Wie im Himmel

3 Feb

Einer der besten Filme, die ich gesehen habe. Eine schwedische Indie-Produktion, in der ein berühmter Dirigent zur Erholung aufs Land in seine Heimatstadt zieht. Dort übernimmt er die Leitung eines kleinen Kirchenchors. Die Sänger sind nicht sehr begnadet und so hilft er ihnen, zu ihrer eigenen Stimme zu finden. „Die Musik ist da,“ meint er, „man muss sie nur finden“. Und so geht eine Reise los, in der die Dorfbewohner zu sich selbst finden und ihre eigene Stimme entdecken. Sie erleben dabei eine Transformation ihres Schicksals, indem sie ehrlich werden und nicht mehr vorgeben, etwas anderes zu sein. So hat der Dicke irgendwann genug von der Hänselei über seinen Körper und wehrt sich zum ersten Mal in seinem Leben. Der Gegenspieler in dem Film ist der Pfarrer der Kirche, der diese unheilige Unordnung nicht ertragen will und den Chor verbietet. Auch der Pfarrer wird mit seiner verdrängten Seite konfrontiert und verändert sich am Ende. Ein wunderschöner Film, sehr bewegend, sehr wahr.

Der Trailer ist nicht so beeindruckend, aber immerhin ein paar Eindrücke vom Film:

Daneben gibt es noch ein paar Filme mit geistlichen Inhalten. „Die große Stille“ taucht in das Leben von Mönchen ein. Es dauerte dem Produzenten 18 Jahre, den Film zu erstellen. Wow! Es geht weniger um eine normale Geschichte, sondern die Erfahrung der Mönche zugänglich zu machen. Interessant für Kontemplations-Fans auf jeden Fall.

Dann bin ich gestern noch auf „What the bleep“ gestossen. Anscheinend ein Film, der über die Komplexität und das Mysterium der Schöpfung erzählt. Er gibt weniger Antworten als Anregungen zum Wundern. Ein Ausschnitt erinnert etwas an Tele-Physik-Unterricht oder Joachim Bublath. Es scheint aber auch einige interessanten Fakten zu geben. Und wer sich nicht sowieso schon über die Welt wundert, bekommt hier eine Dosis Wunderhaltung.

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4 Antworten to “Wie im Himmel”

  1. andy 4 Februar, 2007 um 3:44 pm #

    What the bleep ist so ziemlich der pseudomäßigste und schlechteste Edutainment-Film aller Zeiten. Niveau ganz unten, angefüllt mit billigsten Schenkelklopfern und Psychogelaber.
    Zielgruppe: Selfmadegurus, Untenehmensberater die mit Quantenphysik argumentieren und solche Typen

  2. marlster 4 Februar, 2007 um 6:11 pm #

    Phuf, das ist aber ein ganz schönes Urteil. Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber du scheinst das auch nicht unbedingt zu empfehlen. Was ist denn deiner Meinung nach ein guter Edutainment-Film?

  3. readthe 7 Februar, 2007 um 9:15 am #

    Boah, muss ich überlegen.
    Aber absolutes Hammer-„Edutainment“ ist sicher Sophies Welt.
    Das nimmt zwar kein Prof ernst, aber es ist der Hammer.
    (Und kommt übrigens ohne Abbildungen aus)

Trackbacks/Pingbacks

  1. marchism.org » Blog Archiv » meinlebenistklang. - 11 Februar, 2007

    […] an siyach für den hinweis auf ‘what the bleep do we […]

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