe es seitdem einige Mal empfohlen. Vor allem das Kapitel über Tourismus und Airport Spirituality ist hervorragend. Deponie hat es übersetzt.
Giants of enterprise (Tedlow) – auch ein Outlet-Buch. Biografien sind immer gut, vor allem von Menschen, die ich nicht kenne und ganz andere Welt haben als ich. Carnegie, Ford, Watson etc hatten alle eine fundamentale Einsicht und haben diese durchgezogen. Trotz Charakterschwäche hat das zu großen Firmen und viel Kohle geführt.
The 4-hour workweek (Ferriss) – vor genau 2 Jahren habe ich das Kleske-empfohlene GTD gelesen. Seitdem bin ich hooked. Jetzt das Kleske-empfohlene 4HW. Geiles Buch. Super Einsichten. Werde noch mehr darüber schreiben und versuchen umzusetzen. Kann nur sagen: danke, Johannes!
The Wal-Mart Effect (Fishman) – wollte etwas mehr über Wal-Mart erfahren. Ein schlechtes Buch, muss man sagen. Obwohl Fischman für Fast Company schreibt, ist es nicht sehr einsichtsvoll oder spannend. Und ich habe nicht viel erfahren. Es dreht sich hauptsächlich um die Frage, ob Kaufkraft irgendwann zu viel wird.
On writing (King) – nettes kleines Buch von Stephen King über Schreiben. Ich will immer mal wieder meine Skills im Schreiben verbessern und King hat ein paar gute Tipps: schreibe was du siehst; eine Geschichte ist wie eine Repitilienfund: folge der Idee und grabe sie aus; die Geschichte ist der Boss.
Counterculture through the ages (Goffman) – ich liebe Gegenkultur und die Fragen, die darin gestellt werden. Seit Lonnie Frisbee und Jesus People denke ich, dass Gegenkultur auch großen Wert für Gemeinde hat. Besonders interessant ist Hofmanns Abhandlung über Abraham und wir im Gegensatz zu seiner Kultur gelebt habt. Die große Idee im Buch ist, dass Gegenkultur eine Bewegung zur Freiheit ist, die menschliches Erleben von beengender Autorität befreit.
Echoes of his presence (van der Laan) – ein Buch über die Lebenswelt von Jesus. Bin immer wieder auf der Suche nach Erzählungen, die Jesu Alltag vor 2000 Jahren lebendig werden lassen. Ganz interessant. Bin noch nicht so weit. Weniger ein intellektuelles Buch, sondern mehr fiktive Geschichte, um Israel um 0 lebendig werden zu lassen.

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2 Antworten to “Gelesen, gelinkt”

  1. Johannes Kleske 22 Juni, 2007 um 10:17 pm #

    Findest du T4HWW wirklich so gut. Ich habe mittendrin irgendwann vorerst abgebrochen, weil ich befürchtete habe, dass wenn ich weiter lese, ich ein egozentrisches Arschloch werde.

    Er hat ein paar interessante Prinzipien, ohne Zweifel. Aber die muss man zwischen der ganzen Egomanie doch anstrengend herausfiltern.

  2. marlster 23 Juni, 2007 um 11:42 am #

    „Eat the chicken – spit out the bones.“ Klar, er nervt schon mit seinem Stil und Ich-bin-ultra-Gehabe. Auch finde ich nicht alles moralisch super. Dennoch hat er ein paar Dinge gut auf den Punkt gebracht und die sind es mir schon wert. Der ganze Eliminate-Teil hatte ich in der Zusammenfassung so noch nicht gehört und der hilft mir weiter.

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