Archiv

Archiv für April 2009

think inside the box

28 April, 2009 marlster 3 Kommentare

boxMehr Zeit, mehr Geld, mehr Leute – ich höre das immer mal wieder. Es nervt mich. Mehr Zeit für was? Klar, es gibt immer interessante Projekte. Aber Fakt im Leben ist: es ist zu kurz. Man muss mit der Zeit leben, die man hat. Geld? Klar, wer hat nicht Pläne auf Lager, die auf Finanzierung warten. Auch die reichsten Freunde, die ich habe hätten mehr Geld. Der Bedarf nach Zeit, Geld, Leuten ist unendlich. Ohne Ende.

Think INSIDE the box. Wenn man zu wenig Zeit hat, kann man nicht alles machen. Also muss man das wesentliche machen. Das andere muss dann unerledigt bleiben. Man muss kreativ und effektiv arbeiten. Kürzlich war ein Artikel im Harvard Business Review über den Segen von Limits. Brainstormen vor einem weißen Blatt kann überfordern oder zu nutzlosen Träumereien führen. Wer dagegen Beschränkungen hat, muss kreativ sein und schafft damit Erstaunliches. Z.B. wie müsste in Computerprogramm sein damit meine Oma es benutzt? Was würde ich arbeiten, wenn ich nur 4 Stunden die Woche hätte? Welches Lied würden wir schreiben wenn wir nur noch eins schreiben können? In was würde ich mein Leben investieren, wenn ich nur eine Wahl hätte?

Kategorien:Uncategorized

5 Jahre Gründung Heidelberg

26 April, 2009 marlster 6 Kommentare

Seit Mai 2004 sind wir in Heidelberg am Gründen einer Gemeinde. Jetzt sind wir 5 Jahre am Start und es viel passiert. Es gibt die Vineyard Heidelberg jetzt seit ein paar Jahren als halbwegs etablierte Gruppe in Heidelberg. Am 16. Mai feiern wir unsere ersten 5 Jahre. Große Gartenparty, Gottesdienst und Abhängen mit Nachtwind als musikalischem Gast. Wer Interesse hat, kann gerne vorbeikommen.

5jahreViel passiert in den 5 Jahren. Ich erinnere mich noch an den Anfang, wo wir uns morgends zum beten trafen. Wir waren voller Hoffnung, dass wir was bewegen können. Wir haben gebetet, dass wir Leute kennen lernen und Gott bei ihnen wirkt. Es waren vielleicht 5 Leute beim Beten, die Gruppe war etwa 10-15 Leute. Nach dem Beten bin ich auf dem Weg nach Hause an den Häusern vorbei gelaufen und habe mich gefragt: wo sind die Leute, die Gott für uns hat? Diese Wohnungen – wie kann Gottes Leben dort reinkommen? So viele Menschen in dieser Stadt – wie können wir sie erreichen?

Ehrlich: ich frage mich das immer noch. Mittlerweile sind unsere Gottesdienste voll. So um die 100 jeden Samstag. Dann noch die 3 Gemeinschaften. Die haben auch ihre Gottesdienste. Also kommen so 120 Leute. Oder 150. Oder 200. Eigentlich könnte man von Erfolg sprechen (und ich bin super dankbar, was passiert ist und passiert). Jetzt fühlt sich die Gründung anders an als vor 5 Jahren. Aber die Fragen bleiben die gleichen. Am 16. Mai gibt es viel zu feiern – und viel zu erwarten für die nächsten Jahre.

wtf – unser Wochenende in Weinheim

23 April, 2009 marlster 1 Kommentar

Heute morgen in meinem Lieblingskaffee und zweiten Büro P11 in Heidelberg sitze ich mit Thani und bespreche das letzte Wochende. Da kommt Timo Hildebrand vorbei, unsere Hoffnung für 2010 und holte sich nen Latte. Promis anquatschen ist blöd, als besprechen Thani und ich die Erlebnisse in der Jugendherberge Weinheim, wo wir das Ziel hatten, eine neue Strategie für Anbetung in Vineyard DACH zu entwickeln. Nix mehr wtf (worship task force). Vineyardmusic 2.0 nennen wir das jetzt.

va_tafelva_flaviva_marlin

Wir waren so 14 Leute aus unterschiedlichen Vineyards, darunter Kristian und Kim, Flavi, Ed, Bene, Elias und viele andere begabte Leiter und Jesus-Lovers. Neben guten Anbetungszeiten haben wir auf die Ratschläge von Kevin Prosch, Nigel Briggs, Noel Richards und Casey Corum gehört, unseren Frust beredet und miteinander geträumt. Das Feeling: von Europhie zu Arbeit. Letztlich waren wir ziemlich voll mit Aktionen, die wir jetzt über die nächsten Monate starten wollen.

Ein erstes Ergebnis war unser Manifesto. Dort haben wir unsere Ziele, Prinzipien und Ideal zusammengefasst. In der Diskussion ging es stark darum, dass Anbetung ein Lebensstil ist mit Auswirkungen auf soziale Gerechtigkeit.

va_edva_manifestova_postits

Dann werden im November ein kleines Netzwerk-Inspirations-Event für Anbetungsteams machen. Dann erstellen wir Material für Songwriting, arbeiten an einer Plattform für Songaustausch, haben einen Blog gestartet mit wöchentlichen Posts und eine facebook-Gruppe. Letztlich sind das viele Mittel, aber ein Ziel: die Qualität und Quantität der Anbeter im deutschsprachigen Raum zu fördern.

va_benemartin

Alle vom Wochenende sind letztlich froh, vom Jugendherbergstee befreit zu sein. TEE! Zu jedem Essen. TEE! Jetzt freuen wir uns im P11 doppelt an dem schönen Kaffee – und sind gespannt, was bis 2010 passiert.

wtf – neues Projekt

15 April, 2009 marlster 6 Kommentare

Ab morgen bin ich drei Tage in Weinheim. Mit 10 anderen Leuten formen wir die Worship Task Force. Wir fragen uns: wie können wir Anbetung vertiefen? Wie können wir die Qualität der Anbetung in den Gemeinden heben? wie können wir Songs schreiben, Leiter entwickeln und einen Ethos von Anbetung formen?

An den drei Tagen geht es zunächst ums Kennenlernen. Dann ums Erarbeiten einer Strategie für Anbetung in Vineyard DACH. Ich freue mich, mit den Leuten abhängen zu können und bin gespannt, was entsteht. Ist meine tiefste Leidenschaft, Kunst und Leben, Gemeinde und Kreativität zusammen zu bringen. Ich schreibe mehr am Samstag.

Kategorien:Worship

ostern

14 April, 2009 marlster Kommentieren

ein toller Ostermorgen am Sonntag um halb Sieben auf der Neckarwiese. Wir feierten die Auferstehung, Jesu Tat und das Leben. Wunderbar. 

Hier ein paar Zeilen aus John Mark McMillans neuem Album:

On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But awoke with the keys
Of Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ laid death in his grave

He has cheated
Hell and seated
Us above the fall
In desperate places
He paid our wages
One time once and for all

dsc043981

Kategorien:Familie

links for 2009-04-11

11 April, 2009 marlster Kommentieren
Kategorien:Uncategorized

Cluster – was ich gelernt habe

9 April, 2009 marlster 1 Kommentar

Jürgen schreibt gerade eine Arbeit über Cluster. Sollte gut werden. Er hat Theorie von Netzwerken drin, die Cluster in der Geschichte und uns in Heidelberg als Case Study. Bisher gibt es auf deutsch noch wenig bis nix zu dem Thema (und in englisch nur ein paar Sachen), daher ist die Arbeit doppelt gut. Kürzlich haben wir dann geredet, was wir über Cluster gelernt haben. Hier waren meine Punkte:

Es braucht Zeit
Wir hatten 2007 mit einem Prototypen gestartet – einem ersten Projekt, das die Idee von Gemeinschaft leben wollte. Das war wichtig, um die Dynamik zu verstehen und die Herausforderungen kennen zu lernen. Es war auch wichtig, um mit der Gemeinde über die genaue Art der Veränderung zu reden. Manche sind durch Theorien oder Vision motiviert. Viele schauen eher auf Beispiele und was es praktisch bedeutet. Es brauchte 1,5 Jahre, um die erste Phase zu leben. Prototyp, Erfahrungen, weitere Cluster. Also keine kurzfristige Sanierungsaktion, sondern ein Plan, der Geduld fordert.

Es braucht Raum
Entwicklungen brauchen Raum zur Entfaltung. Eigene Visionen müssen entstehen und eigene Formen. Dazu muss der „Kern“ der Gemeinde Platz für so eine Entwicklung machen. Das heißt, andere Formen zuzulassen und zu ermutigen. Leute loslassen und Leiter darin unterstützen.

Es braucht Leiter
Dinge bewegen sich nur durch Menschen, die Werte und Ideale verkörpern. Wir konnten nicht einfach eine Struktur ankündigen und dann würde alles von alleine gehen. Wir mussten Personen finden, die Gemeinschaften leiten und sich reingeben. Da haben wir echt Glück – viele gute Leiter, die opfer- und risikobereit sind. Das sind für mich die zwei Hauptkriterien, die ich mit der Zeit lerne: ist jemand bereit, persönliche Opfer zu bringen und sich langfristig reinzuhängen? Ist jemand bereit, Risiken einzugehen und vorneweg zu gehen?

Es braucht Struktur
Deine gegenwärtigen Aktivitäten führen zu den gegenwärtigen Resultaten. Wir mussten unsere Strukturen ändern, um Cluster zu leben. Wir treffen uns jeden Monat mit den Leitern der Gemeinschaften zum Austausch und Ermutigung. Das ist ein super Treffen. Das hält uns zusammen und bringt Wachstum und Vision. Dann haben wir ein Mal im Monat einen Gottesdienst für alle Gemeinschaften. Dazu mussten wir in andere Räume. Wir sind am Überlegen, wie wir diesen Gottesdienst anders gestalten können, um ihm Bedeutung beizumessen.

Es braucht Nerv (und Vision)
Veränderungen bringen Spannung mit sich. Eine davon: Leute in Clustern kommen nicht in den „normalen“ Gottesdienst. Sie feiern ja eigene Gottesdienste und sind dann nicht am Samstag im ursprünglichen Gottesdienst (den wir weiter laufen lassen). Ich bin samstags da. Viele meiner Freunde jetzt eben nicht mehr. Das ist schade. Manchmal kommt das Gefühl von Verlust auf. Oder von Veränderung, die nicht ganz so gut ist. Um diese Spannungen auszuhalten, braucht es Vision – das Bild von der Zukunft. Die Perspektive für den Wandel.

Also, nur ein paar Punkte meinerseits. Irgendwas vergessen?

Kategorien:Uncategorized

großer Künstler

6 April, 2009 marlster Kommentieren

neuer Song. entstanden letztes Jahr. Singen wir ab und zu im Gottesdienst. Titel ist nicht bezogen auf die gesangliche Qualität, sondern die Fähigkeiten des Frühlingsgestalters. 

mehr auf unserer Playliste auf youtube mit neuen Songs.

Kategorien:Worship Schlagworte: , ,

Was ist missional church?

5 April, 2009 marlster 36 Kommentare

In Portugal vor ein paar Wochen habe ich von Mike Frost die einfachste Erklärung über Missional Church gehört. Hier ist das Schaubild, das er gemalt hat.

Die Gemeinde hat 4 Funktionen. Alle sind wichtig, alle sind da. Alle werden unterschiedlich stark zu verschiedenen Zeiten betont. In der Mitte steht immer die Herrschaft Jesus. 

  • Anbetung – der Lobpreis Gottes.
  • Gemeinschaft – das Sammeln der Gläubigen.
  • Jüngerschaft – das Wachsen in Gnade
  • Mission – das Wirken in der Welt

missional01

Keine Gemeinde sollte einen dieser Aufträge auslassen. Oder nur einen betonen. Keiner ist in sich wichtiger als die anderen. Aber die Frage ist: wie organisiert sich die Gemeinde? Um welche Funktion herum findet das Leben der Gemeinde statt.

Typischerweise ist das die Anbetung. Der Gottesdienst am Sonntag (bei uns Samstag) ist der Anbetungsteil. Man baut dort Gemeinschaft mit ein, hofft Leute zum Wachstum zu animieren und lädt Freunde zur Mitleben ein.

missional02

Missionale Kirche organisiert sich um Mission. Statt auf Gottesdienst zu setzen, ist das Wirken in der Welt der zentrale Organisationspunkt. Anbetung findet unterwegs statt, Gemeinschaft durch den gemeinsamen Dienst und Jüngerschaft durch die Herausforderungen im Dienst.

Kirche könnte sich auch um Gemeinschaft sammeln – so wie Hauskirchen das oft tun. Oder um Jüngerschaft – so Jugend mit einer Mission das lebt. Ich finde es positiv, dass heute viel über missionale Gemeinde geredet wird. Jetzt müsste man nur noch einen Weg finden, den Gottesdienst abzuschaffen.

Kategorien:Missional Schlagworte: , ,

praktische Philosophie

3 April, 2009 marlster 2 Kommentare

Zeit, die 4-Stundenwoche aufzuwärmen. Tim Ferriss erzählt etwas über den Wert von praktischer Philosophie. Hier die besten Soundbites:

  • Doing something unimportant well does not make it important.
  • Requiring a lot of time does not make a task important.