Meine Wurzeln erneuern

23 Apr

Nicht gut: Gott gibt mir was und ich verraffe es. Als wir vor 3 Jahren die Gemeinde angefangen haben war ich ziemlich ahnungslos, was da alles dazu gehört und wie ich meinen Weg gehen kann. Damals habe ich ein paar Tipps bekommen, um fit zu bleiben und mein geistliches Leben auf der Spur zu halten. Das ging eine Weile auch supergut. Aber im letzten Jahr habe ich es schleifen lassen und gemerkt, wie mir langsam der Saft ausgeht. Jetzt wird es Zeit, meine Wurzeln zu erneuern.

Blumen für meine Frau
Der erste Punkt für mein Leben war, dass ich eine gute Beziehung mit meiner Frau haben muss. Es ist gar nicht leicht, bei all den Anforderungen aus dem Leben und an sich selbst, die Prioritäten richtig zu setzen. Die Blumen sind eine Erinnerung für sie und mich, dass wir uns Zeit füreinander nehmen und unsere Beziehung wachsen soll.

Psalmen beten
Da bin ich über Dave drauf gekommen und es ist der Hammer! Ich nehme mir 5 Psalmen am Tag und lese sie laut als Gebet vor. Wann immer es eine Aussage gibt, die mit mir connected, gehe ich in persönliches, freies Gebet. Nach einer Weile gehe ich zurück zu den Psalmen. Das ist mir die beste Gebetsform geworden. Es bewahrt mich davor, im Gebet nur um meine Perspektive zu kreisen und zu soft zu werden.

Gottes Stimme hören
Wir haben damals unsere Gottesdienste mit einer Serie über Gottes Stimme hören angefangen. Ich habe mich dann selbst gefragt, wie das bei mir aussieht. Es sah nicht so gut aus. Ich hatte viel Input, viele Gedanken, viele Gespräche, viele Bücher. Aber ich hatte kaum Zeit, mich mit dem Reden Gottes auseinanderzusetzen. Also habe ich meine Busfahrt nach der Arbeit nach Hause genommen, um mit Gott über Dinge zu reden und vor allem ihn reden zu lassen. Es hat etwas gedauert, aber ich habe einfach mal angefangen. Es war hervorragend. Mit der Zeit habe ich wirklich Gottes Reden gehört. Und das hat mich total entstresst. Leider ist in letzter Zeit wieder zu wenig Zeit und daher brauche ich wieder Raum, um Gott hören zu können.

Dave anhören
Es ist immer ein Privileg, wenn man einen Mentor haben darf. Eddy hatte mir vor ein paar Jahren eine Kassette von Dave mitgebracht und ich erinnere mich noch genau an die Autofahrt als ich die gehört habe. Da hat jemand wirklich aus einem anderen Winkel gepredigt. Er hat andere Fragen gestellt und beantwortet als die meisten anderen. Nach so jemand war ich auf der Suche. Und so höre ich mir regelmäßig die Predigten von Dave an und lerne von ihm.

3 Tage fasten
Ich hasse fasten! HASSE! Ich glaube, je älter man wird, desto stressiger wird es. Aber trotzdem habe ich da immer gute Erfahrungen damit. Meistens ändert sich was in mir. Eigentlich ist es mir auch lieber, wenn sich alle anderen ändern, aber vielleicht ist genau deshalb Fasten so gut für mich. Ich versuche, 3 Tage im Monat zu machen, obwohl das schon lange nicht mehr geklappt hat.

Das wichtigste Werkzeug in Beziehungen und in der Gemeinde ist die eigene Seele. Was da echt und lebendig ist, hat großen Einfluss auf alles. Ich habe leider nicht die Zeit, tagelang in die Berge zu fahren oder Wochenenden mich zurückzuziehen. Aber Gott hat mir Dinge gegeben, die für mich funktionieren. Jetzt ist es dran, diese wieder anzuwenden.

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2 Antworten to “Meine Wurzeln erneuern”

  1. cat 25 April, 2007 um 6:59 am #

    In meiner „Jahresarbeit-Praxis-Reflektionberichts-Komik“ habe ich – mal wieder gesehen – wie sinnvoll es ist, inne zu halten, zu reflektieren und über Erlebtes nach zu denken. Dabei verstehe ich Dinge, die ich davor auch schon „bemerkte“ oft erst richtig und kann mein Verhalten in Zukunft neu ausrichten.
    Dabei Gott als Ziellinie zu nehmen, hilft mir in dem großen Ganzen, das aus Musik, Schule, Terminen, Freunde, Aufgaben und und und besteht, druch zu blicken und die Richtung nicht gänzlich zu verlieren!
    Und auch wenn Du selbst immer wieder zu kämpfen hast und haben wirst, bin ich doch mega dankbar DICH als Pastor zu haben!
    Von Dir kann ich viel lernen! Danke!!!

  2. Martin Dreyer 6 Mai, 2007 um 9:48 pm #

    Wenn das nicht nur Theorie bleibt.
    Ich kenne den Kampf auch zu gut.
    Zum Glück hat Gott mir eine großen Portion Kreativität mit ins Leben geschenkt und die hilft mir enorm, wenn ich geistlich abflache. Aber auch nicht immer, Disziplin ist auch manchmal ein (oft verhasster) Segen für mich geworden. Zettel machen, Pläne schmieden, Ziele stecken, …

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