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Archiv für November 2007

World Cafe Wuppertal

30 November, 2007 marlster 6 Kommentare

Simon steht gerade in der Döneria in Wuppertal und gönnt sich einen türkischen Tagesabschluss. Wuppertal?! Ist schon lang her, dass ich das letzte Mal in Wuppertal war? Eigentlich noch nie. Vom Hören kannte ich bisher auch nur das World Cafe – die angeblich beste Methode, kollektive Intelligenz sichtbar und nutzbar zu machen. Jetzt vor der Döneria hat sich alles geändert: ich kenne Wuppertal und Word Cafe, aber der Reihe nach…

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Beim World Cafe werden Interessierte in einen Prozess von Gesprächen und Austausche geführt, der zu gemeinsamer Erkenntnis und der Gestaltung der Zukunft führen soll. Wir kamen also heute in den Raum eines Schlosses (1 Stunde zu spät dank AB-Kreuz Köln), wo ca. 15 Personen an 4 kleinen Tischen saßen. Es wurde die Frage gestellt: was ist Zeit? Dann haben wir alle an unseren kleinen Tischen unsere Philosophichen zu dem Thema erzählt und dabei auf den Tisch gekrizelt. Nach 20 Minuten mussten alle Tische wechseln außer einer Person, die als Gastgeber zurück blieb. In der neuen Runde am neuen Tisch redete man weiter über die Frage und griff ein paar Gedanken von vorher auf. Wieder nach 20 Minuten war fertig und wir tauschten in der großen Runde aus, was unsere Fragen und Erkenntnisse waren.

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So ging das dann ein paar Runde mit anderen Fragen rund um Zeit und schnell war diese dann auch rum. Durch die offene, gemütliche Atmosphäre des Cafes findet ein interessanter Austausch statt. Es geht nicht darum, Lösungen oder Definitionen zu finden. Vielmehr soll man den Fragen nachgehen, die zu einem bestimmten Thema kommen. Häufig bringt eine klare Frage die Energie und Veränderung, die wir im Leben brauchen. Oder wie heute Abend gesagt wurde: „Die Fragen, in denen wir leben, bringen Veränderung und Innovation“. So kommt man aus einem World Cafe nicht mit einer fertigen Ausarbeitung raus, sondern mit Fragen und Erkenntnissen für seinen eigenen Weg.

Mit dem World Cafe gibt es einen Prozess, der eine Gruppe in tiefere Fragen und Erkenntnis einführt. Ich mag den Aspekt des gemeinsamen Auf-dem-Weg-seins und kann mir vorstellen, dass es breite Einsetzung finden kann. Voraussetzung ist, dass man keine Angst vor Fragen hat und die nötige Zeit mitbringt, diese zu erforschen. Ich bin schon gespannt, das in der Gemeinde und auf einem Netzwerktreffen einzusetzen.

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Jetzt ist Simon durch mit seinem Döner. Zeit, Wuppertal zu verlassen.

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Worship aus dem Herzen Europas

25 November, 2007 marlster 6 Kommentare

Letzten Dienstag saß ich im Partyraum in unserem Keller und wollte mein neues Lied fertig bringen. Es ging dann die halbe Nacht lang und fertig bin ich noch lange nicht. Seit einigen Wochen juckt es in meinen Fingern, neue Lieder zu schreiben, die mir und meiner Gemeinde den Zugang zu Gott erweitern. Es ist gar nicht so leicht, Gefühle und Perspektiven in eine singbare Form zu bringen, die auch für andere nachvollziehbar und inspiriend ist.

Weil es nicht leicht ist (aber durchaus möglich und lohnend) habe ich ein neues Projekt gestartet. Dank Youtube habe ich aus meinem Bekanntenkreis ein paar Lieder aufgenommen und zugänglich gemacht. Wenn man nicht viel hat, muss man vielleicht die Anfänge pflegen und die ersten Mutigen miteinander vernetzen. Daher steht jetzt auf Youtube eine Playlist mit Songs aus den deutschsprachigen Vineyards. Die Aufnahme ist mit eine digitalen Fotokamera im Video-Modus gemacht und meist der Sänger alleine mit Gitarre. Die Songs sollen in ihrer Nackheit bestehen (oder auch nicht) und somit die Barriere für die Teilnahme möglichst niedrig sein.

Es gibt 3 Bedingungen, um Lieder auf die Liste zu bringen; 1) es müssen eigene Lieder sein; 2) sie müssen auf deutsch sein (gute englische Songs gibt es schon reichlich) und 3) sie müssen schon in der Gemeinde gesungen worden sein (denn wenn deine Gemeinde es nicht singen will, warum sollten dann andere das wollen). Ich hoffe, dass dadurch noch mehr Leute inspiriert werden selbst zu schreiben und die Songs miteinander zu teilen. Denn wir brauchen neue Wörter, neue Melodien, neue Themen.

Kategorien:Vineyard, Worship Schlagworte:

Nie mehr Müssen

21 November, 2007 marlster 2 Kommentare

koennenEs sind häufig die kleinen Unterschiede im Leben, die Schicksale bestimmen. Zwischen den Geschwistern Müssen und Können gibt es viel gemeinsam: beide gehören zur Wir-wollen-Aktion-Familie. Wer sich mit dem älteren Bruder Müssen trifft hat meist eine Agenda. Irgendwas klappt nicht und der Bittsteller hofft, dass der strenge Müssen die Widersprüche aus der Welt kickt. Gründe sind egal. So ist es einfach. An guten Tagen hört man auch mal „Gott will“. Was zählt ist der Imperativ. Basta.

muessenEtwas gemütlicher geht es mit dem kleinen Bruder Können zu. Er scheint immer gut gelaunt zu sein. Sein Optimismus kommt wohl daher, dass er an die Menschen glaubt, denen er begegnet. Er will natürlich auch eine Aktion sehen. Aber er geht nicht so verkrampft an die Sachen. Nicht so autoritär. Eher als Partner. Meistens startet er ein Gespräch und erklärt, warum er seine Ideen gut findet. Wenn die Zeit knapp ist, dann geht man direkt zum älteren Bruder. Fragt sich nur, ob man viel erwarten darf, wenn man sich keine Zeit für die Menschen nimmt.

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64% Bruce Willis

21 November, 2007 marlster 4 Kommentare

Habe kürzlich meinen Celebrity-Look-Alike Test gemacht. Sollte ich jetzt besorgt sein?

Kategorien:Uncategorized

Cliche ist eine Abkürzung ins Nichts

4 November, 2007 marlster 8 Kommentare

Gestern Abend habe ich mir endlich den Johnny Cash-Film Walk the Line gegönnt. Dabei war eine Szene sowas von treffend für mein aktuelles Interesse an Songwriting. Ein Produzent hört Cashs Lied und meint es ist alles Käse, weil es sich anhört wie alles andere. Hört sich an als hätte er über die gängigen Worship-Songs geredet (oder Radio-Songs, wenn man so will).

Filmguru Robert McKee meint dazu: „Cliché is at the root of audience dissatisfaction and like a plague spread through ignorance, it now infects all story media“. Wenn ein Film langweilig wird, dann weil er zu viele Cliches nutzt. Warum? Wahrscheinlich weil man zu uninspiriert oder zu faul ist, etwas echtes zu sagen. Also baut man eine Abkürzung ein, die aber ins Niergendwo geht. Ich glaube, das lässt sich übertragen auf alle PowerPoint-Vorträge, Predigten, Blogeinträge und Songs der Welt.  Der wirkliche Feind ist das Cliche.

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Reformationstag

1 November, 2007 marlster 2 Kommentare

Semper reformandum – wir müssen uns immer wieder erneuern, meinte der Martin. Wie wahr. Die Reformation ist nicht vollständig, bis etwas von diesem hier gelebt wird:

Frohe Reformationstag an alle!

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